Die Pudelhunde vom Weidenlauf VDH-Großpudelzucht im Hunsrück www.Pudel-vom-Weidenlauf.de
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Welpentagebuch 2021

Das Welpentagebuch mußt Du von unten nach oben lesen, der neueste Eintrag steht also immer ganz oben! 

 

22.07.2021

Und nach einigen Tagen der Ruhe und des "großen Aufräumens" möchten wir nicht versäumen, allen frischgebackenen Hundebesitzern noch alle guten Wünsche für die ersten Wochen mitzugeben!

Alle Welpen sind seit einiger Zeit in ihr neues Zuhause ausgezogen und haben sich, soweit wir gehört haben, auch gut dort eingelebt. Wir danken auf diesem Weg auch für die vielen Fotos und Videos, und freuen uns, wenn die ersten Wochen unfallfrei und ohne viel Malheur ins Land gehen. Ohne die Welpen ist das Haus auf einen Schlag ruhig geworden! Uns fehlen die freudigen morgendlichen Begrüßungen der kleinen Wirbelwinde!  Aber auch unsere erwachsenen Hunde brauchen jetzt liebevolle Aufmerksamkeit, Pflege und lange Spaziergänge.

 

Wir schließen heute das Welpentagebuch, freuen uns, wenn wir gelegentlich Nachricht von unseren Hundekindern erhalten und stehen natürlich gern mit unserem Fachwissen bereit, wenn es Fragen gibt!    

 

28.06.2021

Und auch die Abnahme der Pudelwürfe durch den Zuchtverbandswart liegt nun hinter uns. Einem Auszug der Welpen ab morgen steht nun nichts mehr im Wege. Für die Beurteilung der einzelnen Körpermerkmale haben wir den Hundekindern Pfoten, Gesicht und auch noch einmal die Analregion leicht ausgeschoren. So können die Kiefergröße, Ohrporportionen und noch viele andere individuelle Merkmale erst beurteilt werden. Es war ein aufregender Tag, sollten doch die Hundekinder blitzsauber dem Zuchtwart vorgestellt werden! Ihr könnt mir glauben, daß das gar nicht einfach war bei der Vielzahl der quirligen, vor Lebensfreude überschäumenden Pudelchen, die sich nur zu gerne in jede kleine Wasserlache hineinstürzen und auch mindestens zehn Mal am Tag ein Fußbad im Wassernapf nehmen!  

Aber der Tag liegt nun mit gutem Ergebnis hinter uns! Insgesamt sind es laut Papier schöne Hundekinder von ausgeglichenem Temperament. Wir werden sehen ob es auch so bleibt! Mit dem heutigen Tag sind die Stammbäume in Anfertigung begriffen. Sie werden, sobald sie hier eintreffen, den neuen Besitzern per Einschreiben zugesandt. 

 

Für uns schleicht sich mit der Schur der kleinen wolligen Pudelgesichter eine ganz gehörige Portion Wehmut mit in den Tag, denn nun haben die Pudelchen ihr Babygesicht verloren. Wunderschön finden wir zwar den klaren Gesichtsausdruck der kleinen "großen" Hundekinder, aber diese Veränderung bedeutet: Abschied. Und das macht uns doch auch jedesmal ein wenig traurig!

Für uns heißt es schon morgen - wie? etwa schon morgen? - Abschied nehmen von einigen Welpen.    Wir waren viele Wochen lang verantwortlich für Wohl und Weh unserer kleinen Hunde und bitten schon jetzt alle neuen Besitzer, mit viel Liebe und Umsicht unsere Arbeit fortzusetzen!

Stellvertretend für alle anderen kleinen Pudel schaut hier die Henny recht verschmitzt in die Kamera! Ja, langsam wachsen die Hundekinder heran... Sie wiegen jetzt etwa vier Kilogramm, und haben damit ihr Geburtsgewicht mehr als verzehnfacht! 

... und schnell noch einen Blick in den kleinen Flur, wo alle Hundekinder auf die letzte Mahlzeit und anderes Entertainment warten...

25.05.2021

Und auch die Halsbänder und kleinen Leinen, die wir in unserer Lieblingsledermanufaktur in Tübingen haben anfertigen lassen, sind pünktlich eingetroffen. Elena Hoeh spaltet das Rindleder noch einmal, so daß es besonders weich ist. Uns gefällt die Optik und Haptik der Leinen sehr und wir freuen uns jedesmal über die schöne Arbeit.  

.. so haben dann die neuen Hundeeltern eine Erinnerung an die erste Zeit mit ihrem neuen Familienmitglied. Auch ich habe immer noch von unserer Avalie das Babyhalsband an meinem Autoschlüssel hängen, und denke noch oft daran, wie klein die Avalie damals war. 

Was ist sonst noch los gewesen? Viel! Denn endlich war das Wetter warm und trocken, aber nicht zu heiß. Wir haben den schönen Nachmittag genutzt und sind mit allen 18 (!) Hundekindern in die Wiesen gefahren. Das Autofahren sind die Welpen nun schon gewöhnt, alle haben die Fahrt munter durchgehalten und hatten einen wirklich riesengroßen Spaß mit Mama Daisy. Auch Daisy hat den Ausflug genossen. Sie hat ja schon lange keine Milch mehr, so daß ihr die Welpen auch nicht mehr so arg zusetzen. Es gab unglaublich viel zu erkunden und zu erschnüffeln! Diese Ausflüge sind sinnvoll und nützlich für die psychische Entwicklung der Welpen und für uns sind es aufregende, aber immer wieder ganz außergewöhnlich schöne Momente. Hier die Bilder! 

...natürlich müssen wir zu zweit sein, damit wir die Situation jederzeit unter Kontrolle behalten. Die Annäherung fremder Hunde, die den Welpen und uns unbekannt sind, muß bei diesen Ausflügen doch vermieden werden. Daisy, die sehr zuverlässig folgt, darf auch nicht ins hohe Gras der Nachbarwiesen laufen, denn kein Hundekind soll verloren gehen! Wir zählen wirklich unablässig, ob alle Welpen da sind. Die Hundekinder sind so gut sozialisiert, daß sie auf einen Ruf hin alle herbeigelaufen kommen! Sie haben eine enge Bindung an den Menschen aufgebaut und suchen oft spontan unsere Nähe. Seht selbst, was passiert, wenn wir rufen! Dann fliegen die kleinen Ohren!  

... und hier sind alle Hundekinder mit Daisy auf Erkundungstour!  

 

Außerdem haben wir das schöne Wetter genutzt, und von allen Welpen noch ein Bild gemacht. Denn an diesem Wochenende beginnen wir, die Wolle im Gesicht, an den Pfoten und dem Hinterteil etwas zu kürzen, wir haben es schon angekündigt. Jeder der neuen Besitzer soll aber doch noch ein Bild von seinem neuen kleinen Pudelhund mit "Babygesicht" bekommen!

Wer später das Gesicht wollig möchte, kann ja wieder einen Bart stehen lassen. Wir meinen, die Hunde sind mit kurzem Fell an der Schnauze sauberer, gerade, wenn rohes Fleisch gefüttert wird. Ein zu wolliger Kopf läßt die Augen außerdem zu eng zusammen stehen. Aber das ist unsere Einschätzung, in Sachen Frisur soll wirklich jeder ganz nach seinem Geschmack handeln! 

Stellvertretend für den ganzen Hundekindergarten hier eines der Bilder: 

...ein bisschen schief, aber die Technik macht manchmal was sie will! Und wen haben haben wir auf diesem Bild? Die kleine, schöne Ilvie (Hallo, Familie W.!)  

24.06.2021

Die Hundekinder sind heute gründlich tierärztlich untersucht und erfolgreich geimpft worden. Damit steht einer Abnahme des Wurfes durch den Zuchtwart des VDH am Montag nichts mehr im Wege, und auch für den Auszug der Welpen ab Dienstag sind nun die ersten Weichen gestellt.

 

Im Hunsrück hat es den ganzen Tag geregnet, so daß wir kaum hinaus konnten. Eigentlich hätten wir mit den Welpen einen Ausflug in die Wiesen machen wollen, aber der ist nun leider ins Wasser gefallen. Wir werden sehen, was die nächsten Tage bringen. Für das Wochenende sind einige Pflegestunden eingeplant, denn wir werden bei allen Hundekindern das Fell an Pfoten, Schnäuzchen und auch am Popo etwas kürzen, damit die neuen Besitzer bis zur ersten Schur Zeit haben.  

... die internationalen Impfausweise sind ausgestellt! Auch die Mikrochips sind bei allen Hundekindern an der linken Halsseite implantiert worden. Jetzt haben alle Welpen ihre unverwechselbare Kennzeichnung erhalten, die ein Leben lang als eine Art Personalausweis fungiert. 

22.06.2021

Die letzten Tage waren wieder turbulent! Wir hatten noch einmal viel Besuch, denn einige Familien wollten ihren neuen kleinen Freund noch einmal sehen. Soweit wir noch keine Auswahl getroffen hatten, durfte jeder natürlich auch erneut Wünsche hinsichtlich Farbe und Geschlecht äußern. Letztendlich wollen wir, daß alle Welpenkäufer zufrieden sind!

Als ich dieses Welpentagebuch begann, habe ich mir Ehrlichkeit und Authentizität auf meine Fahnen geschrieben. Deshalb hier einmal mehr ein doch trauriger Eintrag: 

Wirklich wenig schön war, daß eine Familie heftig mit uns um eine kleine Hündin streiten wollte! Wir können einen einzigen Welpen wirklich nicht an drei Familien vergeben! Die Vergabe der Welpen beruht auf gegenseitigem Vertrauen. Wir müssen einerseits den neuen Welpenbesitzern wirklich zutrauen, daß sie aus den kleinen, in unserer komplizierten Welt wirklich unerfahrenen Hundekindern gesunde und gut aufgezogene Hunde machen! Und ich glaube, wir verdienen andererseits auch das Vertrauen, daß wir die Welpen nach bestem Wissen und Gewissen aufziehen und gut vorgeprägt in ihre neuen Familien geben! Glaubt uns, bitte, daß das uns auch nicht immer leicht fällt! 

Der Streit um eine kleine Hündin führte letztendlich dazu, daß wir dieser Familie keinen Hund anvertrauen möchten. Wenn jetzt schon kein gegenseitiges Vertrauen besteht, wie soll dann die Aufzucht weitergehen? Wir möchten ja auch helfen können, wenn es doch einmal Fragen gibt! Und wir haben zwanzig Jahre Erfahrung in der Pudelzucht und ich möchte nicht bei jedem Satz in Frage gestellt werden! Ich muß auch nicht viermal gefragt werden, ob die Welpen wirklich VDH Papiere bekommen! JA! Denn wir möchten gesunde Hundewelpen!  Manche Menschen sind leider voller Zweifel!

Die ganze Sache tut mir wirklich leid, denn auch diese Familie hat sich wochen- und monatelang auf ihren neuen Begleiter gefreut! Aber: Ohne gegenseitiges Verstehen geht es nicht! Denn wir haben hier kleine Lebewesen, an deren Existenz wir quasi mitschuldig sind und die unbedingt und - verdammt noch mal- ein tolles, liebevolles ehrliches Zuhause verdienen, an dem auch wir, wenn wir können und dürfen, mit Rat und Tat mitwirken möchten!

 

Wie schön sind für uns viele, viele Anrufe! Erst kürzlich rief die Besitzerin des kleinen Anthony, der heute Zorro heißt, aus Bayern an. Ich weiß noch ganz genau die Stunde - es war morgens um halb neun im Jahr 2009, als Anthony als einziger Rüde und als letzter Welpe unserer lieben Hündin Lina bei uns in Bayern geboren wurde! Er ist ein Brüderchen unserer betagten Senior-Hündin Ava! Und natürlich genau wie sie jetzt bald 12 Jahre alt! Wir hatten so ein schönes Gespräch, liebe Waltraud, daß für mich wertvoll ist! 

 

Zurück zu den Welpen, die als kleine "Gang" gerade einige Haselnußzweige zu Kleinholz machen. (Wir sind immer auf der Suche nach ungefährlichen, neuen Objekten, die die Kleinen beschäftigen!)Wie sieht der Tag der Hundekinder aus? 

Morgens haben alle einen Bärenhunger, und verputzten innerhalb einer Minute ihre Mahlzeit, die heute aus 90 Gramm nassem Welpenfutter bestand. (Wenn die Welpen 8 Wochen alt sind, fressen sie in vier Mahlzeiten etwa insgesamt 350 Gramm nasses Futter). Nach dem Fressen werden eine oder zwei Stunden getobt, gebalgt, gestritten und sich wieder versöhnt! Auch wir sind natürlich dann sofort gefragt: Als Putzmänner der Nation!

Und in kurzer Hose können wir lange nicht mehr zu den Welpen gehen, denn sie probieren sich und ihre Milchzähne aus! Aus diesem Grund halten wir auch ganz kleine Kinder nur bedingt als Spielgefährten für die Welpen für geeignet. Besitzen die Eltern Hundeerfahrung, kann allerdings innerhalb kürzester Zeit ein wundervoller Partner für die ganze Familie heranwachsen! 

Gegen halb zwölf und gegen 16.00 Uhr gibt es weitere Mahlzeiten. Die letzte dann am Abend gegen 21.00 oder 22.00 Uhr. Die Zeit spielt nicht so eine große Rolle, jeder muß das in seinen Tagesablauf einbauen, wie es am besten passt. Denn auch in der Natur läuft das Reh nicht pünktlich um sieben Uhr am Wolfsbau vorbei!

 

Auch alle Spielzeuge müssen täglich gewaschen werden. Wir schneiden einige Gästehandtücher längs durch und machen in jede Hälfte einen Knoten. Die entstehenden zwei Knotentücher heißen "Ottos" bei uns, und sind für eine Welpengruppe das ideale Spielzeug, denn es ist jeden Tag sauber und frisch gewaschen! Um diese Ottos noch attraktivr zu machen, kann man ein Stückchen Käse in den Knoten hineinknoten. Aber ein kleines Stückchen, manche Hunde vertragen nicht alle Käsesorten, obwohl sie sie sehr lieben. 

Wir fahren zwischendurch weiter Auto und wollen heute nachmittag in die Wiesen, wenn das Wetter hält! Zum Glück ist es angenehm kühl. Wir merken, daß auch die Welpen viel aktiver sind als in den letzten heißen Tagen! 

Zwischen den Spielstunden wird auch tagsüber ausgiebig geschlafen, es sind schließlich noch kleine Hundekinder, die nicht überfordert werden dürfen. 

... alle sind gewachsen und haben schon fast vier Kilogramm! Wow! Wir sind stolz auf unseren gut entwickelten, kerngesunden Wurf großer Pudelhunde! Hier balgen sich zwei um einen "Otto"! Und im nächsten Bild hat der Wind die Küchenrolle heruntergeweht! Eine willkommene Beute für die kleinen Räuber!

...überhaupt verfolgen uns die Hundekinder auf Schritt und Tritt, wollen spielen oder an unserer Jeans zerren (das verbieten wir jetzt schon vorsichtig!). Das Fotografieren wird auch immer schwieriger, denn die Welpen sausen blitzschnell durch ihre kleine Welt!

 

Jeden Abend ein Abenteuer ist auch das Kehren des Strohkämmerchens, in dem die ganze Bande jetzt auch nachts schläft! Oberste Priorität hat für uns die Sauberkeit, und nur hier können wir sie gewährleisten, denn alle Ausscheidungen werden aufgesaugt oder "in Stroh verpackt".

Der Besen ist ein einziges, willkommenes Abenteuerobjekt! Wir brauchen etwa fünfmal so lange wie es normalerweise dauern würde, um die kleine Strohkammer allabendlich auszukehren! Ihr werdet schon sehen, was der oder die Kleine macht, wenn Ihr Eure Küche auskehren wollt! Und wenn dann das frische Stroh kommt, sind alle Welpen komplett aus dem Häuschen! Yeah! Strohparty! Da wird gebuddelt, getobt, die Welpen werfen sich in das saubere weiche Stroh, daß ihr Fell so wunderbar sauber hält! Für uns jedesmal ein schönes Schauspiel! Überschäumende Lebensfreude! Glaubt uns, wir genießen bei aller Arbeit diese Momente!

 

Nach einem langen Tag wird es Abend im Welpenauslauf. An den heißen Tagen kann es schon einmal 23.00 Uhr sein.

Die Bäuchlein haben sich gerundet, jedes Hundekind hat noch ein paar Schluck Wasser getrunken, und die Pfötchen sind müde gespielt. Jetzt ist es Zeit, den Kindergarten zuzuschließen. Minutenlang wird noch ein wenig weitergerangelt, der Eine oder Andere muss noch schnell die letzte kleine Rauferei zu seinen Gunsten entscheiden...

Wir stehen ganz still dabei und einer der schönsten Momente des Tages rückt näher: Ein Welpe nach dem Anderen sucht sich einen Platz, wirft sich ins frische, weiche Strohbett und - schläft fast augenblicklich ein! Alle sind zufrieden, satt und müde. Unser Blick gleitet wieder und wieder über die kleine wolligen Zwerge, die uns mit ihren schwarzen Augen noch einen kurzen Augenblick anblinzeln! Wir zählen wohl zum fünftenmal, ob auch wirklich Alle da sind, denn wir leben ständig in (unbegründeter) Angst, ein kleiner Wicht könnte verloren gehen!

Auch wir sind todmüde. Aber in diesen stillen,  harmonischen Momenten ganz einfach -

glücklich...

17.06.2021

Der letzte Eintrag ist nun schon eine Woche her! Ich bitte um Verständnis, aber die Zeit rennt jetzt und es waren viele Besucher bei uns.  Alle Welpen sind wohlauf und haben sich prächtig entwickelt. Wir und auch die Hunde müssen uns auf die Hitze einstellen! Das heißt für uns: Früh aufstehen, denn die Welpen sind in den kühlen Morgenstunden aktiv und spielfreudig, und natürlich haben sie nach der Nacht auch Hunger. Wir füttern das erste Mal gegen 5.30 Uhr. Danach spielen und toben die Hundekinder in ihrem Auslauf und genießen den Platz und die Freiheit. Am Nachmittag wird im kühlen Strohzimmer geruht und viel geschlafen, und am Abend sind wieder alle munter - oft bis 23.00. Die kleine Gesellschaft kommt prima zurecht, Mama Daisy passt mittlerweile auf alle auf und kann auch schon einmal böse werden, wenn ihr ein Besucher nicht gefällt, oder wenn es einfach zu viele Besucher sind. Wir sind froh, daß nicht alle Welpenkäufer ein zweites Mal kommen können, denn das wären ganz einfach zu viele Stunden, die auch dem Training zur Umweltsicherheit verloren gehen.

 

Wir müssen an dieser Stelle auch dem einen oder anderen Welpenkäufer einen Zahn ziehen: Viele versuchen, bei Ihren Besuchen unbedingt Anzeichen für eindeutige Charakterunterschiede der Welpen zu sehen. Selbst uns fällt es sehr schwer, hier eine wirklich verläßliche Aussage zu treffen, obwohl wir täglich wirklich viele Stunden mit der Pflege der kleinen Pudelchen verbringen und natürlich auch intensiv die ganze Mannschaft beobachten. Welcher Hund sich in einem Jahr aus dem kleinen Welpen entwickelt, hängt sicherlich zunächst einmal von seiner Abstammung ab. Wir züchten Großpudel, die absolute Begleithundeigenschaften mitbringen, denn etwas anderes paßt nicht zu unserem Leben. Unsere Hündinnen stammen alle von unserer "Oma" Avalie ab, die ein außerordentlich angenehmes, ausgeglichenes Temperament besitzt. Sicherlich sind ihre Töchter unterschiedlich, und die Eine brauchte vielleicht ein anderes Training in der Jugend als die Andere. Aber letztendlich sind es Großpudel, die wirklich gut und in meinen Augen auch leicht zu führen sind. 

Was nun viel wichtiger ist, ist die Erziehung im neuen Heim. Hier werden ganz sicher unterschiedliche Charaktere geformt werden! Deshalb halten wir wenig davon, daß der Welpe unbedingt von I h n e n  ausgesucht werden muß. Wichtig ist, daß der Hund sich in den ersten Wochen vom hilflosen Welpen zu einem kräftigen, gut entwickelten, gesunden Jungtier entwickelt hat, der durch uns nach bestem Wissen auf sein Leben in der neuen Umgebung vorbereitet worden ist. Deshalb bitten wir darum, daß alle Welpenkäufer die von uns getroffene Entscheidung, welcher Hund zu welchem Herrchen (oder Frauchen)  kommt, auch akzeptieren. In Grenzen haben wir dennoch zugelassen, daß einzelne Familien Wünsche äußern, da ja einige Familien auch schon über ein Jahr auf einen Welpen von uns warten! Das wollen wir in einer Weise natürlich doch berücksichtigen und wertschätzen.

Die Wünsche beziehen sich ja dann meist auf Größe und Farbe. Bitte glaubt uns: Am besten kennen wir unsere Welpen! Und wir können auch nicht wirlich "den ruhigsten Rüden" oder "die lernfähigste Hündin" identifizieren!

Bezeichnend ist auch, daß der von den Körpermaßen schönsten, porportioniertesten, ja wirklich tollsten Hündin im Wurf bisher von Niemandem groß Beachtung geschenkt wurde! Wir würden sie gern behalten, aber zum Wohl unserer jungen Nachwuchshündin Belle werden wir das nicht tun und sie abgeben.  Und nein - wir werden an dieser Stelle und auch nicht zu einem späteren Zeitpunkt sagen, wer die kleine Dame ist und in welches Haus sie gehen wird!

Die Unterschiede sind wirklich klein und wir lieben alle Hundekinder gleichermaßen. 

Diese Gedanken lagen mir auf der Seele. 

Die Zuteilung der Welpen wird in den nächsten Tagen mit der gebotenen Diskretion hier bekanntgegeben.

Jetzt noch einige Bilder von den vergangenen Tagen!

.. alle Welpen spielen mit unserern jungen Hündin Belle. Wir müssen nur aufpassen, daß die Spiele nicht zu ruppig werden, denn Belle ist ja schon vier Monate alt. 

...auch wir Menschen werden - wenn wir es zulassen- in Grund und Boden gespielt! Selbst am frühen Morgen ist nach der Fütterung jede Form von Aktion heißbegehrt! 

...um die Welpen artgerecht zu beschäftigen und ihnen etwas wirklich Interessantes anzubieten, bekommen sie zwischen den eigentlichen Mahlzeiten dicke Markknochenstücke, die sie nicht fressen können, aber an denen man herrlich herumkauen kann! (Ihr Metzger hat sie oder besort sie: Oberschenkelknochen vom Rind, in 15cm lange Stücke gesägt, für ein paar Cent) Das anfangs anhaftende Fleisch wird natürlich sofort gefressen. Und auch das Mark ist nach einigen Stunden verputzt. Aufsicht ist hier immer angebracht, und am Abend müssen alle Markknochen wieder peinlich eingesammelt werden, damit unsere erwachsenen Hunde sie nicht auf dem gesamten Sofa verteilen. 

...hier haben zwei eine zum Trocknen aufgehängte Decke in den Auslauf gezogen und über ihren Wassernapf drapiert! Ein feines Spiel, denn es läßt sich in der entstandenen geheimnisvollen Pfütze herrlich plantschen! Das lieben alle Pudel sehr, kommt doch auch der Name "Pudel" von puddeln, was niederdeutsch soviel wie "im Wasser plantschen heißt"!

.. auch die ersten Autotrainingsstunden liegen bereits hinter den Welpen! Alle haben sie gut überstanden, und zu unserer Freude wurde keinem der Welpen übel! Die erste Fahrt war sehr kurz, aber die zweite haben wir dann schon vier Kilometer ausgedehnt. Sicherheit gibt den Kleinen unsere Anwesenheit und natürlich beruhigender Zuspruch. Wir sind sicher, daß das Autotraining den Welpen hilft, sich auch in ihrer neuen Umgebung gut und schnell einzuleben. 

Bald kommt der erste Ausflug in die Wiesen! Wir freuen uns schon darauf!

...am Nachmittag wird dann im täglich gewechselten,  blitzsauberem Stroh gespielt, und bald verschlafen alle Hundekinder die heißen Tagesstunden. 

10.06.2021

Viel ist nicht passiert seit gestern, die Welpen haben um halb sechs Uhr gefrühstückt und danach den ganzen Vormittag mit Spielen im Auslauf verbracht. Fazit: Ein Handtuch ermordet, eine Stoffmaus stark demoliert, nach Kräften mit den Edelstahlfutterschüsseln herumgerappelt und das Trinkwasser als Badewanne mißbraucht. Dicke Stäbe von Haselnuß und Birke schon recht stolz herumgetragen (Halt - haben wir da etwa schon eine Zehntelsekunde einen Eindruck von dem schwingenden, tänzelnden Gang der erwachsenden Großpudel wahrgenommen?) und vom Chef einen Arbeitspullover vom Stuhl heruntergeholt und schön durch den Staub gezerrt! Wir freuen uns an der Lebensfreude unserer Hundekinder, die in Windeseile heranwachsen!

 

Gegen elf Uhr haben alle noch einmal kräftig reingehauen und dann einen langen Mittagsschlaf in der Sonne getätigt. Am Nachmittag wurde es direkt heiß auf der Südterrasse, so daß sich die ganze Bande in ihren kühlen Innenbereich zurückgezogen hat. Dort haben alle geschlafen, und danach ihre dritte kleinere Mahlzeit verputzt. Vor der Nacht gibt es noch einmal Fleisch mit Gemüse, wir hoffen auf ein paar schöne Szenen, wenn die Temperaturen kühler werden.

Für alle Pudelneulinge: Alles was über 20 Grad ist, ist den haarigen Hunden schnell zu warm. Größere Aktivitäten sind deshalb sommers in die Morgen- und späten Abendstunden zu verlegen, und die Wasserverfügbarkeit ist mehrmals am Tag zu prüfen! Überlastungen in der heißen Tageszeit sind zu vermeiden! Auf jeden Fall soll der Welpe und Junghund mehre Wasserschüsseln (eine drinnen, eine draußen und eventuell eine im - falls vorhanden - 1. Stock? Ich habe immer relativ viel Angst, daß die Welpen zu schnell mit reinem Trockenfutter gefüttert werden. Ein so rasant wachsender Hund wie der Großpudel soll bis zum sechsten Monat - wenn es denn schon Trockenfutter sein soll - dann bitte dieses nur in Wasser eingeweicht bekommen. Pudel trinken oft erst, wenn sie sich nach dem Spiel, oder nach der Autofahrt oder nach dem Besuch von Tante Anna mit Familie - entspannen!

 

Die ersten der Welpen haben auch schon von Akko, unserem ranghöchsten Hütehund, eins auf die Mütze bekommen. Sie müssen jetzt lernen, daß nicht alle großen, haarigen Tiere Mama sind! Und bei einem Rüden nach Milch zu suchen kann schnell schiefgehen! Unser gutmütiger Akko wird dabei nie grob, verbittet sich mit Grollen und ärgerlichem Knurren aber ungebührliches Verhalten mit Nachdruck! Die drei abgestraften Welpen werden sich - so denken wir - fremden Hunden zukünftig mit gebührender Vorsicht und respektvoll nähern. Und wir sind sicher - alle anderen werden ihnen folgen! Akko sucht merkwürdigerweise die Nähe der heranwachsenden Hundkinder. Wir wissen nicht genau warum. Will er alles kontrollieren oder hat er die Kleinen genau wie wir ganz einfach gern?

Ein erwachsener Rüde im Rudel ist unserer Meinung nach von Vorteil für die Prägung der Welpen!  

 

...alles drängelt um die Futterringe! Damit keiner hineinfällt, haben diese Welpenfutterringe eine Erhöhung in der Mitte. So müssen die Welpen schön in der Reihe drumherum stehen, und keiner fällt ins Fleisch! Nur die rostige Sau unter dem Tisch bekommt nichts ab...

(Der versierte Züchter sieht mit einiger Genugtuung auch auf diesem Bild die korrekt gewinkelte Hinterhand der Welpen. Eine zu steile Stellung kann hier später zu Problemen führen.)

und nach dem Fressen? seht selbst:

...wird mit vollem Bauch tiefenentspannt geschlafen! Keine Angst, die Zwei, die jetzt noch sitzen, fallen auch gleich um!

09.06.2021

Unsere Pudelwelpen sind jetzt fünfeinhalb Wochen alt! Es wird Zeit, daß sie sich neuen Herausforderungen stellen!

Heute sind sie in den Auslauf vor unserer Küchentür umgezogen. Dort können sie während einiger Stunden am Tag die Sonne genießen oder im Schatten dösen und ganz viel Rennen und Spielen. Der Platz im Wurflager reicht jetzt nicht mehr aus, wir merken, daß alle Hundekinder neugierig auf mehr Eindrücke sind!

Angeschlossen an den Welpenauslauf ist ein kleiner, mit Stroh eingestreuter Raum, der über Mittag schön kühl ist. Hier können sich die Welpen tagsüber zurückziehen. Sie lieben es, im frischen Stroh zu toben! Auch für uns wird die Pflege bei schönem Wetter nun etwas leichter. Wir denken, nach fünf Wochen ist es Zeit, von den Handtüchern in der Wurfkiste zu einer Einstreu mit Stroh zu wechseln. Es wird sonst immer schwieriger, die Welpen sauber zu halten. Unvorstellbar, aber die Welpen machen täglich etwa sechzig kleine Häufchen und auch viele, viele, viele, viele kleine Pipi-Seen! Stroh, das merkwürdigerweise von vielen Züchtern abgelehnt wird, läßt die festen Ausscheidungen augenblicklich verklumpen, so daß sich die Welpen nicht mehr so arg beschmutzen können. Auch die flüssigen Ausscheidungen werden gut aufgesaugt. Zudem ist Stroh griffig und bietet den kleinen Hundepfoten viel Halt. Das ist wichtig für eine gute Entwicklung des Bewegungsapparates. Natürlich muß die dicke, weiche Wintergerstenstrohschüttung  täglich erneuert werden. (Wintergerstenstroh ist herrlich weich und goldgelb!) Schon nach wenigen Tagen duften alle Welpen am Abend nach dem Spielen nach frischem Stroh und wir freuen uns über die sauberen Kerlchen, die wir auch vor der Abgabe an ihre neuen Besitzer nicht mit Shampoo waschen müssen! Dieser Prozedur können sie sich auch noch in einem Alter von vier Monaten unterziehen! Mit Wasser kommen die Kleinen trotzdem schon in Berührung, denn es ist einfach unvermeidbar, ein paar beschmutzte Pfötchen abzuwaschen.

Unsere Hundekinder sind durch den ständigen Umgang mit uns ganz vertraut und nehmen diese Pflegemaßnahmen ohne Angst hin! Abends geht es mit der ganzen Mannschaft wieder ins Wurflager, alle sind dort dann viel friedlicher, denn sie haben Neues erlebt und sich ausgetobt. Nach der letzten Mahlzeit fallen alle bald in einen tiefen Schlaf. An den zuckenden Pfoten und dem leisen Bellen im Traum sehen wir, daß die Welpen die neuen Eindrücke verarbeiten! Wir können dann in Ruhe den betonierten Auslauf mit dem Schlauch und Schrubber reinigen. Eine tägliche Desinfektion lehnen wir ab, denn das Immunsystem der Welpen soll sich ja jetzt formen. 

Ein paar Bilder von heute dürfen nicht fehlen:  

...endlich im Freien! Licht und das tägliche Sonnenbad sind wichtig für eine gute Entwicklung der Hundekinder!

Wir müssen eigentlich täglich mehrmals als Kletterobjekt herhalten und bekommen von diesen temperamentvollen Wichten häufig jetzt die spitzen Milchzähne zu spüren! Gegen diese geballte Ladung Lebensfreude kann man sich nur schwer wehren, und langsam tragen wir den einen oder anderen Kratzer davon! Wir sehen es ihnen liebevoll nach! 

...vorsichtig wird die neue Welt erkundet. Das Spielzeug-Hippo muß natürlich mit! Bälle lehnen wir während der gesamten Aufzucht ab. Auch in diesem frühen Alter können die Weichen jagdlich oder eben anti-jagdlich gestellt werden! Wir empfinden es als sehr angenehm, wenn der Welpe und Junghund ohne Jagdspiele aufwächst, denn dann haben auch die neuen Besitzer es leichter, den Hund an andere Themen heranzuführen. Dazu später mehr. 

...frische Luft macht müde... Die kleine Holly schläft im Eingang zum Spielzimmer! 

... wenn den Welpen zu warm wird, können Sie sich in eine strohgestreute Box zurückziehen. Dort läßt sich herrlich graben und toben! Ira hält hier ausnahmsweise still, wenige Sekunden nach dieser Aufnahmen fegt sie wieder wie ein Blitz durchs Stroh! 

...und hier haben sich zwei den kleinen Iuri vorgenommen! Die Spiele können schon ganz schön ruppig sein! Vom schwarzen Iuri sieht man nur noch ein Pfötchen und eine Schwanzspitze! Wir hören so manchen entrüsteten Schmerzensschrei, aber auch das lehrt die Welpen, ihre Zähne vorsichtig im Spiel einzusetzen. Mama Daisy straft auch knurrend, wenn ihr die Kleinen zu arg zusetzen! Sie geht nur noch für wenige Momente zu den Welpen, paßt dafür von außerhalb des Zauns aufmerksam auf sie auf!  

02.06.2021

Und auch dieses traurige Kapitel gehört zu diesem Welpentagebuch. Wir haben unsere liebe Hündin Emelie am Dienstag nachmittag verloren. 

Wie schon berichtet ging es Emelie fast schlagartig gar nicht gut. Sie war völlig kraftlos und konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten. In der Tierklinik in Mayen (in unserer Nähe) kam die junge Ärztin am Samstag zu keinem nennenswerten Ergebnis. Wir beschlossen, am Montag dann gleich zu unserem spezialisierten Tierarzt nach Wiesbaden zu fahren, der sich wirklich gut mit allen Dingen, die die Fortpflanzung der Hunde betreffen, auskennt und dort eine renommierte Praxis führt. Um einen Mangel an Mineralstoffen auszuschließen wurde Emelie dort an eine Tropf gehängt, aber auch am Dienstag morgen gab es keine Besserung. Emelie war noch apathischer als am Montag, und weit davon entfernt, sich aufzurichten. Bei unserem neuerlichen Besuch in Wiesbaden wurde gemeinsam beschlossen, in der Tierklinik Frankfurt in Hofheim um Hilfe zu bitten. Dort hatten wir schnell einen Notfalltermin und wurden wirklich äußerst zuvorkommend und freundlich empfangen. Die Diagnose des Neurologen hat uns dann doch den Boden unter den Füßen weggezogen: Emelie litt an einer spontan aufgetretenen, sehr seltenen Polyradikuloneuritis, bei der sich Bestandteile wichtiger Nervenzellen auflösen. Eine Behandlung ist möglich, allerdings langwierig, und es ist wahrscheinlich, daß der Hund ein Leben lang ein Pflegefall bleibt. Wir sind mit Emelie mit dieser Diagnose nach Hause gefahren, und haben gemeinsam entschieden, daß wir diesen Weg nicht gehen werden.

Unser Haustierarzt hat Emelie am Dienstag nachmittag sanft auf die Reise in eine andere Welt geschickt. Wir sind sehr traurig und können es immer noch nicht fassen, daß wir diese junge, schöne, lebenslustige Hündin so früh verlieren mußten.  

Emelie vom Weidenlauf, *02.03.2019  + 02.06.2021

Wir können dieses schöne Bild aus Emelies Lieblingswald, daß wir im Vorfrühling diesen Jahres gemacht haben, nicht ohne Tränen hier einstellen, aber wir wollen unsere Emelie als ein liebes Mitglied unserer Pudelfamilie in Erinnerung behalten. 

 

Emelies Kindern, den kleinen Halbwaisen, geht es gut, zum Glück fressen sie täglich fünf Portionen schon alleine und haben, genau wie Daisys Nachkömmlinge, die 2000g-Marke überklettert. Jetzt muß Tante Daisy, die auch jetzt ihre eigenen Welpen abstillt und langsam selbst an Gewicht zunimmt, alle Hundekinder prägen, und wird mit ihnen in den kommenden Wochen in die Wiesen gehen!

Wir werden alles tun, damit aus den kleinen Emelinchens vernünftige, kräftige Hunde werden!  

Die Tierklinik hat uns auf unsere Frage bestätigt, daß eine Erblichkeit für diese überaus seltene Erkrankung nicht besteht.

 

Trotz dieser traurigen Ereignisse bleiben die verabredeten Besuchstermine in den kommenden Tagen bestehen.

Alle, denen wir in den letzten Tagen abgesagt hatten, bitten, wir, einen neuen Termin mit uns zu suchen.

 

29.05.2021

Ja, auch in der Hundezucht gibt es Sonnen- und Regentage!  Wir haben heute den Nachmittag in der Tierklinik verbracht. Emelie, unsere weiße Mutterhündin, ging gestern abend lahm auf einem Vorderlauf. Ich hatte die Vermutung, sie sei unglücklich gesprungen und hätte sich den Lauf gezerrt. Aber heute morgen konnte sie überhaupt nicht mehr aufstehen und war völlig kraftlos. Meine erste Vermutung war, daß es sich um eine Mineralstoffunterversorgung handele, die bei Hündinnen in der dritten bis fünften Säugewoche vorkommt. Wir sind exakt in dieser Periode. Ich habe ihr Kalzium gegeben, aber als bis Mittag keine Besserung eingetreten war, sind wir in die Tierklinik gefahren. Das Ergebnis ist - keines. 

Die Blutwerte sind in Ordnung, die Entzündungswerte auch, der Kalziumwert war auch sehr gut (eventuell allerdings durch die Kalziumgabe am Morgen?).

Emelie hat heute morgen gut gefressen - im Liegen. Auch ihr Geschäft hat sie gemacht - im Liegen. Auch heute abend hat sie wieder gut gefressen, und ruht jetzt auf der Terrasse. Die Tierklinik war der Meinung - und ich schließe mich momentan an - daß Emelie durch die unglaublich große Milchmenge, die sie in den letzten Wochen ja produzieren muß, völlig entkräftet ist. Die Ärzte haben Emelie mit Mineralstoffen und Vitaminen behandelt.  

Wir werden alles tun, damit es ihr bald wieder besser geht. Beruhigend ist, daß sie frißt und eine normale Verdauung hat.

Emelies Welpen fressen zum Glück gut und viel, so daß  sie - wenn es denn sein muß - jetzt schon auch ohne Muttermilch auskommen können. Die Waage zeigt eine gute Gewichtszunahme, so daß wir uns hier zumindest keine Sorgen machen müssen.

Sobald es Neues gibt, werden wir weiter berichten. 

Eigentlich hatten wir an diesem Wochenende die ersten Besuche der neuen Besitzer geplant, aber natürlich haben wir diese erst einmal verschoben. Ich denke, daß Emelie jetzt Zeit zum Ausruhen braucht und wir den Streß so gut es geht von ihr fernhalten sollen. 

 

26.05.2021

Langsam kommt Leben in das Wurflager! Unsere Welpen werden mit jedem Tag aktiver und ihre Bewegungen werden sicherer! Auch der Hunger wächst stetig. Die aktuellen Bilder des Tages: 

... die Welpen haben sich in den letzten Tagen rasant entwickelt, und die Zeit, die wir bei und mit ihnen verbringen, gibt ihnen und auch uns Momente, über denen ein ganz besonderer Glanz liegt! 

... neugierig und verspielt erforschen die Hundekinder uns ganz genau! "Kann man von diesem Ohrknorpel satt werden?" 

... in diesem Alter ähneln die Großpudelwelpen kleinen Retrievern... Langsam wollen sie die Welt außerhalb ihres Wurflagers erkunden. Fernseher, Radio, Staubsauger sowie andere Haushaltsmaschinen kennen sie schon. Klassische Musik finden sie eher zum Weiterschlafen! Was sie von Fritz Wunderlichs "Ännchen von Tharau" halten, konnten wir beim besten Willen nicht ergründen! 

25.05.2021

Wie schnell doch die Tage vergehen!

Wieder sind unsere Pudelwelpen einige Tage älter geworden, und aus den dünnen, nur wenig entwickelten Neugeborenen sind proppere kleine Hundekinder geworden. Alle nehmen mittlerweile ihre Umwelt recht sicher wahr, und wackeln auch auf uns schon ganz aktiv zu, wenn wir das Wurflager betreten. Das Wurflager in seiner Größe von etwa 1,60m mal 1,30m für jeden der Würfe reicht den Welpen immer noch leicht aus, denn ihr Entdeckerdrang hält sich mit drei Wochen noch in Grenzen. Immer noch wird viel geschlafen. Dazwischen können wir soziales Spiel beobachten: Die Welpen fangen an, sich mit ihren Wurfgeschwistern und uns auseinanderzusetzten. Manchmal suchen die Kleinen auch bei uns nach Milch, und nehmen den ersten Brei ganz selbstverständlich an.

Objektspiele sind in diesem Alter noch kaum zu beobachten.

Auch die Muttermilch würde noch beinahe zur Sättigung ausreichen, beide Hündinnen haben wirklich viel Milch für ihre Kinder. 

Um Emelie und Daisy zu entlasten, bieten wir den Welpen morgens und abends wie schon dargestellt einen dünnen Brei aus Ziegenmilch und Haferflocken an, der sehr gern genommen wird und auch wirklich immer gut verträglich ist. Wenn diese zwei Mahlzeiten nicht mehr ausreichen gehen wir zur ersten Fütterung mit Fleisch und Gemüse über. Das ist immer ein spannender Tag, und wir werden natürlich berichten. 

Was ist sonst noch passiert?

Die anstehende Wurmkur haben alle Welpen am Sonntag erhalten und problemlos vertragen. Wirklich gut scheint dieser rote Saft ja nicht zu schmecken, aber die Entwurmung der Welpen darf keinesfalls vernachlässigt werden.

Wir sind ja täglich mit allen Hunden in Wald und Feld unterwegs und vor allem Emelie nimmt jede Maus mit, die ihr über den Weg läuft. Also ist nie ganz auszuschließen, daß auch einmal Wurmlarven aufgenommen werden und über die Milch an die Welpen weitergegeben werden können.

Außerdem stand der erste Schnitt der Krallenspitzen an den Vorderpfoten an. Dies hat folgenden Grund: Anders als die wilden Vorfahren der Hunde können sich die Welpen der domestizierten Hunde ihre Krallen nicht auf dem rauhen Erdboden der Wurfhöhle abschleifen. Sie zerkratzen beim Trinken das Gesäuge der Mutterhündin, so daß es wund wird und sich entzünden kann. Um dies zu verhindern kürzen wir die Krallen an allen vier Zehen und auch an dem Daumen (Ja, auch Hunde haben einen Daumen!), so daß die Milchleiste der Mutterhündin weitgehend geschont wird. 

Wir haben natürlich einige Bilder für Euch gemacht! 

 

 

...brrr... geschmacklich gibt es anscheinend Besseres als diesen roten Wurmsaft!... Warte nur, kleine Henny, wir werden schon deinen kleinen Bauch mit etwas viel Besserem auf kräftige Beinchen stellen! 

...viel weniger unangenehm war das Kürzen der Krallenspitzen! Klein-Iuri hat eigentlich nichts davon gemerkt.

Diese ersten sanften Pflegehandlungen legen den Grundstein für das Vertrauen, daß alle Pudelkinder ja auch später dem Menschen bei der Fell-, Ohren- und Krallenpflege entgegenbringen müssen. Ein liebevoller täglicher Umgang mit den Pudelkindern zeigt ihnen, daß auch der Mensch nah mit ihnen verbunden ist. Wir wünschen uns, daß auch die neuen Besitzer ihrem neuen Familienmitglied mit einer gehörigen Portion "Hundeverstand" und - vor allem - mit viel Liebe begegnen. Dazu gehört unserer Meinung nach auch immer wieder eine nachsichtige Portion "Laissez-faire". Das zu frühe, zu strenge und zu eifrige Erziehen führt zu ängstlichen Hundekindern, die zwar brav auf ihrem Platz liegen, aber viel Lebendiges vermissen lassen. Wenn ein Welpe im Haushalt aufwächst, gehört die zerfetzte Zeitung, der halb aufgefressene Kochlöffel ebenso wie ein gestohlener Schuh und der Putzlappen, der so herrlich duftet und wie durch ein Wunder im Bett im Schlafzimmer gelandet ist, unbedingt dazu! Wir bitten jetzt schon, der kleinen Hundeseele mit Nachsicht zu begegnen, obwohl man sich natürlich nicht gänzlich auf der Nase herumtanzen lassen darf! 

Wir freuen uns immer wieder über die - manchmal chaotischen - Überraschungen, die uns die kleine Bella bereitet. Es gibt natürlich auch einige absolute Tabus. Eins davon: Katzen ärgern ist in unserem Haus absolut verboten. Die Katzen sind ebenso wie die Hunde Familienmitglieder, die ein hohes Ansehen bei uns genießen. Zwei Katzen gehören zum Haushalt: Die schöne schwarz-rote Schildpattkatze "Frau König", und die getigerte "Puzzle", die uns schon viele viele Mäuse vom Hals gehalten haben. Meistens sind die Schwestern in Stall und Scheune unterwegs, schlafen aber im Winter immer im Haus und dürfen natürlich auch mit uns auf dem Sofa kuscheln. Frau König ist steril, aber Puzzle bekommt jedes Jahr wunderbare, absolut goldige Babys, die wir bisher immer gut unterbringen konnten. 

...hier dreieinhalb der sechs Kinder unserer Puzzle. Sie sind auf diesem Bild vier Wochen alt und kommen gerade aus ihrer Holzkiste, die im Schlafzimmer steht. Mit dem Menschen vertraute Hauskatzen wollen ihre Babys auch in dessen Nähe bekommen!

Werden Hunde früh und umsichtig an die Hauskatzen gewöhnt, gibt es niemals ein Problem zwischen den doch recht unterschiedlichen Tierarten. Bei uns schlafen Hunde und Katzen eng aneinandergekuschelt auf einem Platz.  

21.05.2021

Der Pudelkindergarten ist eröffnet! Alle Welpen sind wieder ein ganzes Stück gewachsen und haben sich auch motorisch weiterentwickelt. Die Bewegungen sind viel sicherer geworden und alle kleinen Hunde können schon mit einigem Tempo durch ihre Kinderstube wandern. Auch das Sitzen klappt schon ganz gut! Wir können die ersten zaghaften aber doch deutlichen Spielaktivitäten beobachten. Auch wir selbst werden nun zunehmend interessant und bei der morgendlichen Begrüßung jedes einzelnen Hundekindes werden wir ausgiebig beschnüffelt.

Vor allem, wenn die Welpen Hunger haben, ist Aktion angesagt! Dann singt der ganze Chor und ruft nach Mama! Heute nachmittag war das Geschrei so groß, daß wir uns entschlossen haben, mit dem Zufüttern zu beginnen. Ein zu frühes Zufüttern halten wir für nicht zielführend, denn wir wollen die Welpen nicht mit zu viel Körpergewicht belasten. Auch der Welpe kennt - genau wie der Junghund - kein Maß bei der Nahrungsaufnahme, er nimmt was er bekommen kann. Die Mutterhündin begrenzt letztendlich die Gewichtszunahme, denn irgendwann reicht die Milch nicht mehr aus. Dies tritt in der Regel auch bei großen Würfen erst in der vierten Lebenswoche ein. Für die Aufzucht der Welpen es immer besser, wenn die Junghunde schlank aufwachsen. Welpen allerdings dürfen doch ein kleines Fettpolster mitbringen und sollen keinesfalls mager sein.  

Wir legen den Zeitpunkt des Zufütterns nach unserer Erfahrung fest. Ausschlaggebend ist das Verhalten der Welpen (Unruhe und anhaltendes Rufen deuten auf großen Hunger hin). Und natürlich spielt auch das Ergebnis des täglichen Wiegens eine große Rolle. 

Natürlich ist für uns das erste Zufüttern immer ein doch großer Moment im Leben der kleinen Hundekinder! Wir füttern als erste Nahrung - nach alter Tradition - Ziegenmilch mit wenig Haferflocken.  Alle Welpen nehmen diese erste Nahrung gern an und vertragen sie ausgezeichnet.

 

Komplett beschmierte Schnäuzchen, Bäuchlein und Pfoten gehören natürlich dazu, denn anscheinend steht es sich ganz gut im Breiteller! Wie gut, daß Mama hinterher mit warmer Zunge eine extra Runde Waschlappen verteilt! Nicht ganz uneigennützig, denn auch sie liebt den warmen Ziegenmilchbrei, war er doch auch ihre erste feste Nahrung in der eigenen Kindheit!  

  

Die Emelinchens bei ihrer ersten Mahlzeit! (Die kleinen Daisykinder sind immer noch mit Mamas Milch satt und zufrieden und wir warten deshalb noch mit dem Zufüttern.)

"... wäre der Teller größer, könnten wir im Brei baden!"...

...Sitzen und vorsichtiges Spielen beginnt in der dritten Lebenswoche. Die Welpen sind morgen drei Wochen alt. Es wird höchste Zeit für die nächste Wurmkur, von der wir Euch morgen berichten! 

17.05.2021

Unsere Pudelkinder haben sich wieder einen schönen Schritt weiterentwickelt! Seit zwei Tagen haben sie nun endlich die Augen geöffnet. 

Die Gesichter haben plötzlich einen ganz anderen Ausdruck, und es lassen sich natürlich auch die ersten individuellen Unterschiede erkennen. Farblich gibt es bei den weißen Pudeln immer eine gewisse Variationsbreite, es gibt dunklere und hellere Welpen. Und alle Welpen sind natürlich wieder Dank der reichlich fließenden Milch der Mutterhündinnen um ein Gutes schwerer geworden. Die Ersten haben die 1000g-Marke schon seit zwei Tagen überschritten! 

Wir verbringen täglich viel Zeit mit den Welpen in ihrem Wurflager, so daß sie den Menschen schon von Anfang an als ein Familienmitglied kennenlernen. Diese frühe Sozialisierung ist für die Bindung des Junghundes auch an seine neue Familie außerordentlich wichtig. Trotzdem entwickelt sich ein Pudelwelpe nicht "von ganz alleine". Er ist in erster Linie ein Hund, und zwar ein schlauer! In zweiter Linie ist er ein Pudel und damit einer der intelligentesten Hunde überhaupt. Ich möchte damit sagen: Erziehung mit Hundeverstand und Einfühlungsvermögen belohnt er durch hervorragende Kooperation, aber Erziehungsfehler werden garantiert auch ihre Spuren hinterlassen! Ich erinnere: Ein Großpudelwelpe ist niemals ein Spielzeug für Vorschulkinder! Das kann für beide Seiten unangenehm werden! 

Temperamentvolle Besitzer haben es immer etwas leichter in der Erziehung ihrer Hunde, denn Lob oder Tadel sollen und müssen s o f o r t erfolgen, nicht erst Sekunden oder gar - ganz falsch - Minuten nach der betreffenden Verhalten.

 

Oh je, ich fange ja jetzt schon an, mir Sorgen zu machen, daß bei Euch alles gut geht! 

Das ist noch viel zu früh, denn wir haben noch viele Wochen vor uns, in denen die Hundekinder mit viel Erfahrung und Liebe auf ihr späteres Leben als Familienhunde vorbereitet werden. Und deshalb: 

Ein paar Bilder der goldigen kleinen Pudeljungs und -mädchen!

..hach, wie schön räkelt es sich zwischen den warmen und weichen Geschwistern! (Der kleine Ilai genießt total entspannt den Vormittagsschlaf!)

...die kleine Ira von Daisy ist die dunkelste aller Hündinnen im Wurf von Mama Daisy. Wir haben die Waage gewechselt, denn alle Welpen passen jetzt nicht mehr so gut in die Glasschüssel, die wir wegen ihrer Standfestigkeit anfangs gern verwenden! Hat Ira nicht ein schönes Hundeschnäuzchen bekommen in den letzten Tagen?  

Und auch Ivy und Ioan, Prachtkinder der schönen Emelie, blinzeln hier schon in die Kamera! Wir schalten den Blitz beim Ablichten aus, denn die Augen dieser kleinen, dicken, goldigen Eisbären sind noch lichtempfindlich!   

13.05.2021

Wieder sind einige Tage vergangen. Langsam werden die Pudelwelpen beweglicher und die Bewegungen koordinierter. Die Kleinen können ihre Köpfe schon ganz sicher und vor allem auch ruhiger anheben. Bis vor drei Tagen waren alle Bewegungen noch ungelenk und etwas "wackelig". Auch die kleinen Hinterkörper werden jetzt sicher angehoben und die ersten, noch unsicheren Schritte sind zu beobachten. Auch die Augen beginnen sich zu öffnen! Damit sind für uns die Welpen aus der direkten nachgeburtlichen Phase heraus und es beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Sehen? Nein viel sehen können die Welpen noch nicht, sie verlassen sich weiter auf ihren Geruchssinn und auf ihr Wärmeempfinden. Es wird immer noch viel Zeit geschlafen, aber zwischen den Phasen des Schlafens und Trinkens können wir auch kurze Phasen beobachten, in denen die Welpen wach sind und vielleicht ganz langsam Anteil an ihrer Umwelt nehmen. 

Nach wie vor werden zur Kontrolle der Entwicklung die Welpen täglich gewogen. Wir sind jedesmal beruhigt, wenn wieder eine gesunde Tageszunahme in die jeweiligen Wiegeliste eingetragen werden kann. Auch die individuellen Farbkennzeichnungen müssen gelegentlich erneuert werden. Und natürlich bekommt der ganze Kindergarten zweimal täglich neue frische Badetücher, damit alle schön sauber liegen. 

Wie geht es den Hundemüttern? Zu unserer Freude haben Emelie und Daisy viel Milch, so daß sich ein Zufüttern der Welpen erübrigt. Beide Hündinnen sind bei bester Gesundheit, verbringen auch schon oft eine Stunde außerhalb des Wurflagers. Wärmen müssen sie die Welpen jetzt kaum noch. 

Emelie und Daisy genießen auch zweimal täglich ihre Gänge in den Wald, und haben dabei Gelegenheit, ihren Kreislauf so richtig anzukurbeln. Wir halten die Bewegung der Mutterhündinnen sowohl während der Trächtigkeit als auch in der Stillphase für außerordentlich wichtig. Nach dem Ausgang kommen Beide entspannt zurück, trinken ausgiebig und widmen sich liebevoll dem Putzen ihrer Kinder, die dann auch bald wieder ihren Hunger stillen können. 

 

... die Daisykinder sind ein ganzes Stück gewachsen! 

... und hier der kleine Prinz! Daisys schwarzer Sohn Iuri trinkt bei seiner Mama... Ganz bald wird er ein flauschiges Lockenwunder sein (Hallo Laura!)  

... und auch die kleinen "Emelinchens" haben sich deutlich entwickelt. Hier wird gerade eins von Mama geputzt. 

... schon fast kleine Hunde, die Emelinchens, oder? Auch Emelie hat einige dunklere Welpen im Wurf. 

 

09.05.2021

Unsere Pudelkinder haben alle wieder an Gewicht zugenommen! Viel gibt es nicht zu berichten, alles schläft und trinkt im schönen Wechsel. Sie sind ja jetzt eine Woche alt und haben ihr Geburtsgewicht nahezu oder sehr gut - je nachdem - verdoppelt. Das ist die Regel in der ersten Lebenswoche und sagt uns, daß die Mutterhündinnen genügend Milch haben. Wir haben Emelie ganz leicht die Ration gekürzt, denn sie hat so viel Milch, daß es mehr als genug für die Welpen ist. In der dritten und vierten Säugewoche wird sie die Milch brauchen, um alle neun Pudelkinder satt zu machen. 

Immer noch sind alle Pudelkinder taub und blind. Aber die Bewegungen werden schon etwas koordinierter, manche können schon ganz gut den kleinen Brustkorb vom Boden heben! Der Hinterkörper wird allerdings - mit Unterstützung der Hinterbeine - ganz einfach nachgeschoben. Nein, Laufen kann man das wirklich noch nicht nennen! 

 

... nah bei Mama schläft es sich doch am besten! Eine kleines, kleines Hundeschnäuzchen neben der Mutterhündin Daisy... Wunderbar die schwarzen Pfotenballen! 

...warm und geborgen liegt die kleine Ineke zwischen ihren Schwestern und Brüdern... Die weißen oder cremefarbenen Großpudelwelpen erinnern uns in diesem Alter manchmal an kleine Eisbären! 

07.05.2021

Wieder Sonnenschein im Hunsrück! Und alle Hundekinder haben wieder an Gewicht zugelegt. Die ersten wiegen jetzt schon über 600g. Daisy hat so viel Milch, daß sie noch drei oder vier Welpen satt machen könnte! Da sind ihre neun Kinder keine Belastung für sie - n o c h nicht... warten wir mal die dritte Säugewoche ab... Die dritte und vierte Säugewoche sind die Wochen mit dem größten Milchbedarf, so daß auch die Mutterhündin viel und vor allem gutes Fleisch fressen muß. In der vierten Woche, wenn der Hunger der Kleinen

einen zu groß wird, fangen wir mit dem Dazufüttern an. 

Sonst gibt es nicht viel Neues. Die beiden Mütter waren heute zum erstenmal bei schöner Sonne zu einem sehr kurzen Spaziergang in den Feldern dabei. Beide sind fröhlich und lassen jetzt die Kinder auch schon mal eine halbe Stunde allein. Die Sonne und die Bewegung tun den Hündinnen gut, sie waren sogar ein wenig ausgelassen in der Wiese!

Zwei Bilder von unseren Hundekinder dürfen natürlich auch heute nicht fehlen: 

.. so süß die kleinen schwarzen Pfotenballen... 

und natürlich auch das schwarze Schnäuzchen von Iuri links im Bild! 

... hier verschwindet ein kleines Popöchen im warmen, weichen Fell von Mama Daisy...

... süß und selig schlummern die Beiden... ich denke immer: "Jetzt! Jetzt wachsen sie!"...

Die Hundekinder von Emelie werden morgen früh eine Woche alt. 

...wenig später schlummert der ganze Kindergarten nach einer ausgiebigen Milchmahlzeit. Die Welpen brauchen jetzt schon dank der nahrhaften, fettreichen Hundemilch viel weniger Wärme als gleich nach der Geburt, liegen aber gern im Kontakt zu ihren Geschwistern in der Gruppe. Die Gruppe bringt Sicherheit! 

06.05.2021

Es ist kalt im Hunsrück! Der Tag gestern brachte Graupelschauer und Regen, das Wetter ist ungemütlich, und wir haben Kopfweh! Die Hundewelpen liegen warm und geborgen auf ihren sauberen Badetüchern in ihrem Wurflager und bekommen von alldem nichts mit. Mutter Emelie und Mutter Daisy kümmern sich mit Hingabe um die Kleinen, und die Gewichtsentwicklungen waren heute ganz super! Alle Hundekinder haben schön zugelegt und sind schon ein ordentliches Stück gewachsen. Die ersten haben die 500g-Marke überschritten und sind damit "Pfundskerlchen"! Heute sind sie fünf und sechs Tage alt und so langsam weicht bei uns die Angst, es könnte ihnen etwas passieren. Die Mütter müssen immer noch oft hinaus, um die Begleiterscheinungen der Geburt loszuwerden, und beide legen sich danach außerordentlich vorsichtig wieder zu den Welpen. Instinktsichere Hundemütter legen sich nicht direkt in die Welpen hinein, sondern immer eine kleine Strecke daneben. Das ist auch der Grund, weshalb ein Wurflager groß genug sein muß. In einem normalen Hundekorb könnten die Hündinnen dieses Verhalten nicht zeigen und die Gefahr für die Welpen, erdrückt oder getreten zu werden, ist hier groß! Denn so ein kleiner 300g-Kerl verträgt es ganz sicher nicht, wenn die Hundemutter versehentlich mit dem vollen Körpergewicht von über 20 kg ihm auf den Bauch tritt! Die Welpen haben ein sehr gutes Wärmeempfinden und spüren, in welche Richtung sie robben müssen, um die Mama wiederzufinden. Manchmal müssen wir dem Letzten noch ein bisschen den Weg weisen, bzw. ihn kurzerhand bei der Mama anlegen!

 

Ein Bild vom Wiegen soll heute die  Entwicklung der Welpen zeigen. Die Augen und Ohren sind noch geschlossen, aber der Geruchs- und Wärmesinn funktionieren ausgezeichnet. Alle werden satt, so daß wir noch nicht zufüttern müssen. 

... die kleine Holly beim täglichen Wiegen. Die Augen sind noch geschlossen, man erkennt aber schon die Lidspalten. Einige Tage wird es noch dauern, bis die Augen sich öffnen. Holly ist die erstgeborene, älteste Tochter von Emelie. 

... noch paßt Holly leicht in zwei Hände! sie wiegt ein gutes Pfund - ein wunderbares kleines Hundemädchen mit winzigen Füßchen, goldigen Schlappöhrchen und den ersten krausen Wellen auf dem Kopf, die einmal ein Pudelfell werden sollen... 

04.05.2021

Kein schöner Tag Hunsrück. Ein kleiner schwarzer Rüde, der vorletzt geborene Iron von Daisy, ist nicht mehr bei uns. Heute morgen um drei Uhr hat er uns durch sein Weinen an das Wurflager gerufen. Wir wußten nicht was mit ihm los war, er hatte augenscheinlich Bauchweh. Bei genauem Ansehen haben wir dann eine winzig kleinen Kotpfropfen an seinem After entdeckt, der zu einem Darmverschluß geführt hat. Wir haben sofort ein warmes Wasserbad gemacht, den Pfropfen aufgelöst und der Darm konnte sich endlich entleeren. Bis heute mittag um zwei Uhr haben wir um sein Leben gekämpft, und dann verloren. Wir mußten dieses kleine Leben gehen lassen. ... 

 

Ein trauriger Tag. Es kann bei den neugeborenen Welpen schnell eine Komplikation eintreten, mit der niemand rechnet. Am Abend waren alle Welpen gesund und hatten Gewicht zugelegt. Das ist an sich ein Zeichen dafür, daß alles in Ordnung ist und alle gesund sind. 

Ja - so schnell kann es gehen. Wir haben den kleinen Iron unter einem blühenden Pflaumenbaum im Obstgarten begraben und - wir waren sehr traurig....

 

Trotz dieses traurigen Ereignisses kurz Neues von den Müttern und Pudelwelpen: 

Daisy erholt sich sichtlich von den Anstrengungen der Geburt, frißt mit gutem Appetit und auch die Milchmenge für die Kleinen wird mehr, so daß heute alle Welpen zugenommen haben. Das ist eine erfreuliche Entwicklung! 

Emelies geht es prima, ihre Welpen sind richtig propper und haben heute im Schnitt 40g zugenommen. Das ist sehr schön. 

Hier noch - wie gestern angekündigt - ein Bild der individuellen Kennzeichnung der Welpen: Wir verwenden kleine Farbtupferchen auf dem Schwanzansatz, die wir ab und zu erneuern. Wir lehnen bunte Halsbänder in diesem frühen Alter ab, denn beim Waschen der Welpen kann die Hundemutter am Halsband hängen bleiben und dies kann zum Tod des Welpen führen. Ein Halsband oder gar ein Bindfaden oder Wollfaden sind ein Fremdkörper, der im Wurflager nichts zu suchen hat! Ihr seht hier die kleine Ineke (von Daisy) mit ihrem roten winzigen "Personalausweis". Ineke trägt einen holländischen Namen, ein bisschen zu Ehren ihres  Vaters Pinqerton Karat Timeless, genannt Stewey aus dem niederländischen Julianadorf kurz vor der Insel Texel. Diesen Rüden mögen wir sehr gern! Er ist kerngesund, von allen Erbkrankheiten frei und besticht uns immer wieder durch sein ruhiges, freundliches Wesen. Auch die Hündinnen stehen auf ihn!

Doch noch ein Wort zur individuellen Kennzeichnung: 

Warum eigentlich eine individuelle Kennzeichnung? 

Die Welpen mit ihren sehr ähnlichen Fellfarben zweifelsfrei ohne Kennzeichnung zu unterscheiden ist fast unmöglich. Es kann sein, daß ein Welpe stark abnimmt und plötzlich weniger wiegt als der nächstschwerste Bruder oder die Schwester. Wenn wir das nicht am gleichen Tag erkennen, und ihn verwechseln, kann es im Krankheitsfall für eine Behandlung zu spät sein! Deshalb wiegen wir alle Jungtiere jeden Tag gegen 17.00 Uhr. So haben wir einen genauen Überblick über den Gesundheits- und Ernährungszustand der Hundekinder. 

 

Die kleine Ineke trinkt hier mit ihren Geschwistern aus Leibeskräften! Wir legen die kleinsten der Geschwister mehrmals am Tag an die milchreichsten Zitzen der Mutter an. Sollte dennoch ein Welpe zurückbleiben, wird er selbstverständlich zugefüttert, so daß sich alle Welpen gleichmäßig entwickeln können. 

...Mama Daisy wäscht ihre Kinder! In den ersten Wochen - genau bis zur ersten Fleischfütterung - massieren die Hündinnen mehrmals täglich das Bäuchlein der Säuglinge und fressen den Milchkot ganz einfach auf. (Das tun auch Katzen und Kanarienvögel, es ist ein weit verbreitetes Verhalten im Tierreich.) So bleibt das Wurflager einigermaßen sauber. Wir müssen trotzdem täglich mit frischen Badetüchern nachhelfen. Der Großpudel ist kein Wolf mehr, der alles alleine kann, sondern er braucht in besonderem Maß die Fürsorge, Liebe und Unterstützung durch uns Menschen. 

03.05.2021

Aus der Kinderstube die neuesten Nachrichten! 

Bei Emelie sieht es ganz prima aus, sie hat sich weitgehend von der Geburt erholt und ich hatte heute eine guten Eindruck von ihr. Sie frisst gut und kümmert sich liebevoll um die neun Babys, die alle heute, am dritten Tag, 30 bis 40g zugenommen haben. Die Welpen trinken und schlafen abwechselnd, und uns bleibt nur aufzupassen, daß kein Kleines hinter die Mama gerät, so daß sie es unbemerkt erdrückt. Diese Gefahr ist tatsächlich in den ersten Tagen recht groß, so daß wir abwechselnd die ersten Nächte neben dem Wurflager schlafen. Dann sind wir sofort zur Stelle, wenn eins der Kinder weint und Hilfe braucht. Und natürlich müssen wir auch alle zwei, drei Stunden mit den Hündinnen hinaus ins Freie, sie dürfen hier keine Not oder lange verschlossene Türen haben! 

Bei Daisy sieht es nicht ganz so gut aus, ich habe den Eindruck, die Geburt hat sie doch ärger mitgenommen als Emelie. Auch die Welpen ´haben heute, am zweiten Tag nur minimal zugenommen, drei von ihnen sogar abgenommen. Am zweiten Tag kennzeichen wir alle Welpen, so daß wir dann am dritten Lebenstag eine ganz verläßliche Aussage zur Gewichtsentwicklung treffen können. Die momentane Entwicklung kann man noch als normal einstufen. Wir sind bemüht, Daisy, die schon immer im Bezug auf ihre Mahlzeiten wählerischer ist als die anderen Hündinnen, mit schmackhaften Mahlzeiten, die wir leicht anwärmen, aufs Beste zu versorgen. Sie liebt Huhn und Lamm mit Gemüse,  und das soll sie haben! Glücklicherweise haben wir jede Menge davon aus eigener Haltung im "Hundegefrierschrank".  Wir sind also nicht auf die Herkünfte aus der konventionellen Schnellmast mit den hohen Antibiotikagaben oder die Neuseelandimporte angewiesen. Ein bisschen stolz sind wir schon darauf, daß wir auch die Hundekinder ab der dritten Woche mit viel eigenem Fleisch gut ernähren können!

Nun hoffen wir, daß alle Welpen die ersten doch etwas schwierigen Tage gut meistern und auch die Mutterhündinnen sich beide etwas erholen. Ein Bild von Daisy mit der Kinderschar soll nicht fehlen! 

 

... acht weiße bzw. hell cremefarbene und zwei schwarze Welpen drängeln an der Milchleiste!

Daisys bunter Wurf! Hier noch ohne Kennzeichnung auf den Schwänzchen, von der wir Euch morgen berichten werden.

02.05.2021

Und auch Daisy hat es geschafft! Einen oder zwei  Tage zu früh hat sie heute morgen zehn wunderschönen Kinder das Leben geschenkt! Damit ist unsere Kinderstube nun komplett und wir sind für die nächsten Wochen beschäftigt!

 

Wie schon berichtet hatte Daisy gestern am Vormittag ihr Frühstück verweigert und war dann auch beim Spaziergang eher langsam und nicht mehr so munter wie sonst. Den Tag hat sie dann mit Schlafen und zwischendurch angespanntem Hecheln verbracht. Am Abend war sie recht angespannt und hat immer wieder meine Nähe gesucht. Ich denke es waren Senkwehen, die schon Stunden vor der eigentlichen Geburt eintreten, aber ganz sicher bin ich mir nicht. Wir hatten dann eine unruhige Nacht, für mich war es schwierig, wach zu bleiben, aber es mußte ja sein; zu viele Leben stehen auf dem Spiel. Es ist schon vorgekommen und es kommt in der Tag öfter vor, daß ein ganzer Wurf stirbt, weil die Mutterhündin die Welpen nicht aus den Fruchthüllen befreit und der Mensch - ganz einfach schläft! Hier ist jede Hündin anders. Auch die Hunde ruhen vor dem Einsetzen der eigentlichen Wehen, und viele - so auch Daisy - geben keinen Schmerzlaut von sich, wenn die Welpen ausgetrieben werden.

Ich hab ja eine schöne Wurfkiste neben meinem Bett gebaut, und hoffe, daß alles gut geht! Allein habe ich die Rechnung ohne diese eigenwillige Hundedame gemacht, denn Daisy will nicht im Schlafzimmer bleiben! Alles Zureden ist sinnlos. Sie wird erst  im Wohnzimmer auf dem Sofa in ihrer Ecke ruhig. Okay, dann geben wir ihr einen Platz neben Emelie, sage ich mir. So schlecht ist das auch nicht, dann kann ich beide Hündinnen gemeinsam überwachen.  Wir verbringen also eine mehr oder weniger ruhige Nacht, und es passiert - nichts! Einigermaßen frustriert und komplett übermüdet mache ich mir um sieben Uhr einen Kaffe, lasse Daisy und Emelie hinaus, und beschließe, Frühstück vorzubereiten. Zum Glück kümmert sich Emelie vorbildlich um ihre Welpen und hat auch Hunger und Durst, so daß ich mir hier wohl keine Sorgen machen muß. Dann geht alles ganz schnell! Daisy muß wohl plötzlich starke Wehen haben, ich bin einen Moment unaufmerksam und übersehe das nasse Bündel Hündchen, daß da auf dem Sofa zur Welt kommt! Als ich ihn bemerke, ist die Fruchthülle schon ganz kalt. Durch meine Adern rast der Puls.... Daisy hat sich nicht weiter um den Kleinen gekümmert und ich zerreiße mit zitternden Händen die Fruchhülle. Der Kleine kalte Welpe atmet nicht. Ich massiere den kleinen Körper mit den angewärmten Handtüchern, die zum Glück bereit liegen, und blase dem kleinen Kerl vorsichtig Luft in die Lungen. Da- plötzlich windet sich das Hundekind, macht einen tiefen Atemzug und - will doch ins Leben!. Zunächst sind die Atemzüge etwas langsam, aber doch gleich regelmäßig. Ich massiere weiter mit den warmen Tüchern und Daisy hilft mir ihrer  Zunge nun auch mit. Geschafft! Um 7.48 hat der kleine Ilai - in letzter Minute - ins Leben gefunden! Ein Stoßgebet und ein "Danke" an den lieben Gott oder Buddah oder wen auch immer.... 337 Gramm bringt er auf die Waage  und wird jetzt warm und rosig. Klein-Ilai hat es geschafft und ist der erste weiße Rüde! Ein kräftiges Kerlchen! Daisy muß bald unterbrechen, dann um 8.22 kommt der kleine Ivy zu seinem Bruder. Jetzt sind alle Nerven angespannt und auch Daisy kümmert sich sofort um den kleinen Mann. Um 8.26 kommt - nur vier Minuten später -  der kleine Iago - wie seine Brüder auch ein weißer Rüde - in Steißlage zur Welt. Und die Geburt geht weiter wie ein D-Zug: 8.38 nehme ich den ersten schwarzen Welpen - Iouri soll er heißen - in Empfang. Zum Glück habe ich das Kistchen mit der Wärmflasche und den weichen Handtüchern vorbereitet, so kann ich die  trockenen, erschöpften Hundekinder "parken", damit keiner unter die Mutter gerät, die sich um das Neugeborene kümmern muß! Auch ich habe alle Hände voll zu tun: Frische Tücher unter die Mutter, die Nebenprodukte der Geburten entsorgen, und auch das Blut wegwischen.... 

Wir haben eine gute Weile Zeit, bis um 9.14 die kleine Ilvie problemlos in die Welt fährt! Schon bald kommt der weiße Rüde Ioan dazu, nämlich um 9.31 Uhr. Daisy steht auf, hat augenscheinlich die Nase voll von dem Gewusel, nimmt sich auf den kühlen Küchenfliesen eine Auszeit und trinkt Wasser. Ich denke: Es könnte jetzt auch genug sein! Mir wäre dann auch eine halbe Tasse Kaffee recht, denn dazu hat es noch nicht gereicht.

 

Aber- wenn ich den Bauch der schwarzen Hündin anschaue bin ich mir sicher: Das ist nicht alles! Ich hoffe inständig daß es gut weitergeht, denn eine lange Geburt birgt auch Risiken für die kleinen Hundekinder. Es dauert in der Tat lange, bis sich Daisy gesammelt hat und weitere Wehen einsetzen. Um 11.15 kommt die kleine Hündin Ira zur Welt, und fünfundzwanzig Minuten später auch die weiße Ina. Es ist ein einziges "Rein-Raus" in dieser kleinen, viereckigen, wertvollen Wärmflaschenkiste! Wenn Mama Daisy fertig ist mit Trockenmachen und ich alle Welpen bei ihr anlege -denn der Kontakt soll ja da sein, die ersten Bindungen müssen stattfinden - kommt schon der nächste Welpe zur Welt! Also: Allemann wieder in die Kiste, auch wenn die ersten sich schon schön festgesaugt haben und es Protest gibt! Auf der warmen Wärmflasche und den weichen Handtüchern ist zum Glück gleich Ruhe. Und jetzt merkt man Daisy die nervliche Überlastung an, sie mag nicht mehr, steht auf und läuft zur Hintertür. Wäre sie ein Mensch könnte ich sagen: sie weint! Ich fühle mit ihr! Sie möchte hinaus, ich lasse sie nicht, versuche sie zu beruhigen; ich vermute, sie verwechselt da etwas... und ich habe Recht! Im Stehen bringt sie dort nach nur wenigen starken Wehen um 12.05 den schwarzen Rüden Iron auf die Welt! Mir reicht es auch langsam, aber - wir sind mittlerweile wieder glücklich in der Wurfkiste angekommen - als um 12.25 die kleine weiße Ineke ankommt ist dann endgültig Schluß! Ich habe fast den Überblick verloren und zähle und weiß nicht ob ich so glücklich über die zehn Welpen bin! Acht Hundekinder hätten doch wirklich auch gereicht, denke ich! Ich sehe mich schon (wieder einmal) Fläschchen mit warmer Ziegenmilch füllen!  Aber wir werden alles tun, damit aus diesen gerade trockenen, zitternden Fellbündelchen schöne, kräftige Hundekinder werden!   

 

22.41 Uhr

In diesem Moment liegt alles satt und zufrieden an Mama Daisys Bauch. Daisy hat etwas gefressen und wirkt einigermaßen erholt! Was für ein Tag! 

"Der Mai ist gekommen ..." sagt ein altes Volkslied...

01.05.2021

Die erste unserer lieben Hündinnen hat es geschafft! Emelie hat uns heute nacht neun wunderbare Welpen geschenkt! Soweit wir sehen, sind alle gesund und haben ganz passable Geburtsgewichte zwischen 300 und 470 Gramm. 

 

Wie wir schon berichtet haben, hatte Emelie schon gestern vormittag das Frühstück verweigert und machte einen unruhigen Eindruck. Es ist ihr erster Wurf und ich kann ihr nicht erklären, was passiert. Ich bin den ganzen Tag bei Ihr, sie schläft am Nachmittag etwas, ist aber meistens wach und hechelt viel. Sie sucht meine Nähe, und so verbringen wir einen mehr oder weniger gemütlichen Nachmittag auf dem Sofa. Ich vermute, es wird eine anstrengende Nacht und schlafe ein bisschen, Emelie liegt nah bei mir und ich fühle die kleinen Bewegungen in ihrem großen großen Bauch! Gegen Abend schicke ich daß Rudel auf eine Wanderung und bleibe mit Emelie zu Hause. Sie geht noch zwei Mal in den Garten, möchte aber dann lieber im Haus sein. Gegen acht wird sie doch unruhig, wechselt vom Sofa unter den Schreibtisch und in die Wurfkiste, dann wieder zu mir aufs Sofa, daß ich vorsorglich mit alten Badetüchern ausgelegt habe. Ich habe verdammt Angst einzuschlafen, mache mir tatsächlich gegen Mitternacht einen Kaffee, denn ich habe ja die Nächte vorher auch schon nicht richtig geschlafen! Emelies Unruhe hält mich dann doch ganz gut wach. Das Haus wird ruhig, alle Hunde schlafen, und auch Emelie scheint zu wissen, daß uns in den kommenden Stunden niemand stören wird. Ich setze mich zu ihr in die Wurfkiste und versuche, ihr Ruhe zu vermitteln. 

Gegen 2.15 beginnen die Wehen, und - endlich geht es los, denke ich. Es dauert doch lange. Länger als ich es von vorherigen Geburten kenne. Gerade als ich beginne, mir Sorgen zu machen, kommt dann - und jetzt weiß ich warum es so lange gedauert hat - als Steißgeburt um 03.10 Uhr das erste kleine weiße Pudelmädchen auf die Welt! Ich habe ja eine Liste mit schönen Namen neben mir, und ich nenne sie Holly. Emelie steht auf, und schaut etwas dumm: "Was ist das denn? Das will ich nicht haben!" Also befreie ich die kleine Holly aus der Fruchthülle und nabele sie ab. Mit einem warmen Frotteetuch reibe ich sie trocken, und jetzt protestiert die kleine Hündin! Sie ist im Leben angekommen! Durch Emelie geht ein Ruck und sie beginnt, die kleine nasse Hündin vorsichtig zu trocknen. Ich freue mich, die Instinkte sind wach und alles geht den von der Natur bestimmten Gang. Wir haben nicht viel Zeit, denn um 03.25 folgt der kleine Heron seiner Schwester, ebenfalls in Steißlage. Aber dann wird es leichter, um 03.40 kommt die kleine Hündin Hazel - vorbildlich in Vorderendlage - zur Welt. Mit fast 400g eine schwere Hündin! Und auch der kleine Rüde Harli läßt nicht lange auf sich warten: 03.55 ist es. Danach hat Emelie Zeit, alle schön sauber zu machen. Ich kann die Handtücher wechseln und eine Wärmflasche machen. So bin ich vorbereitet, als um 04.45 die kleine Henny nach wenigen Preßwehen vor uns liegt. Jetzt beginnt Emelie auch, die kleinen Welpen aus der Fruchthülle zu befreien, und die Geburt wird insgesamt leichter. Im Stehen wirft sie mir den kleinen Rüden Henik um 04.54 in die Hände! Danach ist wieder Zeit, ich kann mich nicht sattsehen an den kleine Füßchen und den großen, hungrigen Schnäuzchen. Die ersten Welpen suchen die Milchquelle, aber nach einer Stunde geht es weiter. Ich lege die sechs Welpen in eine kleine Schachtel auf eine Wärmflasche und decke sie mit einem gewärmten Frotteetuch zu. So haben wir alle Aufmerksamkeit für den kleinen Rüden Hias, ein schwerer Junge, der um 05.51 gesund zur Welt kommt. Wenige Minuten danach stößt Emelie einen toten Welpen aus. Ich bin einen kurzen Moment traurig, und es versetzt mir einen Stich, aber wir müssen es hinnehmen. Bei großen Würfen kommt das doch vor. Ich hoffe, daß die Geschwister keine Beeinträchtigung erfahren haben und bin wirklich beruhigt, als um 06.15 ein kräftiger Rüde - Hein nenne ich ihn - zu seinen Geschwistern kommt. Und mit dem wirklich vitalen, schweren Hansel, der um 06.50 auf die Welt kommt, und 468g auf die Waage bringt (das hatten wir noch nie!) ist nun der Wurf komplett! Alle Nachgeburten sind da, ich lobe unsere tapfere Hundemutter, die alles toll gemacht hat und bringe ihr eine Schale warme Ziegenmilch, die sie gern annimmt. Ich gebe Emelie nun auch die "vorgewärmten" Welpen wieder, und alle neun Hundebabys drängeln sich am Gesäuge. Am Schmatzen höre ich, daß Emelie Milch hat und bin dankbar für diese gut verlaufene Geburt. 

Wir sind alle ziemlich erschöpft, ich kann zwei Stunden schlafen, und auch in der Wurfkiste kehrt Ruhe ein. Ich zähle noch mindestens zehn Mal, ob nicht ein kleiner Zwerg hinter die Mutter geraten ist und hoffe, daß alle genug Milch bekommen. Aber wir haben ja Erfahrung und werden ganz sicher keinen der kleinen Wunder vergessen! 

Für heute muß ein schnelles Bild der kleinen Familie Euch genügen:

... die kleine Familie im frisch bezogenen Wochenbett... wir hoffen, daß die nächsten Tage gut verlaufen und bitten alle, uns ein wenig Ruhe zu gönnen! 

28.03.2021

Heute beginnen wir an dieser Stelle das Welpentagebuch für Daisy und Emelie. Wir werden hier in regelmäßigen Abständen über den Fortgang der Tragzeit und natürlich auch die Entwicklung der Welpen berichten. 

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