Die Pudelhunde vom Weidenlauf
Die Pudelhunde vom Weidenlauf  

Was frisst mein Hund?

 

Wer hier eine detaillierte Futterempfehlung erwartet, den müssen wir leider enttäuschen. Ich darf kurz meine Ansicht zum Thema Hundeernährung zusammenfassen: 

 

Sehr viele Hunde werden mit handelsüblichem Trockenfutter ernährt. Das Füttern geht schnell und ist einfach, Futter verdirbt nicht und kann auch leicht in den Urlaub mitgenommen werden. 

Man kann seinen Hund auf diese Weise einigermaßen gut  ernähren. Seiner Natur entspricht es jedoch keinesfalls. 

Während ich diese Zeilen schreibe, liegen unsere Hunde hochzufrieden im Hof. Jeder hat einen fleischigen Rinderknochen zwischen den Pfoten und "arbeitet" konzentriert daran. Ich weiß, daß die Hunde mindestens eine Stunde vollauf beschäftigt sind und in dieser Zeit nicht "auf dumme Gedanken kommen". Danach wird jeder erschöpft sein und sich einem erholsamen Mittagsschlaf hingeben. Damit geht es den Hunden gut und mir auch. 

 

Jeder muß selbst entscheiden, wie er seinen Hund füttern will. Wir ziehen die Ernährung mit frischem Fleisch und Gemüse allem anderen vor. Wer gesehen hat, mit welcher Lust und Freude schon die Welpen ihr Gemüse-Rindfleisch fressen und vor allem - wie gut sie es vertragen, dem gibt das vielleicht zu denken. 

Unsere alte Hündin Avalie hat mit zehn Jahren ein supersauberes Gebiss und ist bei bester Gesundheit. Ich höre heute noch die warnenden Worte meines Tierarztes vor zehn Jahren, als ich mit der Frischfleischfütterung begann: "Nein, nein, das ist viel zu gefährlich, es wird dem Hund ganz sicher etwas in der Ernährung fehlen!" 

 

Wie gesagt, ich möchte nur meine Meinung dazu darstellen, jeder soll selbst die Fütterungsweise wählen, die für ihn am besten passt. 

 

Grundsätzlich bekommen jung wie alt bei uns: 

 

70 % Fleisch mit Fettanteil (Rind, Schaf, Ziege, Huhn mit Knochen und Fett, Ente mit allen Knochen, Pute (eigene)

 

kein Getreide, denn Hunde sind keine Kohlenhydratfresser (ab und zu Reis und Kartoffeln ist trotzdem okay)

 

20% rohes, püriertes (wichtig) Gemüse mit Obst (Möhren, Kohlrabi, Zuccini, Broccoli, Löwenzahn, junge Brennessel, Salat, etwas Tomatensaft gegen Zahnstein, Apfel, Birne, etc.) Bei uns gibts keinen Blattkohl, keine rohen Zwiebeln. 

 

Dazu im Wechsel einen Teelöffel Öl (Fisch-, Sonnenblumen-, Hanf-, Lein-, Distelöl

und an Tagen ohne Knochenfütterung ein Quantum Knochenmehl. Zur Abrundung eine kleine Menge Spurenelementmischung und Seealgenmehl. 

 

Das wars, und das ist ganz einfach! Wir haben festgestellt, daß wir n o c h mehr Gemüse essen, seit für die Hunde ein- zweimal in der Woche frisches Gemüse, grob geputzt mit dem Pürierstab zerkleinert wird. Das Fleisch und das Gemüse kann leicht bis zu einer Woche im Kühlschrank aufbewahrt werden. Im Gegensatz zum Menschen verträgt der Hund leicht übergegangenes Rohfleisch sehr gut! 

 

Diese Ernährung ist einfach, frisch und kann auch problemlos im Urlaub so sein. Sie sagen: Stressige Anreise in den Urlaub? Kennen wir. Dann bekommt der Hund an diesem Tag nichts außer ein rohes Ei. Punkt. Der erwachsene Großpudel braucht ungefähr ein Pfund Fleisch am Tag. Das kann man im Urlaub auch als Rindfleisch (Suppenfleisch, Gulasch,) oder Hühnerfleisch kaufen. Wer an frischen Pansen kommt, der am besten von Weiderindern stammt, kann an den Pansentagen das Gemüse vergessen.  

 

Hört sich einfach an? ist es auch. 

 

Die Futtermenge: 

Bestimmt der Hund! Der Junghund soll mager aufwachsen. Okay, die Rippen soll man zwar spüren, aber rappeldürr muß der Hund nicht mit verheulten Augen vor dem Kühlschrank Posten beziehen! 

 

Der erwachsene Pudel ist meistens in seinen ersten acht Lebensjahren recht temperamentvoll. Es wird schwer sein, ihn mit Fleisch und Gemüse fett zu füttern. Seine Hüfthöcker sollen bei leichter Hin- und Herbewegung der flachen Hand auf dem hinteren Rückenteil immer zu spüren sein! 

 

Und jetzt noch mal zur ach so ausgeglichenen Ration der Trockenfutter: Geben sie einem Labrador kontinuierlich 50 % zuviel Futter, ja was ist dann mit der ausgewogenen Ernährung?? Der Hund wird fett, so wir es täglich beim Gassigehen sehen weil es von allem zu viel ist! Hunde haben Speicher für Nährstoffe, so daß nicht jeden Tag alles gegeben werden muß! Und auch der Hundeorganismus stellt sich ungern auf ein Gericht mit 5 verschiedenen Proteinquellen ein!  Wichtig ist, daß der Hund alle wichtigen Nährstoffe bekommt. Und das geht genausogut bei frischer Ernährung. Und ein frisches Eiweiß aus einer einzigen Proteinquelle, wie es im rohen Fleisch vorkommt, ist von exzellenter Güte! 

 

Wenn ich schon Werbung machen soll, dann nur für meinen Metzger Klaus H. , von dem ich so leckeren Pansen für meine Hunde bekam! Und vielleicht für Frau Swanie Simon, die mit ihren BARF Ratgebern mein Herz für immer erobert hat.... ( Googlen...)

 

Ihr möchtet Euren Pudel mit Leckerchen verwöhnen? 

Okay, getrocknete Entenbrust geht vielleicht... mit der Gartenschere in kleine Stückchen geschnitten... Ich wäre froh, Ihr würdet kein Geld dafür ausgeben sondern dem Pudel Zeit für ein gesunde Ernährung widmen, die naturgemäß nur aus frischem Fleisch bestehen kann. Zur Belohnung geht auch ein bisschen Käse, in kleine Würfel geschnitten, oder ganz kleine Brotstückchen, in Quark getaucht... 

 

Das war mein Plädoyer...

Avalie in der Mitte zwischen ihren beiden Töchtern Daisy und Malin, am 29.04.2019 bei der Morgenrunde. 

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