Die Pudelhunde vom Weidenlauf VDH-Großpudelzucht im Hunsrück www.Pudel-vom-Weidenlauf.de
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Welpentagebuch 2022

Das Welpentagebuch mußt Du von unten nach oben lesen! Der neueste Eintrag steht also immer ganz oben und beginnt mit dem jeweiligen Datum! 

17.03.2022

Turbulente Tage liegen hinter uns. Bitte entschuldigt, daß wir uns hier ein wenig rar machen! Zuviele Dinge gibt es zu tun und zu organisieren. Auch hängen wir natürlich dauernd am Telefon! Aber wir haben ja das Coaching der neuen Besitzer versprochen und erfüllen dies gerne! 

 

Die ersten Hundekinder sind in ihr neues Zuhause ausgezogen! Aufregend war es natürlich für alle Beteiligten! Wir freuen uns, daß Jannis in München, Josha in Vohburg-Großmehring, Joy in Butzbach bei Gießen und Julchen in der Nähe von Karlsruhe ein liebevolles Zuhause gefunden haben! Natürlich waren unsere Tage angefüllt mit Telefon, Whatsapp und SMS! So langsam haben sich die vier eingewöhnt, und auch die kleine schwarze Jara wartet schon auf ihre Familie, die in wenigen Stunden hier eintreffen wird! Wir wünschen allen kleinen Hundekindern und natürlich ihren Besitzern alles Glück dieser Welt für die ersten Wochen mit dem kleinen wolligen Geschöpf!

 

Der immer noch zahlreiche Rest der Bande liegt in diesem Moment in der Sonne im Hof und kaut genüßlich auf leckeren Knochen vom Jersey-Rind..... was für eine Freude für die kleinen Teufelchen! 

11.03.2022

Und auch der Besuch des Zuchtamts am heutig Tag ist gut überstanden! Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis und haben Beifall für unsere vertrauten, zugewandten und kerngesunden Hundekinder geerntet! Auch "von Amts wegen" ist uns die hervorragende Sozialisierung und Gesundheit unserer Welpen bestätigt worden! 

 

Mit dem heutigen Tag sind nun auch die Stammbäume beantragt worden, sie werden den neuen Besitzern in ca vier Wochen per Einschreiben zugestellt.

Mit dem Ausscheren der kleinen, wolligen Pudelgesichter beschleicht uns eine ganz leise Wehmut, denn die Stunden des Abschieds von diesen liebenswerten, kleinen Geschöpfen rückt nun näher! Wir wünschen uns inständig, daß sie in ihren neuen Familien gut aufgenommen werden und gerade in den ersten Tagen und Wochen vor den vielen Gefahren unseres doch so stark technisierten Alltags beschützt werden!

 

Die kleine Hundedame Jade sucht ja wieder ein Zuhause, die betreffende Familie konnte sich doch nicht zu einem Großpudel entschließen. Wir sind ein wenig traurig, daß wir es erst so kurz vor der Abgabe erfahren haben, denn die Entscheidung für die Kleine war ja schon länger gefallen. Auch die neuen Besitzer müssen ja Zeit haben, sich auf so ein kleines Hundekind einzustellen.  Ein Bild von der kleinen Jade lassen wir folgen! Ein fröhliches, liebenswertes Hundemädchen! 

... die kleine Hündin Jade...

und im nächsten Bild inmitten all ihrer Geschwister! 

10.03.2022

Eine lebhafte Woche! Die Welpen genießen die Sonne und spielen im Auslauf, alle haben die Impfung gut überstanden, waren tatsächlich am Dienstag ein wenig ruhiger und auch der Appetit war nicht so groß wie sonst. Die kleinen Hunde haben viel geschlafen aber heute, am Donnerstag wurden wir wieder stürmisch begrüßt. Alle hatten großen Hunger und auch die Verdauung ist wieder ganz prima. Wir merken es an dem Turm aus Küchenrollen, der immer rascher kleiner wird! 

Ein schönes Ereignis! Unsere verschollen geglaubte Ledernäherin aus Tübingen hatte durch ein paar unglückliche Zufälle unsere mail bezüglich der Bestellung der Halsbänder und Leinen versehentlich gelöscht! Letzendlich hat es nun aber doch noch geklappt, wir konnten die Bestellung aktualisieren und Frau Elena Höh von der Firma bunterhund hat eine Nachtschicht für uns eingelegt! An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön dafür! Ich habe die kleinen Ersatzhalsbänder, die ich in leichter Verzweiflung bestellt hatte, und die mir auch farblich nicht wirklich gefallen haben, gestern zurückgeschickt. Super, daß die Bestellung nun vor zwei Stunden eingetroffen ist! Wieder einmal freue ich mich über die wirklich wunderbare Qualität des schönen, butterweichen Leders, daß es so im Handel nicht gibt! 

Damit können wir nun unseren kleinen Lockenwundern ein angemessenes Halsband als Abschiedsgeschenk mitgeben! Auch wenn viele Welpen einen anderen Namen tragen werden, erinnert das Halsband immer an den Welpennamen, und das finden wir schön!

Und noch ein Bild will ich Euch nicht vorenthalten! Zur Überprüfung der Entwicklung haben wir ja die Welpen von Geburt an täglich, später alle zwei oder drei Tage gewogen. Ihr erinnert euch sicherlich an den kleinen Jivin! Schaut mal, was mittlerweile aus dem zarten, kleinen Hundesaugwelpen geworden ist! 

Ich glaube es war der 15. Januar... dieser kleine, zarte Welpe wiegt hier 340 Gramm...

... nur acht Wochen liegen zwischen diesem und dem vorigen Bild! Was für ein fröhlicher Prachtkerl der Kleine geworden ist! Seine fünf Kilogramm passen nur mit viel Ballance auf die kleine Waage, die die Selbe ist wie auf dem ersten Bild! 

Klein-Jivin, Du  wirst sicherlich ein kräftiger Rüde werden! Seine Schwestern sind jetzt schon deutlich leichter!

Dieses Bild wird das letzte sein, auf dem wir das Babygesicht der Welpen sehen.... denn zur morgendlichen Wurfabnahme wird die Schnauze mit der Augenregion, die Füße und der Popo ein wenig ausgeschoren, wie schon an anderer Stelle berichtet. Morgen gibt es Bilder von den neuen Gesichtern! An die Arbeit! 

 

10.03.2022

Heute, wenige Tage vor der Abholung, haben wir eine Absage für eine kleine weiße Hündin erhalten! Wenn Sie interessiert sind, bitten wir um eine Nachricht.

08.03.2022

Wieder ein Meilenstein im Leben der kleinen Pudelkinder! Alle Welpen wurden heute tierärztlich untersucht, und der Tierarzt war sehr zufrieden! Die Welpen haben ihre erste Impfung gegen die wichtigsten Infektionskrankheiten bekommen. Auch den Mikrochip, also den eingepflanzten "Personalausweis" hat der Tierarzt eingesetzt. Der heute ausgestellte internationale Impfausweis ermöglicht (nach der in vier Wochen fälligen Tollwutimpfung) die Reise des Hundes ins Ausland. Welche Formalitäten für die einzelnen EU-Urlaubsländer erforderlich sind erfahrt Ihr im Internet bzw. bei Eurem Tierarzt. 

 

Nun warten wir noch auf die Wurfabnahme von unserem Zuchtverband, die am Freitag stattfinden soll.

 

Mit der heute erfolgten Impfung steht dem Auszug der ersten Pudelkinder am Wochenende nichts mehr im Wege. Wir werden beginnen, alle erforderlichen Papiere zusammenzustellen und wie schon gesagt kürzen wir das Fell um die Augen, am Popo und an den Füßen, so daß hier die neuen Besitzer zunächst Ruhe haben.   

 

07.03.2022

 

Ein ganz kurzes Update! Alle Welpen sind fit, keiner hat Fieber oder sonstige Krankheitsanzeichen. Wir haben heute beim Gesundheitscheck Fieber gemessen und die Hundchen noch einmal gewogen. Die schwersten Jungs nähern sich bedenklich der Fünf-Kilogramm-Marke auf der Waage! Mich wundert selbst immer, wie schnell die Kleinen doch plötzlich hochschießen! 

 

Außerdem haben alle Hunde die vor der Imfung sinnvolle letzte Wurmkur vor der Abgabe erhalten.

In den nächsten Tagen werden wir das Fell um die Augen, den Popo und an den Füßchen ein bisschen kürzen, damit die neuen Besitzer hier bis etwa zum fünften Monat Ruhe haben. Das wird wieder eine aufregende Woche! Und eine kleine Überraschung hatte ich heute auch, aber davon später mehr!

 

Auf jeden Fall steht der Impfung morgen abend nichts im Wege, unser Tierarzt kommt zum Glück zu uns nach Haus, so daß wir alles recht Streßfrei organisieren können. 

 

   

 

  

06.03.2022

Auch an diesem Wochenende hatten wir wieder einigen Besuch für die Wollknäuel! Ich glaube wir alle hatten viel Freude an den Hundekindern, die sich jetzt wirklich ganz toll herausgemacht haben. Es gibt ja an diesen Tagen wirklich viel zu tun, so daß ich mich heute kurz fassen möchte und - das Wichtigste! -  Euch Bilder von unserem ersten Ausflug mit Mama Malin in die sanften Hunsrückhügel zeigen kann! Autofahren (Trainingseinheit 4.) klappt mittlerweile ganz gut. Ich habe das Gefühl der ganze Wurf wird immer entspannter, hockt meistens auf einem Haufen im Laderaum neben Mutter Malin, die Ruhe ausstrahlt, denn sie ist ja ein ganz erfahrener Auto-Pilot! 

 

...zuerst suchen einige etwas unsicher noch Schutz bei Uwe, aber bald überwiegt die Neugier! 

...Mama Malin hat großen Spaß an diesen Ausflügen, und als sie mit der klassischen "Vornrunter - Hintenhoch-Position" die Welpen zum Spiel auffordert, entspannt sich ihre zahlreiche Kinderschar und macht ausgelassen mit! 

... noch eine schöne Spielszene...

Hallo, liebe Frau K.-R., der schwarze Welpe in der Mitte ist Ihre kleine Jara! Der andere schwarze Minipudel ist natürlich ihr Bruder Jarvid, der sein Leben bei und mit Kristina verbringen wird...  Den Rest kann ich schwer hier benennen.... ich weiß nur, daß der starke Jannis nach München zieht, Josha nach Vohburg-Großmehring, Joy wird Assistenzhund und reist zukünftig mit Sarah, das sanfte Julchen bekommt einen tollen Platz in Karlsruhe, Julie wird an der Mosel ihr Zuhause finden, wo sich drei Kinder und die ganze Familie auf sie freuen.

Auch mein kleiner Freund Jivin, dem ich bei der Geburt einige Hilfestellungen geben musste, reist nach Bayern, ebenso wie seine kleine Schwester Jade, die an den Chiemsee umziehen wird. Den Vogel abgeschossen hat die wunderbare Hündin Jale, die eine Schweizerin werden wird! Eine lange Fahrt liegt vor ihr, aber wir wissen jetzt schon, daß sie ein Haus voller Liebe erwartet! Und auch auf den kleine Jove wartet in der Nähe von Frankfurt ein liebevolles Zuhause! Wir sind sicher, daß alle Welpen das Leben ihrer neuen Familien kräftig umkrempeln werden!

 

...Jaaah! Mein erstes Mauseloch! Fast wäre ich hineingefallen! 

... und jetzt gehts auf Abenteuer mit Mutti in die Nachbarwiese! Man könnte die Szene übersetzen: "Wir wollten wie die Wölfe im Birkenwald jagen gehen, aber leider ohne Erfolg... das Gras war zu hoch für unsere kurzen Beine!"

- die Fortbewegung geschieht in diesem Alter mehr hüpfend als laufend, und so ein kleiner Welpe ist schnell müde! Nach zwanzig Minuten haben wir die Heimfahrt angetreten! 

 

Der Lohn für eine gute Sozialisierung: Alle Welpen sind auf einen einzigen Ruf wieder bei uns und lassen sich leicht für die Rückfahrt einsammeln! Eine hölzerne Absperrung vor der rückwärtigen Laderaumtür sichert dabei den Transport, denn es darf ja keiner ein Füßchen in die Schiebetür bekommen!   

... und während ich dies schreibe liegt der ganze eben noch so wilde Haufen müde und träumend auf den warmen Decken hinter mir, dicht aneinandergekuschelt und wieder einmal - zufrieden mit dem Entertainment! Für uns ein schöner, friedlicher Moment! 

04.03.2022

Und schon wieder sind einige Tage vergangen! Schon ist der März da und die Sonne gewinnt deutlich an Kraft! Die Welpen haben sich prächtig entwickelt und konnten die sonnigen Nachmittage draußen genießen! Alle sind noch einmal kräftig gewachsen und verbringen nach wie vor ihre Tage mit Fressen, Schlafen und Spielen. Wir bemühen uns, täglich ein paar neue Gegenstände anzubieten, um die Neugier der Hundekinder zu befriedigen. Ein großer Pappkarton mit Löchern löst helle Begeisterung aus und beschäftigt die ganze Bande für mindestens eine Stunde. Danach ist der Karton - ganz einfach platt gemacht!

Auch ein roter großer Fleischkasten ohne Inhalt war diese Woche ein Highlight! An ihm haftete sicherlich noch der Duft von dem so geliebten grünen rohen Pansen! Und es gab auch wieder knospige Zweige zum Knabbern und Herumtragen. Sogar ein versehentlich in den Auslauf gefallener Kiefernzweig, der doch eigentlich harzig schmecken müsste, wurde in kurzer Zeit komplett zerlegt. 

 

Absolut toll finden die Welpen natürlich ihre Knochenmahlzeiten. Jedes Gramm Fleisch wird sauber von den Knochen gelöst und alle sind eine lange Zeit sinnvoll beschäftigt. In diesem Alter geben wir gern einigermaßen große Knochen, von denen die Welpen nicht viel Knochensubstanz lösen können. Das sind beispielsweise Stücke vom Unterschenkel vom Rind mit ein wenig Fleisch, oder auch ein Stück Ziegenhals. Mit den schon erwähnten Hühnerhälsen ist mittlerweile kein Blumentopf mehr zu gewinnen, diese sind schnell verspeist! 

Wertvoll sind natürlich auch immer die Knorpelteile, die mit Freude und mittlerweile auch erfolgreich vom Knochen gelöst werden können.

 

Weitere Schritte in der Ausbildung der Welpen:

 

Heute sind wir mit allen Welpen zum zweitenmal Auto gefahren. Durch den ständigen Kontakt mit uns haben alle Welpen die ersten Fahrten ohne Anzeichen von Angst verarbeitet. Wir halten diese ersten Fahrten natürlich kurz. Am Wochenende wollen wir, wenn das Wetter hält, mit den Kleinen auf eine unserer Wiesen fahren und ihnen zeigen, daß die Welt ganz schön groß ist! Ich freue mich sehr darauf, und es ist jedesmal so etwas wie die "hohe Schule der Welpenprägung", wenn alle kleinen Hunde zusammen mit Mama Malin die vielen Gerüche in der Wiese untersuchen dürfen! Mit der vollendeten sechsten Lebenswoche sind alle Welpen psychisch reif genug für so ein Abenteuer, hängen aber schon so fest an uns als Bezugsperson, daß sie ganz sicher auf einen einzigen Ruf wieder versammelt werden können. Zur Sicherheit wählen wir eine abgeschiedene Wiese, die wir weit genug überblicken können, um unvorhergesehene Begegnungen mit fremden Hunden auszuschließen.

 

Was ist außerdem passiert? Am Mittwoch hatten wir fachlichen Besuch einer Hundetrainerin aus Hannover, die einen Welpen für die Ausbildung als Assistenzhund ausgewählt hat. In der engeren Wahl waren vier Welpen, und schließlich fiel die Wahl auf den kleinen, schlauen Rüden Joy, der sich sehr interessiert an allen Testobjekten gezeigt hat und - eigentlich wie alle anderen Hundekinder auch - insgesamt ein sehr zugewandtes Wesen besitzt. 

Kleiner Joy! Du wirst ein Star! Wir wünschen Dir jetzt schon ein tolles Leben mit vielen Aufgaben, die dir hoffentlich Bestätigung und Lob einbringen werden!

Nachdem wir nun diesen kleinen Welpen für seine Tätigkeit als Assistenzhund ausgewählt haben, haben wir uns auch Gedanken gemacht, wer von den anderen Welpen wohl zu welcher Familie passen könnte. 

Wir werden in den kommenden Tagen unsere Gedanken den neuen Besitzern mitteilen und hoffen auf ein Einverständnis. Wir bitten jetzt schon zu bedenken, daß alle Hundekinder vom gleichen Elternpaar abstammen und auch wir die weitere Entwicklung nicht vorhersehen sondern nur erahnen können! Sie wird zu mehr als 90 Prozent von der Erziehungsleistung der neuen Besitzer bestimmt!

 

Auch möchten wir vermeiden, daß um ein Einzelnes der Hundekinder Streit entbrennt! Wir bitten, zu akzeptieren, daß letzendlich wir es sind, die die Hundekinder vergeben. Niemand erwirbt mit seiner Anfrage nach einem Welpen ein Recht darauf, diesen aus allen Welpen auszusuchen! Denn das kann bei elf Welpen nicht funktionieren und wer möchte dann der letzte sein? Hier bleibt immer ein schlechtes Gefühl! "Habe ich es richtig gemacht?"

Für uns stellt sich diese Frage nicht. Wir können nur einen gesunden, nach allen Möglichkeiten liebevoll und engagiert aufgezogenen und sozialisierten jungen Hund abgeben der seinen Charakter in den kommenden Monaten zusammen mit seinem neuen Besitzer formen und entwickeln wird.  Und ich glaube mit ein wenig Stolz sagen zu können: Wir machen unsere Sache gut!

Und auch die neuen Besitzer kann ich beruhigen: Ihr habt es richtig gemacht! Denn Ihr habt Euch für eine der wunderbarsten Rassen entschieden, die es gibt! Einen Königspudel! Kaum ein Hund wird sich enger an Euch anschließen und mit seiner intelligenten, sanften Art Euer Leben reich machen!

  

Ich muß dieses Thema unbedingt deutlich ansprechen, denn wir hatten in Zusammenhang mit der Vergabe der Welpen in der Vergangenheit schon wirklich wenig schöne Erlebnisse... 

 

Ein paar Bilder dürfen natürlich auch heute nicht fehlen:

... eifrige Begrüßung vor der zweiten Fütterung! Jeder will möglichst nah an den geliebten Menschen herankommen! Im Vordergrund der ganz kräftig gewachsene Rüde Jarvid; wir erkennen im schwarzen Fell über dem Schwanzansatz seinen kleinen weißen Farbtupfer!

(Ein betonierter Auslauf ist hygienisch und kann leicht täglich mit dem Dampfstrahler gereinigt werden.)

...Lecker! Ziegenhals ist nach wie vor spannend und macht herrlich müde! 

...wie groß wir doch geworden sind! Nach der Mahlzeit und dem allfälligen Geschäftchen, daß alle Hunde mehrmals am Tag jetzt schon im Freien verrichten, wird ausgiebig in der Frühlingssonne geschlafen! (Ein Plus für das spätere Training zur Stubenreinheit.) 

... einige spielen noch ein wenig mit den "Ottos", den geknoteten frisch gewaschenen Handtüchern,  bevor auch sie sich dem Verdauungsschläfchen hingeben:

Mittagspause!

...jetzt noch schnell drei Bilder vom Autotraining! Erste Fahrstunde! 

... eigentlich hat Keiner so richtig Furcht vor dem Brummen des Motors gezeigt! Ist der Mensch entspannt, ist es der Hund meistens auch! Ein paar wohlwollende Streicheleinheiten dürfen natürlich nicht fehlen! Wir versuchen - je nach Zeit und Wetter - in den nächsten Tagen täglich mit den Welpen hinaus zu fahren. Das bringt einen enormen Vorteil für das Immunsystem und auch für das  Nervenkostüm der kleinen Hundeseelen im neuen Zuhause! Wir möchten alle Hundekinder mit einem gewissen Maß an Erfahrung mit ihrer Umwelt ins neue Zuhause abgeben!

"... und nun?" scheint dieser Kleine zu fragen... "Mittagspause fortsetzten!" haben wir geantwortet! Blanke Augen schauen uns noch eine Weile an... was geht wohl in seinem lieben Köpfchen vor?

Der kleine Mann scheint auf jeden Fall ganz zufrieden mit dem Entertainment heute zu sein! 

27.02.2022

Endlich Sonne über dem Hunsrück! Nach frostigen Nächten konnten wir bei schönem Wetter draußen einige Stunden mit den Welpen genießen! Uns und natürlich besonders den Hunden tut die Wintersonne gut, kurbelt sie doch den Vitamin-D Haushalt gehörig an. Die kleinen Hunde genießen ihre Freiheit und toben übermütig zwischen ihren großen Tanten und dem Akko herum! Auch die Fütterung haben wir heute ins Freie verlegt, es dauert ja nur wenige Minuten, bis so eine Mahlzeit aufgefressen ist. Wir erinnern hier an eine wichtige Grundregel: Bei der Fütterung der Welpen ist es ganz wichtig, den Hund niemals übermäßig zu füttern. Auch die Welpen haben keine angeborene Bremse. Sie fressen, bis wirklich nichts mehr Platz hat. Für die Entwicklung des jungen Organismus ist so ein "Abfüllen" niemals günstig! Für die neuen Besitzer ist es oft nicht einfach, die Futtermenge festzulegen. Man möchte ja nichts falschmachen! Zu Eurer Beruhigung: In Deutschland verhungert kaum ein Hund! Zu viel Futter ist allerdings in vielen Haushalten an der Tagesordnung! Wir halten es so: 

Geht der Welpe vom noch vollen Napf (bei ansonsten fröhlichem Wesen, blanken Augen, guter Verdauung), dann war die Mahlzeit zu groß! Reduzieren Sie sofort die nächste Mahlzeit um dreißig Prozent! 

Eine zweite Regel könnte lauten: Nach der Mahlzeit geht der Welpe niemals unmittelbar auf sein Lager und schläft! Im Allgemeinen folgt auf das Ende der Mahlzeit eine Phase erhöhter Aktivität, der Welpe spielt, und macht auch meistens unmittelbar nach der Mahlzeit sein Geschäft. Auch hier haben wir ein Maß, ob wir zu viel gefüttert haben.

 

Daß der Welpe unmittelbar nach der Mahlzeit hinaus muß, ist ja eine alte Regel. Bitte achtet dabei beim Hochnehmen darauf, niemals auf den gefüllten Bauch zu drücken! Den Welpen nimmt man mit einer Hand unter dem Brustkorb und der anderen Hand unter einer der beiden Hinterschenkel. Oft sehe ich bei frischgebackenen Welpenbesitzern, die selber Kinder haben, daß der Welpe - wohl instinktiv - im Arm nahezu auf dem Rücken zu liegen kommt. Das ist keine gute Haltung! Der Rücken zeigt, wenn wir den Welpen tragen, immer nach oben! Beim Aufnehmen eines jungen Hundes fassen wir auch niemals mit beiden Händen hinter den Vorderbeinen, wie wir es bei Kindern tun würden. Denn dann hängt der Rücken und die Wirbelsäule. Das ist gar nicht gesund für einen noch so weichen, kleinen Körper. Und noch eins: Kinder tragen den kleinen Hund niemals auch nur einen Meter! Wenn er aus einem Meter Höhe hinunterfällt, ist das leicht sein Tod! Wenn wir Besuch von fremden Kindern bekommen heißt eine "goldene Grundregel": Alle vier Füße bleiben am Boden!  

Eine der wirklich größten Gefahren für einen jungen Hund sind unsere Füße! Die Welpen weichen nicht aus, denn Hundemütter haben nicht so große, und breite Latschen an den Beinen wie die Menschen! Auch wiegen sie nur ein viertel von dem Gewicht, daß ein Mensch so ungefähr auf die Waage bringt. Überhaupt sind Welpen unbedarft und stolpern - vorausgesetzt wir adoptieren sie im besten Alter von acht Wochen - in ihrer kleinen Welt mehr oder weniger geschickt herum. Unglaublich leicht können wir beim Rückwärtsgehen so ein kleines Hundekind böse treten und verletzen, denn es läuft uns ja zunächst auf Schritt und Tritt nach! In den ersten Tagen haben die Welpen große Angst, sie könnten uns verlieren, genau wie sie ihre Geschwister, ihre Mutter und den großen, sanften lieben Menschen, der sie ins Leben begleitet hat, verloren haben! Also um Himmels willen: Acht geben! 

 

Zwei kurze Geschichten dazu: In der Nachbarschaft hatte eine Schäferhündin Mischlingswelpen. Viele, viele! Sie wurden verschenkt. Ich hatte einmal mehr das Gefühl: Was wenig kostet ist wenig wert! Der Besitzer einer Gärtnerei nahm zwei Welpen als Wachhunde, "ja, ja, wir hatten früher immer Hunde".... Mit eineinhalb Jahren kamen beide ins Tierheim, ohne Erziehung und dann auch noch zu zweit im Hause kaum zu ertragen. Falsche Rasse? Einen Rottweilermischling erzieht man nicht im Doppelpack! Und auch nicht "mal so eben nebenbei."

Dies Geschichte machte mich sehr traurig. Schlimmer erging es dem Brüderchen der beiden: Nach zwei Tagen nahm der zehnjährige neue Besitzer dieses kleine acht Wochen alte Hundekind mit zu den Pferden der Nachbarin... ein Tritt, der kleine Hund war nicht mehr am Leben! Welpen kennen wenig Angst und man muß wirklich auf Schritt und Tritt in der ersten Zeit auf so ein Hundekind aufpassen! In den ersten Wochen gehört der kleine Hund immer  an die Leine! Außer vielleicht auf einem stillen Feldweg, auf dem wir hundert Meter weit sehen, ob ein anderer Hund uns begegnet... 

Schnell noch ein paar schöne Bilder: 

... an der Küchentür wird Mama Malin freudig von ihren Kindern begrüßt!

...der kleine Joy ist fest am Arbeiten... frische Zweige der Hainbuche (oder Rotbuche oder Birke) eignen sich prima zum Knabbern und sind weich und ungefährlich. Werden Knospen dabei aufgenommen, ist das eine willkommene Vitaminergänzung!  

... ganz gerne spielen die Hundekindern mit den "Ottos". Ein Otto ist bei uns ein Stückchen Handtuch, daß zum Knoten geschlungen wurde. Es läßt sich prima herumtragen, man kann auch zu zweit daran zerren, und - ganz wichtig: Es wird jeden Tag gewaschen und ist immer frisch und sauber. Wir haben schon oft Welpen gesehen, deren Stoffspielzeuge im engen Auslauf völlig uringetränkt war! Wie soll da ein kleiner Hund stubenrein werden? Eine der großen Herausforderungen der Pudelzucht ist die Sauberkeit. Und es ist eben nicht damit getan, die Welpen vor der Abgabe zu baden, nachdem sie sich wochenlang in ihrem eigenen Unrat gewälzt haben! Wir geben den Welpen ab der sechsten Woche eine Strohbox, in die sie sich für die Tagesstunden zurückziehen können. Denn niemand kann zehn oder zwölf Großpudelwelpen auf Badetüchern oder Bettlaken in der siebten und achten Lebenswoche wirklich sauberhalten! Und eine Großmutter, die jeden Tag zwölf Stunden neben dem Welpenauslauf sitzt, haben wir leider auch nicht!  Gerstenstroh ist weich und nimmt alle Ausscheidungen gut auf. Die Hunde duften nach dem frischen Stroh und entwickeln ein natürliches Empfinden für Sauberkeit. In der Regel sind unsere Welpen recht schnell stubenrein, wenn der neue Besitzer ein bisschen "auf Zack" ist! 

...fast schon wie ein großer Hund läßt sich Klein- Josha die Analkontrolle durch die Hündin Belle gefallen! Viele soziale Verhalten werden jetzt im Rudel eingeübt. Das ist enorm wichtig für das spätere harmonische Zusammentreffen mit fremden Hunden! 

... da geht die Post ab! Klein-Jarvid verfolgt Joy, der mit dem blauen Otto durch den Auslauf saust! Man kann übrigens auch ein ganz kleines Stückchen gekochtes Hühnerfleisch in so einen Otto hineinknoten. Dann kann der Welpe sich im Öffnen des Knotens üben! Vielleicht könnt ihr in der Zwischenzeit schnell Wäsche aufhängen? Oder Duschen? 

24.02.2022

Voller Ungeduld warten gewiß viele von Euch auf Neues aus dem Pudelkindergarten! Wir hatten viel zu tun in den letzten drei Tagen - nicht nur die Welpen brauchen Zeit, sondern auch unsere übrigen Aufgaben fordern uns natürlich und für unser letztes Hundekind hatten wir intensive Gespräche mit den neuen zukünftigen Besitzern. 

 

Außerdem hatten wir eine sehr wechselhafte Wetterlage, daß hieß: Kopfschmerzen für den Hundepapa! Ja, es sind nicht alle Tage gleich schön! Bitte habt Verständnis, wenn wir manches Telefongespräch kurz halten müssen, denn es sind ja doch elf Welpen und damit sind es auch elf Familien, die Neues wissen möchten! Aus diesem Grund schreiben wir ja dieses Welpentagebuch, in dem wir in ruhigen Minuten das Wesentliche von der Entwicklung der Hundekinder darstellen wollen! Und in erster Linie fordert uns der Welpenkindergarten mit ganz einfachen Dingen: Putzen, putzen, putzen, Futter schneiden, Gemüsebrei pürieren, Schüsselchen waschen, Kontrolle der Augen, des Popos, Wiegen, Farbmarkierungen erneuern, und und und...!

 

An dieser Stelle bitte ich auch die vielen Interessierten, die von diesem Wurf keinen Welpen adoptieren werden, um Zurückhaltung. Denn in erster Linie ist unsere Zeit jetzt bis zur Abgabe der Welpen für die neuen Hundebesitzer

u n s e r e r Welpen reserviert und natürlich - für die Welpen selbst! 

Jetzt zu unseren Hundekindern: 

Allen Hundekindern geht es prima, plötzlich können die kleinen dicken Bärchen rennen, toben und hopsen und sind voller Neugier was für eine Welt wohl jenseits der Küchentür auf sie wartet! Die große Stufe haben sie recht schnell mehr oder weniger auf dem Bauch rutschend überwunden und plötzlich weht ihnen der Februarwind um die Nase!   

Wir hatten Glück mit dem Wetter, alle Hundekinder haben sich den Auslauf in den Hof erobert! Zusammen mit Mama Malin und Tante Daisy und natürlich mit mir haben wir schon mehrmals eine spannende Stunde im Hof verbracht! Alles ist neu dort, aber die Welpen sind mutige kleine Kerlchen geworden und haben ihre neue Welt mit Eifer entdeckt! Sie sind jetzt sechs Wochen alt und auch das Immunsystem darf jetzt ruhig weiter gefordert und trainiert werden! Unser Welpenauslauf ist betoniert und damit gut zu reinigen. Vor dem ersten Ausgang der Kleinen haben wir ihn noch einmal gründlich geschrubbt, damit es nicht gleich eine Magenverstimmung bei den Welpen gibt! Denn auch Hundekinder nehmen alles ins Maul, sei es der geflochtene Korb, in dem noch unser Terassenweihnachtsbaum steht, oder der modrige alte, schön bemooste Baumstumpf, den wir wohl den Welpen opfern müssen! Denn nun ist wichtig, daß die kleinen Hunde auch mit Dingen in Berührung kommen, die man nicht essen kann! Diese Erfahrung müssen sie selber machen, da hilft Mutter Malin nicht viel. Sie hat vielmehr ein waches Auge auf ihre Kinder und zeigt gleich, wenn fremde Passanten sich unserem Grundstück nähern. Interessant: Malin ist alle unsere Großmaschinen ja gewohnt, so daß sie kaum reagiert, wenn der Traktor neben dem Welpenauslauf wendet und einen Mordskrach macht. Auch die Welpen nehmen dann kaum Notiz! So funktioniert Prägung! Mit der Mutterhündin sind vermeintlich ängstigende Erlebnisse auf einmal gar nicht mehr so arg! 

 

Gleichermaßen wichtig ist in dieser Phase der erweiterten Sozialisierung auch das sich ändernde Verhältnis zu unseren erwachsenen Hunden: 

Der vorsichtig interessierte Hütehund Akko, der für uns quasi als "Vaterfigur" fungiert und so sanft durch die Neugeborenen getapst ist,  beginnt nun, die Hundekinder in ihre Schranken zu weisen, wenn sie sich zu viel herausnehmen! Denn sie haben Alle jetzt ihr spitzes Milchgebiß und zupfen an Allem herum! Auch an der mächtigen Mähne von Akko! Mit tiefem harten Grollen verbittet er sich diese Frechheiten und weist schon einmal eins der Hundekinder mit einem kurzen Überschnauzengriff zurecht! Wunderbar, denn diese Lektion merkt sich das kurz erschüttert weinende Hundekind sofort und nachhaltig. Natürlich müssen auch wir den mütterlichen (und väterlichen) Überschnauzengriff nachmachen, wenn uns die spitzen Milchzähne in die Knöchel beißen! Woher sollen die Kleinen auch wissen, was man darf und was nicht? Vergessen wir bitte nie: Wir sind keine Hunde und erst Recht keine Wölfe, von denen auch der Pudel mehr hat, als wir oft vermuten! Die Pudel lernen zwar von Anfang an, mit dem Menschen zu kommunizieren, sind aber letztendlich: keine Menschen!

 

Eine große Kunst und immer wieder eine Herausforderung in der Aufzucht eines so temperamentvollen  Hundekindes ist es, Fehlverhalten mit genügend Nachdruck zu tadeln, ohne jedoch ein völlig verängstigtes kleines Wesen heranzubilden!

Auch wenn der Kleine Mann noch so viel - in unseren Augen - Mist baut, auch wenn es zum zwanzigsten Mal das verkehrte Objekt ist, in das er seine Zähne versenkt: Viele Male am Tag müssen wir ihm, wenn er auf uns zukommt, voller Liebe begegnen und die gemachten negativen Erlebnisse immer wieder ins Gute wenden! Auch wenn wir uns drei Wochen nach dem Einzug des Hundekindes in unser Haus fragen, wer zum Teufel die Idee mit dem Hund hatte! 

Das Loben geht mit sanfter Stimme und dem Streicheln unter dem Unterkiefer - niemals auf dem Kopf! In der alten Hundeliteratur fand ich ein schönes Bild:  Morgens werden alle Welpen zuerst einmal "abgeliebelt". Wunderschön, oder? Das heißt, der Tag beginnt mit vielen warmen Worten und fast noch mehr Streicheleinheiten für jeden der kleinen und großen Hunde an Kopf und Halsseiten!

Und bitte bedenkt immer: Der Grundstein für einen fröhlichen, selbstbewußten Hund wird beim Züchter gelegt, den Rest müßt Ihr schon selbst in Angriff nehmen! Auch die Stubenreinheit und die Leinenführigkeit können wir natürlich nur in ersten Schritten angehen.

 

Auch unsere erwachsenen Hunde fordern Ihre Streicheleinheiten allmorgendlich ein. Dabei hat jeder von Ihnen seine Zeit und seinen Ort! Daisy heizt zum Beispiel mit mir jeden Morgen den Ofen an; sie nutzt die Zeit, in der ich auf das Übergreifen der kleinen Flammen ins trockene Fichtenholz warte, und schmiegt sich freudig an mich. Jeden Wintermorgen ein schöner Tagesanfang! 

Jetzt aber ein paar Bilder! 

... Pause bei den Welpen! Bei Ihrem ersten Ausflug müssen wir ein waches Auge auf die Kleinen haben! 

Daß unser gußeisernes Schwein nicht lebendig ist, haben Alle schnell verstanden! 

... der gesamte Auslauf wird neugierig erkundet...

... danach schnell wieder ins Warme... und den zweiten Hundepapa komplett Niederkuscheln! Natürlich ist schon jetzt die Hund-Mensch-Beziehung außerordentlich eng. Für die Welpen sind wir absolut wichtige Lebewesen, die - genau wie Mama Malin - leckeres Futter bringen und ganz viel Liebe verteilen! 

 

Mutter Malin, die wie alle Pudel noch recht viel Wildgene trägt, müssen wir nach der abendlichen Fütterung für eine Stunde mit Akko in den Hausflur sperren. Anderenfalls füttert sie die Welpen noch einmal! Und das wäre dann allein von der Menge her viel zu viel!  

 

19.02.2022

 

Ein kurzes Update aus dem Pudelkindergarten! 

Allen Welpen geht es prima, sie haben sich wirklich zu schönen kleinen Hunden entwickelt! Wenn sie spielen herrscht schon jetzt ein ganz schöner Radau! Langsam beginnen die ersten kleinen Balgereien und wir haben den Eindruck, als hätten alle daran viel Vergnügen! 

Die Gewichtsentwicklung ist durchwegs positiv, alle haben weiter gut an Gewicht zugelegt und das frische Fleisch wird - nicht ungewöhnlich - äußerst gut vertragen. 

Nach einigen Tagen Lamm und Huhn verfüttern wir jetzt Rindfleisch als Hauptkomponente. Wir sind wirklich froh, den kleinen Damen und Herrn ein gutes, frisches Futter anbieten zu können! Wir wissen genau, welche Komponenten wir verwenden und müssen uns nicht auf blumige Versprechen der Futtermittelindustrie verlassen! 

Allerdings hatten wir auch mit unserer Art zu Füttern noch nie Probleme bei der Welpenaufzucht. 

 

Ein besonderes Ereignis der letzten Tage war der Beginn der Knochenfütterung. Fütterung? Nein, Fütterung kann man es nicht wirklich nennen, denn die Welpen haben kaum etwas von den Hühner- und Entenhälsen aufgenommen! Aber alle waren hell aufgeregt und schwer begeistert von diesen recht großen Futterbrocken, die man nicht so einfach herunterschlucken kann! Wie schön und sinnvoll: 

Die Welpen haben etwa eineinhalb Stunden auf den kleinen, völlig ungefährlichen Knöchelchen herumgekaut und die winzigen Fleischstückchen energisch von den Knochen abgerissen! Dies Erfahrung ist wichtig für die Welpen, denn sie lernen so, daß man nicht jeden Fleischbrocken einfach abschlucken kann! 

 

 

... ein schönes Portrait des kleinen Rüden Jarvid, der fasziniert seinen Brüdern bei der Arbeit an den Hühnerhälsen zuschaut! 

... Klein-Josha ist voll konzentriert auf diese völlig neue Art der Nahrungsaufnahme!

Der erwachsene Pudel braucht 100g fleischige Knochen pro Tag, die Welpen zunächst weniger aber bald schon die gleiche Menge. 

...auch der kleine Jove ist ganz erfolgreich und will seine Schwester Jade dieses tolle Teil nicht gönnen! 

16.02.2022

 

Und wieder ein spannender Tag im Leben der kleinen Hundekinder! Die Welpen werden immer mobiler! Die Bewegungen werden koordinierter, die Welpen können jetzt laufen, ein wenig springen und die Spielaktivität steigt von Tag zu Tag! 

Alle haben die Wurmkur von gestern gut vertragen, und es gab zum Glück keinen Erfolg, d.h. der Wurf ist wurmfrei. Wir gehen auf Nummer Sicher und werden noch einmal vor der Impfung mit acht Wochen den gesamten Wurf entwurmen. 

 

Das morgendliche Konzert der Welpen wird nun langsam eine richtige Musik! Alle haben spätestens um sechs Uhr in der Frühe einen Mordhunger und warten auf den Milchbrei. 

Wir haben alle Hände voll zu tun, denn Brei gibts erst, nachdem die vielen kleinen Häufchen aufgeputzt sind und das Wurflager wieder sauber glänzt! Da sind jeden Morgen viele kleine Pfötchen sauberzuwischen, denn die Welpen springen jetzt schon recht temperamentvoll in Erwartung von Nahrung und Aufmerksamkeit durch ihre kleine Welt. Zweimal täglich müssen nun auch die Spielsachen gewaschen werden. Die Handtücher, auf denen die Welpen herumtoben, noch viel öfter. Unsere Waschmaschine hat einen Orden verdient! 

 

Die Neugier der kleinen Hunde steigt von Tag zu Tag, und heute morgen kamen mir der kleine Joy und sein Bruder Jove schon entgegen, als ich das Fleisch aus dem Keller geholt hatte! Mutige kleine Kerlchen! Alle Welpen sind kognitiv gut entwickelt, allein die kleine Hündin Julchen ist nicht ganz so schnell bei der Nahrungsaufnahme wie ihre Geschwister. Sie bekommt dann nach dem Frühstück noch eine kleine Extraportion. So sind wir auch mit Julchens Gewichtszunahme sehr zufrieden! Sie ist eher ein ruhiges Temperament, wie auch ihre Schwestern Jade und Julie, und sicherlich ist diese Eigenschaft für ihre Eignung als braver Haushund von Vorteil!   

 

...alles drängt uns frisch gewaschen entgegen, wenn es heißt: "Frühstück!"

... und dann gibt es kein Halten mehr! Einer nach dem anderen klettert über den Eingang zum ersten Auslauf und kommt uns freudig entgegen! Wir haben ein warmes Gefühl für die Kleinen Fellknäuelchen und denken: "Ja! Dafür lohnt sich der unglaubliche Aufwand und alle Mühe, die die Aufzucht eines so kopfstarken Wurfes machen!"

... wenige Sekunden später sitzt Klein-Jove ganz selbstsicher vor dem Sofa im Wohnzimmer! Du kleiner goldiger Pudeljunge! 

Zum Glück sind alle Böden alt und vertragen viel! Manchmal ist es direkt toll, ein altes Haus zu haben! Wir werden oft belächelt, sind aber eigentlich ganz froh, daß wir auf Prestigemöbel verzichten können. 

... und auch das ist neu:

Mutter Malin stillt ihre Bande seit gestern nur noch im Stehen. Das gibt den großen Welpen die Möglichkeit, von beiden Seiten mit viel Platz an die Milchdrüsen zu gelangen. Und Malin kann sich auch schnell entziehen, wenn es ihr zu bunt wird, oder der eine oder andere seine spitzen Milchzähne nicht im Zaum hält! Auch Welpen haben ein Milchgebiß, mit dem sie kräftig zubeißen können. Alle Hundebesitzer sind recht froh, wenn mit fünf Monaten nach dem Zahnwechsel die bleibenden Zähne durchkommen. Sie sind viel weniger spitz als die Welpenzähne, die - auch ungewollt - zu so mancher Schramme in Händen und Unterarmen der Besitzer führen.

15.02.2022

So - wir Alle haben uns etwas beruhigt nach dem aufregenden Wochenende. Glücklicherweise sind alle Welpen wohlauf und zeigen keine Anzeichen einer Infektion. Denn ein bisschen Angst haben wir schon, wenn so viele fremde Menschen zu uns kommen. Vor der Impfung haben die Welpen zwischen der fünften und achten Lebenswoche eine sogenannte Immunitätslücke, denn die Antikörper der Muttermilch reichen nun nicht mehr für das noch junge Immunsystem aus. Malin beginnt zudem abzustillen, sie gibt den Welpen nur noch kurz Milch, denn das Gebiß ist bei allen Hundekindern da!

Allerdings sind unsere Hunde nicht anfällig, da auch die Mutterhündin, die Tanten und der Hütehund Akko täglich in Hof und Feld mit einer Vielzahl von Keimen in Berührung kommen. Sicherlich halten wir den Welpenauslauf peinlich sauber. Nur saubere Welpenpfoten mit gekürzten Krallen verhindern eine Gesäugeentzündung bei der Mutterhündin! 

 

Heute war Pflegemorgen: Wir haben zum zweiten Mal die Krallen der Vorderpfoten gekürzt (110 Stück insgesamt!) und jeden kleinen Fellteufel wieder mit seiner persönlichen Farbmarke versehen.

Auch die Augen und vor allem der Popo mussten kontrolliert werden: Das muß auch passieren, wenn die Hundekinder uns verlassen haben! Denn wenn im lockigen Fell sich ein etwas weicherer Stuhlgang festklebt, dann wird es für den Welpen lebensefährlich! Es kann ganz leicht ein Darmverschluß entstehen, der zum Absterben des Darms mit Todesfolge führen kann, wenn man diesen Umstand nicht rechtzeitig bemerkt. Also: die Haare um den Popo immer schön kurz halten!

 

Das Wiegen war ein voller Erfolg: Die Fleischfütterung hat einen "Boostereffekt" und alle Hundekinder starten mit dem Gewicht jetzt voll durch! Die ersten passen kaum noch auf die kleine Waage! Wir wollen in den nächsten Tagen ein Bild machen, damit Ihr alle sehen könnt, wie stark alle Welpen gewachsen sind.

Zu Futtern gab es heute immer noch Lammfleisch mit Gemüse, aber morgen gehen wir zum Geflügel über. 

Wie schon berichtet halten wir nichts von mehrern Sorten Fleisch in einer Mahlzeit. Auch der Hundeorganismus lernt eine Art von Toleranz einer speziellen Eiweiß-(=Protein)quelle gegenüber. Wir füttern stets einige Tage die gleiche Proteinquelle und haben damit allerbeste Erfolge gehabt. 

Wie schon gesagt ist die Gemüseportion ganz leicht herzustellen: Möhre, Kohlrabi, Pastinaken, Knollenfenchel oder was gerade da ist klein schneiden, mit der gleichen Menge Wasser auffüllen und mit dem elektrischen Pürierstab pürieren. Eine kleine gekochte Salzkartoffel ruhig mitpürieren. Stets ein Stück reifes Obst für die Vitamin C Versorgung dazu und auch ein kleines Quentchen Öl aus dem Sortiment. Probiert doch schon mal, es gibt auf jeden Fall einen "menschentauglichen" Smoothie, der sich drei Tage problemlos im Kühlschrank hält, ballaststoffreich ist und Euch auch guttut!  Ab und zu ein Eidotter roh mitpürieren, das lieben alle Hunde und Ei ist ein wirklich wunderbarer Vitaminlieferant! 

 

Sehr lustig ist es mit dem Gemüsebrei: Gestern morgen war mir der Apfel zu unreif und sauer, ich habe ihn durch Banane nahezu ersetzt und --- der Gemüsebrei hatte eine ungeahnte Qualität! Fast hätte ich die Portion für die Abendmahlzeit selber zur Gänze aufgegessen. Im Ernst: Wer seine Hund mit frischem Futter versorgt, hat immer Gemüse im Haus und - das beeinflußt auch den Gemüsekonsum der Familie meistens positiv! 

 

Dann habe ich mir noch Gedanken zur Kommunikation mit dem Hund gemacht... Was spricht man mit dem Hund? Meine Antwort: Alles! Ein Hund ist ein ganz toller Zuhörer und merkt Dissonanzen ganz schnell und auch gute Laune überträgt sich unglaublich auf die Pudelhunde. Erzählt ihm ruhig jeden Quatsch! 

 

Heute morgen habe ich allen Welpen von einem kleinen weißen Wurm erzählt, der gern ein neues Zuhause hätte! Alle haben mir während der Kuscheleinheit aufmerksam zugehört! Ich habe ihnen erklärt, daß wir leider, um diesem eventuell vorhandenen kleinen Würmchen ein neues Zuhause zu geben - heute eine Wurmkur machen müssen! Hört sich an wie hausgemachter Blödsinn, aber allen Beteiligten hat es Spaß gemacht! Ich hatte den Eindruck, die elf kleinen Hundekinder haben sich in der Situation so richtig wohlgefühlt! Und  Einer nach dem Anderen sind auf, neben und unter mir mit vollem Bauch eingeschlafen! 

Zwei Stunden später haben sie diese doofe rosa Wurmpaste dann mit viel weniger Begeisterung heruntergeschluckt, seht selbst: 

 

in meiner norddeutschen  Heimat heißt es: Wat mutt dat mutt.... (Was sein muß, das muß sein!)...

 

Der kleine Rüde Jove ist nicht wirklich begeistert von dem Wurmpräparat!) Allerdings habe ich das Gefühl, daß die Hundemedizin mittlerweile doch einigermaßen wohlschmeckende Komponenten einarbeitet, denn zumindest das Abschlucken der Wurmpaste  funktioniert mit einiger Sicherheit, ohne daß die ganze Stube rosa wird! 

Alle Welpen haben mittlerweile die kleine hölzerne Hürde zu überwinden gelernt, die das unmittelbare Wurflager von dem kleinen angeschlossenen Auslauf trennt. Dort läßt es sich auf weichen Badetüchern ausgelassen herumtoben! Für mich ein Zeichen, daß alle Welpen gesund sind. Wir achten täglich ganz genau darauf!   

14.12.2022

Vieles ist am Wochenende liegengeblieben, denn wir hatten viel viel Besuch! Deshalb nur kurz im Telegrammstil das Neueste: 

Alle Welpen wohlauf!

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Wir haben am Wochenende tolle Leute kennengelernt, die sich für eins unserer Pudelchen interessieren!

Es war ein schönes aber auch wirklich anstrengendes Wochenende für uns und Mama Malin, denn zumindest wir haben 10 mal das Gleiche erzählt! Aber wir wollen natürlich wissen, wohin unsere Welpen gehen und vor allem, ob es den neuen Besitzern auch wirklich erst ist mit dem Hundewunsch! 

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Heute morgen 6.00 Uhr: 

Alle Welpen haben mit zunächst Zögern, dann mit wachsender heller Begeisterung ihre erste Fleischmahlzeit verputzt! Ziegenkeule mit Gemüse-Obstbrei. War der Hit! 

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Schnelle drei  Bilder, dann ruft der Alltag auch uns! 

 

 

- kurz anwärmen, niemals garen! - 

... n a c h dieser aufregenden Mahlzeit scheint alles zu fiepen: mehr mehr mehr! Wo bleibt mehr! 

(ich konnte ihnen nicht erklären, daß sie bis halb zehn warten müssen! ) 

Für uns ein Moment voller Zuneigung zu den kleinen Geschöpfen! Die erste richtige, ehrliche Mahlzeit! Natürlich alles aus der Hand, nichts aus dem Teller, denn nur so weiß ich: Jeder der kleinen  Schnäuzelchen hat seinen Anteil bekommen! Und natürlich strömt mir beim Füttern elfmal Liebe entgegen! Auch ein nicht zu verachtender  Aspekt....

See you soon...  

 

07.02.2022

Hurra! Alle Hundekinder haben die erste Mahlzeit ihres Lebens bekommen! Seit zwei Tagen schon hatte die Gewichtsentwicklung der Welpen mir

leichte Sorgen gemacht. Alle hatten zwar an Gewicht zugenommen, aber es hätte mehr sein können! Heute morgen um sechs Uhr gab es dann ein wahres Konzert aus vielen kleinen hungrigen Stimmen! Malin hatte gerade gestillt, aber anscheinend war die ganze Bande unzufrieden mit der Milchmenge und forderte lautstark mehr! Wie schon berichtet ist ein zu frühes Zufüttern nicht sinnvoll und auch oft nicht gut verträglich. Wir sind ganz zufrieden, daß Malin ihre elf Welpen bisher allein mit der reichlich fließenden Muttermilch ernähren konnte.

 

Die erste Nahrung besteht bei uns schon immer aus einem gekochten Brei aus Ziegenmilch und Haferflocken. Wir haben seit Jahren die besten Erfahrungen damit gemacht, denn Ziegenmilch ist hochverdaulich, führt niemals zu Verdauungsstörungen, und bekommt den kleinen Welpen sehr gut. Ganz frisch gemolken und nicht pasteurisiert enthält sie viel mehr Leben als ein totes Produkt aus dem Tetrapack. Das ist sicherlich für ein gutes Immunsystem der Hundewelpen förderlich. 

Daß es der richtige Zeitpunkt war, haben wir sofort gesehen: Alle Hundekinder waren begeistert und haben recht schnell verstanden, daß dieser warme Brei den Hunger ganz vorzüglich stillt! Für uns immer ein großer Moment: Die Welpen haben heute das unmittelbare Säuglingsalter verlassen und werden nun "Hundekleinkinder", wenn man das so sagen darf! Natürlich sind fast alle in die Breischüssel gestolpert und haben zuerst genug zu tun gehabt, ihre Pfötchen und Gesichter von dem klebrigen, aber doch so wohlschmeckenden Brei zu befreien! Ein sanftes mehrmaliges Hinleiten durch uns hat aber Alle schnell an den Breiteller gebracht. Seht selbst! 

... erfahrungsgemäß bekommt diese erste Nahrung den Welpen sehr gut! Wir geben den Milchbrei nur wenige Tage lang zunächst dreimal täglich. In kurzer Zeit beginnen wir mit der Fleisch-und- Gemüsefütterung. Dann gibt es nur noch morgens einen guten Löffel voll Ziegenmilchbrei für jedes der Hundekinder. Alle lieben diese erste Nahrung des Tages und können es kaum erwarten, daß der Brei abkühlt! Wochenlang werden jetzt die Welpenstimmen unser Haus erfüllen! Eine schöne, intensive Zeit!  

04.02.2022

Und wieder ein Zwischenbericht von unseren Hundekindern: Eigentlich passiert gar nicht so viel. Die Welpen wachsen recht schnell heran, alle sind gesund und Mutter Malin hat viel Milch. Bisher haben wir eine schöne Aufzuchtzeit! Stetig steigt die Aktivität der kleinen Hundchen, die ja jetzt gut drei Wochen alt sind; das gemeinsame Spiel nimmt zu, und wir hören schon lustiges Bellen und auch die ersten Laute, die an ein Knurren erinnern! Alles in einer Tonlage, die dem kleinen Hundekörper angemessen ist: Baby-Bellen und Baby-Knurren in hellen Tönen!

 

Die Gewichtszunahmen der Welpen sind sehr gut, und Dank unseres eifrigen Managements kommen auch die etwas kleineren Welpen sehr gut mit. Wir sind damit beschäftigt, die Kinderstube sauber zu halten und allen Welpen eine angemessene Säugezeit zu ermöglichen. Mutter Malin hält sich schon lange nicht mehr ständig bei den Welpen auf und verbringt viel Zeit mit uns im Wohnzimmer. Ein waches Ohr hat sie immer für ihren Kindergarten, so daß sie eigentlich immer auf die Welpen acht gibt und sofort präsent ist, wenn sie gerufen wird.

 

Auch die übrigen Rudelmitglieder durften schon einmal kurz Nasenkontakt mit den Welpen aufnehmen, Malin hat entschieden, daß das jetzt nicht mehr gefährlich für ihre Babys ist! Alle haben ein großes Vergnügen an dem fröhlichen Kindergarten, und es ist wirklich ergreifend wie unser riesengroßer Hütehund Akko, der spielend 50 Milchziegen kontrolliert von der Weide nach Hause dirigiert, sich liebevoll bewegt -  mit ganz sorgsam gesetzten Schritten zwischen diesen weichen, warmen, überaus gut duftenden kleinen Wesen! Wir meinen, erkennen zu können wie er lächelt!

Wir freuen uns über das gute, liebevolle Verhalten des gesamten Rudels den Welpen gegenüber und auch über die gute Konstitution von Mutter Malin, denn trotz der drei schwierigen Tage nach der Totgeburt (wir hatten berichtet) hat Malin eigentlich nicht an Gewicht verloren. Sie hat immer noch genug Milch, um alle Babys satt zu machen.

Wir erwarten trotzdem mit Spannung den Tag, an dem wir die erste feste Nahrung anbieten werden. Wie schon gesagt, richten wir uns hier nicht nach einem Schema, sondern verlassen uns allein auf unsere Erfahrung. Ich bin sicher: Wir werden den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen! 

 

"... wow, was bin ich schon für ein toller Kerl...mein Geburtsgewicht habe ich jetzt schon fast vervierfacht!" (Der kleine cremefarbene Rüde Jivin mit der herrlich schwarzen Nase ist trotz seines nicht einfachen Starts ins Leben der zweitschwerste männliche Welpe) 

... die beiden Hündinnen Jara (links in vornehmem schwarz) und Julie (cremeweiß) sind etwas leichter, aber auch sie passen schon lange nicht mehr auf unsere Handflächen und haben ihr Geburtsgewicht mehr als verdreifacht! In diesem Alter sind die Welpen von einer unschuldigen Freundlichkeit, die uns immer wieder besonders rührt...

01.02.2021

Heute schnell ein paar neue Bilder von den Welpen! Langsam kommt Leben in die Kinderstube. Die Pudelkinder können jetzt sitzen und die Fortbewegung wird immer sicherer. Laufen kann man das wackelige Getapse noch nicht wirklich nennen, aber wir sehen, es geht in die richtige Richtung. Wir wundern uns täglich, wie schnell die Welpen doch an Gewicht zulegen! 

Gestern hatten alle einen unangenehmen Moment: Die erste Wurmkur war fällig und alle mußten den blöd schmeckenden Saft herunterbringen! Aber wir wollen natürlich kein Risiko eingehen und können deshalb keinesfalls auf diese wichtige Prozedur verzichten! 

 

...willkommen im Leben, du kleines Hundekind!

(Die Hündin Jale mit dem Hinterteil ihres schwarzen Bruders Jarvid...)

Die Welpen sind jetzt 19 Tage alt. 

... und hier träumt die kleine Hündin Julchen noch ein bisschen vor sich hin... Mutter Malin kommt oft schon mit dem Putzen nicht mehr hinterher, so daß wir mehrmals am Tag mit einem warmen Waschlappen und dem Putzeimer nachhelfen müssen! 

... die Phasen, in denen die Welpen wach sind, werden nun immer länger; sie beginnen, an ihrer Umwelt Anteil zu nehmen. Wir verbringen in dieser Phase mehrmals täglich behutsam Zeit mit ihnen. Die Welpen sollen von Anfang an liebevolle Zuwendung erfahren denn nur so wird der Grundstein für eine ganz tiefe Mensch-Hund-Verbindung gelegt.

Oft wird unterschätzt, wie wichtig diese Wochen doch sind! Kaum zu vergleichen ist die Nähe und Zuneigung, die ein liebevoll mit Sorgfalt aufgezogenener kleiner Welpe dem Menschen entgegenbringt. Ein rumänischer Straßenhund, der in einem wilden Rudel geboren wurde und halbwild aufgewachsen ist, wird niemals dieses Vertrauen und diese Nähe zum Menschen entwickeln! Uns tun natürlich diese Tiere auch unendlich leid, wir sehen aber auch doch die Vorteile, die ein Hund mit weitgehend definierten Rasseeigenschaften und einer wirklich guten genetischen Ausrüstung besitzt. Wenn er dann auch noch mit Sorgfalt, Liebe und fachlichem Wissen aufgezogen wird, steht einer harmonischen Partnerschaft mit "seinem" Menschen nichts mehr im Wege. Wir fürchten natürlich bei jedem Wurf den Moment, in dem die Hundekinder uns verlassen, und hoffen, daß sich jeder, der sich für so einen kleinen Wicht interessiert, seiner Verantwortung bewußt ist. Wir bitten jetzt schon um Verständnis, wenn wir bei dem ersten Kennenlernen der neuen Besitzer auch unangenehme Fragen stellen! Wer noch keinen Hund hatte ahnt oft nicht, wie sehr so ein neun Wochen alter Welpe das bisher vielleicht doch recht gemütliche Leben verändern wird!

28.01.2022

Endlich können wir Euch wieder aktuelle Bilder zeigen! Unsere Welpen sind jetzt 15 Tage alt und haben alle ihre Augen geöffnet! Scharf sehen können sie zunächst noch nicht, und grelles Sonnenlicht oder eben Blitzlicht beim Fotografieren darf die Augen auch noch nicht treffen. Aber plötzlich sind es doch ganz andere kleine Persönlichkeiten! Wir freuen uns an den goldigen Hundekindern, die langsam auch motorisch aktiver werden. Das kreiselnde Kriechen, mit dem ein kleiner Kerl die warme Mutterhündin in den ersten Lebenstagen recht sicher wiederfindet, ist ersten, noch wackeligen Schritten gewichen! Auch die Köpfe können schon ganz richtig angehoben werden. Überhaupt haben die Hundekinder viele Eigenschaften die uns an menschliche Babys erinnern, denn sie träumen schon jetzt ganz intensiv, winseln und bellen auch schon im Traum und haben - ganz, ganz süß - ab und zu sogar Schluckauf! 

 

... die kleine Julie war schwer ohne Blitzlicht abzulichten! Die Welpen sind viel zu zappelig und halten die notwendige lange Belichtungszeit einfach nicht still! Bitte entschuldigt die unscharfen Bilder. 

... und hier blinzelt uns der Rüde Jannis an!

Ein gemütlicher, kräftiger Welpe, mit einem schönen starken Unterkiefer. Wir sehen diese Entwicklung mit Freude, zeigt sie uns doch, daß aller Wahrscheinlichkeit nach ein kleiner Hund heranwächst, in dessen Kiefer viel Platz für ein gesundes, fehlerfreies Gebiß angelegt ist! Das ist sehr wichtig bei der Zucht der Großpudel, denn ein schmaler Fang kann in der weiteren Entwicklung zu einem Engstand der unteren Fangzähne (Reißzähne)führen. Wir müssen natürlich nicht nur ein Auge auf Temperament und Charakter der Elterntiere haben, sondern auch ganz genau auf die genetische Gesundheit und damit die absolute Freiheit von Erbkrankheiten in unserer Zucht achten. Zum Glück sind alle unsere Hündinnen mit einer hervorragenden Gesundheit gesegnet und haben alle Tests ohne Befund bestanden!

  

Jannis muß sich nicht groß anstrengen, seine kleinen Schwestern von Mamas Milchdrüsen wegzudrücken! Er macht es mit seinen 1100 Gramm mit Leichtigkeit! Oft sind die schwersten Welpen in diesem Alter ganz ruhige, gemütliche Hundekinder. Es kann sich natürlich im Verlauf ihrer weiteren Entwicklung durchaus ändern. 

 

 

... ganz schönes Gedrängel an Mamas Milchdrüsen! Hier sehen wir die kleine schwarze Hündin Jara mit ihren Geschwistern Joy, Julchen und Jade! Bei den weißen und hell cremefarbenen Welpen sind Haut, Pfotenballen und die Nase schwarz. Hier können wir bei Joy, dessen Ohr gerade umgekrempelt ist, den dunklen Gehörgang sehen. Eine gute, dunkle Pigmentierung der Haut ist vom Standard aus gesundheitlichen Gründen stets gefordert. Auch der Rachen soll bei weißen Pudeln schwarz sein! Wir werden sehen, wie sich die Hundekinder entwickeln!

 

Für Hundemutter Malin kommt jetzt die wirklich anstrengendste Woche der ganzen Aufzucht: Die Welpen brauchen in der dritten Säugewoche wirklich viel Milch und können noch nicht allein zusätzlich Nahrung aufnehmen. Ein Zufüttern der kleinen Purzelchen in dieser Phase ist immer schwierig, denn oft werden künstliche Milchersatzprodukte nicht gut vertragen und führen zu gefährlichen Verdauungsproblemen. Wir hoffen, auch diese Woche gut zu meistern, haben schon Berge von Fleisch bereit und lesen unserer "Vielfach-Mama" jeden kulinarischen Wunsch von den Augen ab! Mit dreieinhalb Wochen wird in aller Regel der Hunger der Welpen so groß sein, daß es Zeit für uns wird, mit zunächst ganz kleinen Mahlzeiten abzuhelfen! Den richtigen Zeitpunkt für das erste Zufüttern müssen wir mit viel Fingerspitzengefühl festlegen. In der Regel beginnen die Welpen mit etwa 25 Tagen zu jammern, weil die mütterliche Nahrung einfach nicht mehr ausreicht. Das Winseln wird zuerst noch von der Mama "gestillt", aber irgendwann kommt der Moment, in dem wir wissen: jetzt ist es soweit! Unmerklich rutschen die kleinen Hunde dann wieder einen Schritt weiter ins Leben hinein! 

.... und keine Angst, ihr dürft alle an der ersten Mahlzeit teilnehmen!   

25.01.2022

Und wieder sind drei Tage vergangen. Unsere Hundekinder wachsen und gedeihen und eigentlich passiert gar nicht so viel.

 

Mama Malin hat viel zu leisten in diesen Tagen und wir müssen uns beinahe mehr um die Mutterhündin kümmern als um die Welpen! Natürlich legen wir die Welpen mehrmals am Tag auf trockene Handtücher, denn bei der Vielzahl kommt Mutter Malin nicht immer mit dem Putzen der Kinder hinterher! Und wir müssen immer gut aufpassen, daß sich keins der Hundekleinkinder in einer Handtuchfalte verstrickt, denn das kann schnell gefährlich werden. Zum Glück ist die Gefahr eines versehentlichen Erdrückens durch die Hundemutter jetzt eigentlich nicht mehr groß, denn die Welpen haben ihr Geburtsgewicht mehr als verdoppelt! Auch wir können langsam wieder daran denken, die Nachtschichten aufzugeben!

Malin geht jetzt zweimal am Tag mit uns wieder eine ganz passable Gassirunde. Die Bewegung tut ihr gut, und die Welpen vertragen jetzt schon sehr gut eine Pause. Es sind richtig dicke kleine Brummerchen geworden! Hundemilch ist viel nahrhafter als z.B. Kuhmilch, so daß die Welpen außerordentlich schnell wachsen. Die Ersten werden bald die 1-Kilogramm-Marke auf der Waage überschreiten. Wir warten nun auf das Sich-Öffnen der Augen und werden dann weiter berichten! 

Ohhh, ein Nachtrag! 

Gerade wollte ich Euch noch ein schönes Bild von dem kleinen dicken Jivin machen, aber: die Augen sind fast offen! Und dann ein Foto mit Blitzlicht zu machen verbietet sich von selbst! Auch die kleine Hündin Jade hat ihr Augen heute geöffnet! Wir werden morgen oder übermorgen versuchen, ein paar schöne Bilder ohne Blitzlicht zu machen! Wir ich schon sagte... wenn die Augen offen sind, sind es ganz schnell kleine Hundepersönlichkeiten! 

Einen herzlichen Gruß an Familie S. aus E. ; wir haben heute mittag telefoniert!

22.01.2022

Zwei Tage kein Update! Unseren Hundekindern geht es prima, sie entwickeln sich und werden immer schwerer und größer! Allein wir Menschen hatten zwei volle Tage, denn unser Rudel muß auch fressen und wir hatten Schlachttag. Das ist immer mit sehr viel Arbeit verbunden, denn das Fleisch für die Hunde und uns wandert nicht von selbst in die Gefriertruhen. Ich erinnere, daß eine frische Nahrung zu einem großen Teil aus frischem Fleisch bestehen soll, was gerade für die säugende Hündin von großem Wert ist. Sicherlich kann man auch ein gutes Fertigfutter füttern, aber der Wasserhaushalt wird durch frisches, rohes Fleisch in jedem Fall günstig beeinflusst. Auch die Vitamine und Eiweiße sind in frischem, rohem Fleisch nicht verändert und in dieser ursprünglichen Form für den Hundeorganismus hervorragend zu verwerten. Denn an Einem können wir alle nichts ändern: Alle unsere Haushunde sind in erster Linie Fleischfresser. Auch der deformierte Mops und der chinesische Nackthund und eben auch der Pudel! Ich werbe immer dafür, sich selbst nichts vorzumachen: Kaufen wir, weil es ja so bequem ist, ein Futter aus der Tüte (auch wenn ein Wolf draufgedruckt ist) stammt es mit hoher Wahrscheinlichkeit aus zweifelhafter Tierproduktion. Das Pfund frisches Fleisch für unseren erwachsenen Hund muß man sich sicherlich auch leisten können. Unserer Meinung nach sind hier allerdings die Prioritäten leider oft merkwürdig gesetzt: Da wird eine Prestige- ausstattung gekauft... "Nein, nein, auf der alten Decke muß unser Pudel nicht liegen... ein Hundebett aus Leder soll es schon sein!", da werden doch tatsächlich übers Jahr Unmengen von Leckerli in den Hund hineingestopft... "Er frißt sie halt so gerne....", und das Grundfutter darf dann nur wenig kosten! Paßt das zusammen? Wenn wir sehen, mit welcher Begeisterung unsere Hunde ihr Fleisch erwarten und wie gut es ihnen damit geht, geht es uns auch gut. Wir haben durch unseren Lebensstil sicherlich die Möglichkeit, gutes Fleisch aus der eigenen Wirtschaft zu generieren. Im Jahr schlachten wir für die Hunde vierzig bis sechzig Ziegenböckchen, die wir sorgfältig aufziehen und möglichst komplett ausnutzen. Auch die jährlich zur Ausnutzung aller Wirtschaftsüberschüsse, die nicht in die menschliche Ernährung einfließen, gehaltenen zwei Schweine unterstützen uns und unsere Hunde nicht unerheblich. Auch diese sympathischen Tiere der Rasse "Husumer Protestschwein" führen ein wirklich gutes Leben mit sonnigem Auslauf und an jedem einzelnen Winterabend frischem "Gute-Nacht-Stroh", wie wir es nennen. 

Ich möchte nicht zu arg missionieren, aber doch zum Nachdenken anregen, wie wir unsere Prioritäten in der Fütterung unseres Haushundes setzen. Ich habe auch mittlerweile doch wenig Mitgefühl, wenn die Argumente für "Faulheitsfutter" für mich nicht akzeptabel sind: "Aber im Urlaub kann ich doch kein frisches Fleisch mitnehmen!" Nein? Essen wir auch Pappe mit Vitaminpillen oder lassen wir uns im Urlaub nicht doch mit heimischen Spezialitäten besonders verwöhnen? Da ist es doch wohl möglich, täglich ein Stück Suppenfleisch zu kaufen! Ich bitte Sie! Oder die Ration sogar tiefgefroren in unsere Ferienwohnung mitzunehmen! Okay, okay, ich höre schon auf! Zurück in die Kinderstube:

 

Unsere Hundekinder sehen prima aus und werden zu runden kleinen Fellbündelchen! Die Lidspalte der Augen differenziert sich immer mehr und wir warten darauf daß die Ersten in den kommenden Tagen die Augen öffnen! Das ist immer ein großer Moment! Mama Malin geht es sehr gut, sie hat viel Milch, frißt allerdings schon jetzt täglich 1,5 kg Fleisch! Sind wir nicht schnell genug, steht sie fordernd vor uns: "Chef, es wird Zeit!". Natürlich kennt sie genau das Geräusch, wenn das Messer aus der Küchenschublade genommen wird und oft kommt es dann vor, daß die festgesaugten Welpen dann einfach laut protestierend abgeschüttelt werden!   

In den ersten zwei Wochen ihres Lebens heißt es für die Welpen nur: Wachsen und schlafen und trinken und protestieren, wenn Mama putzt und pflegt. Viel mehr Anteil an ihrer Umwelt nehmen die Welpen noch nicht. Erst ab der dritten Woche wenn die intensive Prägung durch uns einsetzt, fällt die liebevolle Behandlung der Hundekinder auf fruchtbaren Boden und legt den Grundstein für ein lebenslanges Vertrauen dieser kleinen Geschöpfe dem Menschen gegenüber. Wir freuen uns darauf, Euch davon zu berichten, denn mit dem Öffnen der Augen beginnen die Welpen ihre kleinen persönlichen Lichter anzuzünden, die hoffentlich ein langes Hundeleben lang brennen werden! Von jedem Hundekind geht so ein stilles, sanftes Leuchten aus, über das wir uns wieder und wieder freuen können. Klein und verletzlich, aber unendlich sanft, weich und warm sind in diesem Alter die Welpen. Diese Zeit mitzuerleben und die Welpen auf ein langes schönes Hundeleben vorzubereiten ist für uns immer wieder Motivation und Freude! 

 

Natürlich müssen wir auch täglich bzw. wenn alles okay scheint auch jeden zweiten Tag das Gewicht und den Gesundheitszustand der Welpen dokumentieren. Alle Gewichte werden in eine Wiegeliste eingetragen, in der jeder Welpe mit seiner kleinen Farbmarke eine Zeile hat.... dort werden auch die bald einsetzenden Entwurmungen eingetragen und alle übrigen Beobachtungen. 

... ein bisschen unscharf, aber wir sind einfach zu zappelig! Neun Tage sind wir hier alt! Jarvid, der schwarze Rüde und sein cremefarbener Bruder Joy...

... sind wir nicht schon ganz ordentlich gewachsen? Noch sind wir taub und blind, aber wartet mal bis nächste Woche! 

19.01.2022

Tief Aufatmen! Malin geht es besser! Heute früh um fünf Uhr hat sie die erste Portion mit noch zögerlichem Appetit gegessen, um neun Uhr dann die Zweite. Sie hatte kein Fieber mehr. Wir haben uns dennoch entschlossen, unserem "Fortpflanzungstierarzt" in Wiesbaden einen Besuch abzustatten und haben Malin untersuchen lassen. Blutbild annähernd normal, leicht erhöhte Entzündungsparameter.. recht sicher eine Folge der späten Totgeburt vom Freitag Abend vergangener Woche. So leicht geht eine Geburt auch an einer Hündin nicht vorüber. Wir sind glücklich, kompetente Hilfe bekommen zu haben und freuen uns, daß die Welpen trotzdem heute alle an Gewicht zugenommen haben! Unsere Abwesenheit haben sie mit einer Wärmflasche gut überstanden! Immerhin waren wir vier Stunden unterwegs, so daß Malin sofort nach der Ankunft zuhause eilig säugen wollte. Um die kleineren Welpen gleich optimal zu versorgen haben wir nach einigen Minuten Säugezeit die vier größten Lümmel von Mamas Milchleiste abgenommen und auf dem Sofa "geparkt". Sie sind gleich wieder eingeschlafen -  und wir einen kurzen Moment mit ihnen! 

Nach einer beinahe schlaflosen Nacht geht nun ein  aufregender Tag zu Ende, und wir hoffen, daß die nächsten Tage etwas entspannter verlaufen! 

Ein Bild wollen wir noch einbauen: 

... der dicke Rüde Jannis, die weiße Hündin Jale, mein kleiner Freund Jivin und der schwarze Rüde Jarvid bekommen eine Pause auf dem Sofa... Mama Malin muß sich um die Kleinsten kümmern! 

18.01.2022

Leider heute keine guten Nachrichten: Mama Malin mag nicht viel essen, hat leichtes Fieber. Wir waren bei unserem Tierarzt, es könnte mit der Totgeburt zusammenhängen... Wir machen uns doch Sorgen. Malin hat ein Medikament bekommen, daß die Säuberung der Gebärmutter unterstützt und wir sehen, ob es ihr morgen besser geht. Eine Antibiotikumgabe haben wir noch hinausgeschoben, um die Welpen zu schonen. 

Ich werde weiter berichten. Die Welpen sind alle satt und zufrieden, hier ein Bild von unseren Hundekindern: 

 

Alles schläft... 

... nach dem Fressen wird wieder geschlafen...

17.01.2022

Wieder ist ein Tag vergangen. Wetter grau und ungemütlich, unsere Hundekinder versäumen nichts. Das erwachsene Rudel (ohne die Mutterhündin Malin) hat sich trotzdem im Wald ausgetobt, und jetzt schläft alles tief und fest nach einer guten Mahlzeit. Die Welpen haben fein an Gewicht zugelegt, Malin (und wir) werden langsam etwas entspannter. Heute hat sich die frische Mama schon eine kleine viertelstündige Pause auf dem Sofa gegönnt, als alle Welpen tief und zufrieden geschlafen haben. Der erste von den kleinen Pudeljungs hat die fünfhundertgramm Marke auf der Waage schon überschritten! 

16.01.2022

Heute können wir nur Positives vermelden! Die Pudelchen fühlen sich augenscheinlich recht wohl und die kleine Familie gewöhnt sich immer besser zusammen. Alle Hundekinder haben heute wieder gut an Gewicht zugelegt und die kleinen Bäuchlein runden sich zusehens. Oft hören wir keinen Laut aus dem Wurflager; das ist ein gutes Zeichen, denn dann sind alle Babys satt und zufrieden. Mutterhündin Malin hat neun Zitzen. Bei elf Babys muß man genau überwachen, daß auch alle satt werden. Die kleinsten Welpen legen wir mehrmals täglich an die ergiebigsten Milchdrüsen zwischen den Hinterschenkeln. Dort gibt es dann ein paar Extraportionen Milch.

Es sind jetzt ruhige Tage bei uns hier im winterlichen Hunsrück. In einigen Wochen wird das ganz anders sein! 

Das Tagesbild: Der kleine weiße Rüde Jannis auf dem Weg zur Waage... wenn man die Kleinen ganz, ganz vorsichtig hochnimmt, wachen sie nicht einmal auf. Malin vertraut uns, aber das Wiegen muß doch schnell geschehen, denn wenn eins ihrer Kinder weint ist sie gleich zur Stelle! Ihr seht deutlich, die Augen sind noch geschlossen, auch Hören können die Welpen noch nichts.

... wirklich winzig der kleine Kerl... und doch schon ein kleines Hundegesicht! Ganz kleine Pfötchen und Ohren wie winzige Läppchen, die am Kopf angewachsen sind... selbst wir sind immer wieder ergriffen, wie zart  die neugeborenen Welpen sind...

15.01.2022

Zuerst die erfreulichen Nachrichten: Alle Hundekinder haben den Geburtsstreß anscheinend gut weggesteckt und die Waage zeigt bei allen Welpen eine erste Gewichtszunahme. Die Welpen haben zwischen zehn und dreissig Gramm zugenommen. Das ist prima und beruhigt uns sehr!

 

Tatsächlich gibt es auch eine kleine traurige Nachricht, die wir nicht verschweigen wollen: Malin hat nach einigen heftigen Wehen gestern spät abends, 36 Stunden nach dem letzten lebenden Hundekind, noch ein kleines totes Hundemädchen geboren. Wir wir schon berichteten: Dieses Ereignis ist nicht so selten. Bei der Vielzahl der Welpen muß man immer damit rechnen, daß es eines der Hundekinder ganz einfach nicht schafft. Ein trauriges Ereignis, daß mir meistens noch einige Tage nachgeht, aber es zeigt uns: Wir müssen dankbar für eine im Großen und Ganzen doch komplikationslose, leichte Geburt sein und trotzdem mit wachen Augen die ersten Tage bei der kleinen Familie bleiben.  Wir haben die kleine weiße Hündin unter einem Pflaumenbaum im Obstgarten beerdigt. 

 

Die Instinkte der Mutterhündin führen nur dann zu den regelmäßigen Brutpflegehandlungen, wenn die Hündin sich nicht ständig beobachtet fühlt. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Eine gestresste Hündin wird ihre Kinder unter Umständen nicht oft genug putzen und massieren. Das kann zu großen Verdauungsbeschwerden führen, denn die Hundekinder sind in den ersten vierzehn Tagen nicht in der Lage, ihr kleines und großes Geschäft ohne Mamas Hilfe zu erledigen! 

Aus diesen Gründen gibt es auch in den ersten Wochen keine Besuche. Auch die Nachbarn müssen vertröstet werden!

 

Malin sagt uns zum Glück deutlich, wann sie hinausgelassen werden möchte, und wann sie Fleisch braucht! Wir sind in diesen Tagen zur Gänze für sie da! 

Ein Bild von heute darf nicht fehlen: 

...wohlgeborgen zwischen ihren Geschwistern und am warmen Bauch ihrer Mutter Malin trinkt die kleine, kaum handlange Hündin Jade die lebenswichtige, nährstoffreiche Milch... sie wiegt heute 288 Gramm und ist damit eine der zarteren Hündinnen. Das kann sich allerdings mit acht Wochen ins Gegenteil umkehren! Wir werden sehen...

...links neben ihr könnt ihr die schwarzen Löckchen ihrer Schwester Jara erkennen...

14.01.2022

Den ersten Lebenstag haben die Hundebabys gut überstanden! Auch Malin geht es schon wieder recht gut, sie ist zweimal durch den Garten gesaust, und hat augenscheinlich keine Beschwerden. Sie ist eine sehr fürsorgliche Mutter, verläßt ihre Kinder in den ersten Lebenstagen nur, wenn es absolut notwendig ist und hatte guten Appetit.  

Heute haben wir alle Welpen gewogen und individuell mit kleinen Farbtupfern auf dem Schwanzansatz gekennzeichnet. So können wir die vielen weißen Hundekinder zweifelsfrei auseinanderhalten und Verwechslungen sind  ausgeschlossen. Ab jetzt müssen die Welpen täglich zur gleichen Zeit gewogen werden, damit wir einen Überblick über ihre Entwicklung haben. Nur am ersten Lebenstag dürfen die Welpen leicht an Gewicht verlieren. Außerdem sind die Welpen gleich nach der Geburt noch naß vom Fruchtwasser, so daß hier ungenaue Wiegeergebnisse entstehen.

Auch unsere Hundekinder haben alle leicht an Gewicht verloren. Wenn alles normal verläuft soll das morgen anders sein!  

... winzig klein auf der Waage: Der kleine Rüde Joy ... er trägt eine himmelblaue Marke auf dem Schwanzansatz, so daß wir ihn morgen zweifelsfrei wiedererkennen können. Wir lehnen eine Kennzeichnung der Welpen mit Halbändern in diesem Alter ab. Viel zu gefährlich ist es für die Kleinen, die Hundemutter könnte versuchen, den Fremdkörper zu entfernen. 

Klein-Joy ist wie seine Geschwister noch vollkommen taub und blind. Nur der Wärmesinn und der Geruchssinn sind schon gut ausgeprägt, damit er die Milchquelle finden kann. 

13.01.2022

Unsere liebe Hündin Malin hat in einer leichten  Geburt in der vergangenen Nacht elf kleinen Pudelkindern das Leben geschenkt! Mutter und Kinder sind wohlauf, die Hundebabys haben alle getrunken und Malin hat genügend Milch für ihren zahlreichen Kindersegen.

 

Wir wollen kurz berichten, wie die Geburt verlaufen ist.

Malin hatte morgens ihr Frühstück verweigert und am Abend nur noch eine ganz kleine Menge Fleisch gefressen. Wir wußten, daß die Geburt nun unmittelbar bevorstand. 

Den Nachmittag und Abend lang war Malin doch angespannt, wollte sich auch nicht mehr hinlegen und hat die meiste Zeit neben mir auf dem Sofa in sitzender Haltung hechelnd verbracht. Sie hatte wirklich einen großen Bauch und alles fiel ihr zunehmend schwer! Wir haben uns bemüht, ihr so viel Sicherheit wie möglich zu geben, konnten ihr aber die schweren Stunden auch nicht wirklich erleichtern. Alles war vorbereitet, und eigentlich haben wir nur noch auf den Beginn der Geburt gewartet. Hündinnen können in gewissem Maß den Anfang der Geburt beeinflussen, deshalb kommen die Welpen in der Regel dann, wenn das ganze Haus ruhig ist. Instinktiv sucht sich die werdende Mutter diesen Zeitpunkt für ihre Niederkunft aus, denn dann gibt es die geringsten Störungen. 

Malin wird gegen zwei Uhr unruhig, geht in alle Ecken, auch in die Wurfkiste, aber kommt immer wieder zu mir auf das Sofa. Ich gehe schließlich - nach einer weiteren Stunde geduldigen Wartens - mit ihr in die Wurfkiste, die zum Glück groß genug ist, daß auch ein Mensch drinnen leicht Platz hat. Bevor ich recht weiß was geschieht, hat Malin heftige Wehen, und um 3.10 Uhr kommt der kleine Josha mit einem guten Gewicht von 349g auf die Welt! Malin ist - wie es oft geschieht - leicht überfordert mit ihrem ersten Sohn, und ich öffne die Fruchthülle und nabele den kleinen cremefarbenen nassen Mann ab. Er protestiert und schreit, als ich ihm mit einem weichen Tuch das Mäulchen vom Fruchtwasser säubere und macht seinen ersten tiefen Atemzug! Immer wieder ein ergreifender, schöner Moment! Wir halten inne und freuen uns über den kleinen Mann! Malin muß ein wenig überredet werden, beginnt aber schließlich, Klein-Josha trockenzulecken und duldet seine Nähe. Häufig wird der Brutpflegetrieb der Hündin erst duch mehrere Welpen angeregt, so daß wir uns keine Sorgen machen. In der Tat dauert es auch noch eine ganze Stunde, bis um 04.13 der ebenfalls cremefarbene Jannis mit einem Mordsgewicht von 408g zur Welt kommt - in Steißlage, aber ohne - wie es scheint - große Schmerzen für die Mama! Dann geht es schneller, Malin beginnt nun, sich mehr für ihre Kinder zu interessieren und als um 04.28 die erste kleine, unendlich süße Hündin, der wir den Namen Julchen geben, geboren wird, ist unsere brave Hündin Feuer und Flamme für ihre Babys! Eifrig leckt sie sie trocken, streicht instinktiv dabei die Nabelschnur aus und nabelt auch gekonnt ab. Dabei wird uns immer etwas Angst, aber die Hündinnen wissen anscheinend ganau, was sie tun müssen!

Es folgen um 04.49 der kleine weiße Rüde Joy, und gleich danach um 05.09 eine kleine cremefarbene Hündin: Julie nennen wir sie und auch sie ist vital und sucht wenige Minuten nach der Geburt die Milchdrüsen der Mama! Malin wäscht auch sie und macht sie trocken. Sie hat Zeit, denn der nächste Welpe kommt erst um 06.16 zur Welt. Jale nennen wir die kleine weiße Hündin! Nur drei Minuten später, Jale ist kaum aus der Fruchthülle befreit, erscheint noch ein Hundekind! Beinahe hätten wir das kleine Ding übersehen, denn im gedämpften Licht fällt das kleine schwarze Fellbündel gar nicht weiter auf! Jara nennen wir die wunderschöne kleine schwarze Hündin, und freuen uns, daß es auch ein schwarzes Mädchen gibt! Nach einer halben Stunde - Jara und Jale sind trocken und liegen leise quinselnd neben ihren Brüdern und Schwestern, folgen um 06.48 Uhr ein weißer Rüde, Jove soll er heißen, mit 312g und gleich darauf - um genau eine Minute nach sieben Uhr -eine weiße Hündin, der wir den Namen Jade geben. Eine halbe Stunde hat Malin Zeit, ihre Kinder wieder und wieder mit ihrer großen, warmen Zunge zu massieren, sie regt instinktiv den Blutkreislauf an und die zarten Protestlaute der Hundebabys lösen anscheinend starke Muttergefühle bei Malin aus! Als unser Hütehund Akko in die Wurfkiste schauen will, fährt Malin ihm wütend knurrend entgegen! Sie liebt unseren Akko sehr, aber zu den Babys dürfen in den ersten Tagen nur wir Menschen, denen sie vollkommen vertraut!

 

Um 7.32 wird es wieder unruhig im Wurflager: der schwere Rüde Jivin kommt nach einigen starken Wehen in Steißlage zur Welt. Jeder Züchter hat wohl Angst, daß bei großen Würfen - und es kommt doch auch immer wieder vor - ein kleiner Kerl oder ein kleines Hundemädchen es nicht lebend in die Welt schafft. Als ich den kleinen leblos wirkenden Jivin aus der Fruchthülle befreie, zittern mir die Hände, denn er atmet nicht! Nun muß es schnell gehen, denn nach dem Durchtrennen der Nabelschnur hat man nicht mehr viel Zeit, um einen Welpen ins Leben zu holen! Ich massiere mit einem warmen Handtuch den kleinen Kerl, der schlaff in meiner Hand liegt, mache sein Mäulchen frei vom Fruchtwasser. Mit dem Mund blase ich ihm vorsichtig Luft in die Lungen! Der Moment in dem so ein kleiner Kerl dann plötzlich und - so scheint es - voller Verzweiflung das Mäulchen weit aufreißt und seinen ersten, noch flachen Atemzug tut gehört trotz der Dramatik zu den schönsten im Leben eines Hundezüchters. Kurz: Jivin schafft es und nach wenigen Augenblicken wird sein Schnäuzchen rosa! Ein paar Minuten lang protestiert er noch gegen diesen ungemütlichen Start ins Leben, aber als er den ersten Schluck Milch trinkt scheint auch für ihn die Welt in Ordnung zu sein! Ich seufze tief, und habe Tränen in den Augen, denn ich weiß jetzt schon, daß mir der kleine Kerl besonders nahe sein wird...

Mir ist jetzt wirklich nach einer Tasse Kaffee, meine Knie zittern, denn es sind schon einige Stunden, in denen ich in der Wurfkiste hocke! Aber ich warte noch ab, und das ist auch gut so: Um 8.36 kommt noch der glänzend schwarze Rüde Jarvid mit 386g zur Welt! Dann ist aber endlich Ruhe, Malin legt sich mit einem tiefen Atemzug zur Seite, als wolle Sie sagen: Es reicht! Nicht noch mehr Kinder! Sie trinkt jedoch dankbar die warme Schale Ziegenmilch, die alle unsere Hündinnen nach der Geburt so lieben und legt ihren Kopf kurz auf meine Hände! 

 

Endlich kann ich die erste Waschmaschine anstellen, denn eine Geburt ist eine verdammt blutige Angelegenheit! Wir legen Malin mit einiger Überredung auf frische, angewärmte und saubere Tücher, und bald ruht die kleine, bunte Familie im anbrechenden, frostigen Januarmorgen.

Auch wir brauchen jetzt dringend eine Ruhepause auf dem Sofa neben der Wurfkiste und genießen diese ganz besonderen Stunden...

 

Ein Bild der Welpen darf natürlich nicht fehlen, ich habe es heute abend um 20 Uhr gemacht. Morgen gibt es mehr Neues! 

Mama Malin mit den elf Welpen des J-Wurfes. Schaut ganz genau hin: hinter dem linken Vorderbein von Mama Malin liegt die kleine schwarze Hündin Jara!

10.01.2022

Wenn die bevorstehende Geburt der Welpen unserer Hündin Malin glücklich verläuft wird an dieser Stelle das neue Welpentagebuch entstehen.

 

Wir dokumentieren hier in Text und Bild die Entwicklung unserer Hundekinder von der Geburt bis zum Auszug ins neue Zuhause. 

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