Die Pudelhunde vom Weidenlauf VDH-Großpudelzucht im Hunsrück www.Pudel-vom-Weidenlauf.de
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Welpentagebuch 2022

Das Welpentagebuch mußt Du von unten nach oben lesen! Der neueste Eintrag steht also immer ganz oben und beginnt mit dem jeweiligen Datum! 

17.01.2022

Wieder ist ein Tag vergangen. Wetter grau und ungemütlich, unsere Hundekinder versäumen nichts. Das erwachsene Rudel (ohne die Mutterhündin Malin) hat sich trotzdem im Wald ausgetobt, und jetzt schläft alles tief und fest nach einer guten Mahlzeit. Die Welpen haben fein an Gewicht zugelegt, Malin (und wir) werden langsam etwas entspannter. Heute hat sich die frische Mama schon eine kleine viertelstündige Pause auf dem Sofa gegönnt, als alle Welpen tief und zufrieden geschlafen haben. Der erste von den kleinen Pudeljungs hat die fünfhundertgramm Marke auf der Waage schon überschritten! 

16.01.2022

Heute können wir nur Positives vermelden! Die Pudelchen fühlen sich augenscheinlich recht wohl und die kleine Familie gewöhnt sich immer besser zusammen. Alle Hundekinder haben heute wieder gut an Gewicht zugelegt und die kleinen Bäuchlein runden sich zusehens. Oft hören wir keinen Laut aus dem Wurflager; das ist ein gutes Zeichen, denn dann sind alle Babys satt und zufrieden. Mutterhündin Malin hat neun Zitzen. Bei elf Babys muß man genau überwachen, daß auch alle satt werden. Die kleinsten Welpen legen wir mehrmals täglich an die ergiebigsten Milchdrüsen zwischen den Hinterschenkeln. Dort gibt es dann ein paar Extraportionen Milch.

Es sind jetzt ruhige Tage bei uns hier im winterlichen Hunsrück. In einigen Wochen wird das ganz anders sein! 

Das Tagesbild: Der kleine weiße Rüde Jannis auf dem Weg zur Waage... wenn man die Kleinen ganz, ganz vorsichtig hochnimmt, wachen sie nicht einmal auf. Malin vertraut uns, aber das Wiegen muß doch schnell geschehen, denn wenn eins ihrer Kinder weint ist sie gleich zur Stelle! Ihr seht deutlich, die Augen sind noch geschlossen, auch Hören können die Welpen noch nichts.

... wirklich winzig der kleine Kerl... und doch schon ein kleines Hundegesicht! Ganz kleine Pfötchen und Ohren wie winzige Läppchen, die am Kopf angewachsen sind... selbst wir sind immer wieder ergriffen, wie zart  die neugeborenen Welpen sind...

15.01.2022

Zuerst die erfreulichen Nachrichten: Alle Hundekinder haben den Geburtsstreß anscheinend gut weggesteckt und die Waage zeigt bei allen Welpen eine erste Gewichtszunahme. Die Welpen haben zwischen zehn und dreissig Gramm zugenommen. Das ist prima und beruhigt uns sehr!

 

Tatsächlich gibt es auch eine kleine traurige Nachricht, die wir nicht verschweigen wollen: Malin hat nach einigen heftigen Wehen gestern spät abends, 36 Stunden nach dem letzten lebenden Hundekind, noch ein kleines totes Hundemädchen geboren. Wir wir schon berichteten: Dieses Ereignis ist nicht so selten. Bei der Vielzahl der Welpen muß man immer damit rechnen, daß es eines der Hundekinder ganz einfach nicht schafft. Ein trauriges Ereignis, daß mir meistens noch einige Tage nachgeht, aber es zeigt uns: Wir müssen dankbar für eine im Großen und Ganzen doch komplikationslose, leichte Geburt sein und trotzdem mit wachen Augen die ersten Tage bei der kleinen Familie bleiben.  Wir haben die kleine weiße Hündin unter einem Pflaumenbaum im Obstgarten beerdigt. 

 

Die Instinkte der Mutterhündin führen nur dann zu den regelmäßigen Brutpflegehandlungen, wenn die Hündin sich nicht ständig beobachtet fühlt. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Eine gestresste Hündin wird ihre Kinder unter Umständen nicht oft genug putzen und massieren. Das kann zu großen Verdauungsbeschwerden führen, denn die Hundekinder sind in den ersten vierzehn Tagen nicht in der Lage, ihr kleines und großes Geschäft ohne Mamas Hilfe zu erledigen! 

Aus diesen Gründen gibt es auch in den ersten Wochen keine Besuche. Auch die Nachbarn müssen vertröstet werden!

 

Malin sagt uns zum Glück deutlich, wann sie hinausgelassen werden möchte, und wann sie Fleisch braucht! Wir sind in diesen Tagen zur Gänze für sie da! 

Ein Bild von heute darf nicht fehlen: 

...wohlgeborgen zwischen ihren Geschwistern und am warmen Bauch ihrer Mutter Malin trinkt die kleine, kaum handlange Hündin Jade die lebenswichtige, nährstoffreiche Milch... sie wiegt heute 288 Gramm und ist damit eine der zarteren Hündinnen. Das kann sich allerdings mit acht Wochen ins Gegenteil umkehren! Wir werden sehen...

...links neben ihr könnt ihr die schwarzen Löckchen ihrer Schwester Jara erkennen...

14.01.2022

Den ersten Lebenstag haben die Hundebabys gut überstanden! Auch Malin geht es schon wieder recht gut, sie ist zweimal durch den Garten gesaust, und hat augenscheinlich keine Beschwerden. Sie ist eine sehr fürsorgliche Mutter, verläßt ihre Kinder in den ersten Lebenstagen nur, wenn es absolut notwendig ist und hatte guten Appetit.  

Heute haben wir alle Welpen gewogen und individuell mit kleinen Farbtupfern auf dem Schwanzansatz gekennzeichnet. So können wir die vielen weißen Hundekinder zweifelsfrei auseinanderhalten und Verwechslungen sind  ausgeschlossen. Ab jetzt müssen die Welpen täglich zur gleichen Zeit gewogen werden, damit wir einen Überblick über ihre Entwicklung haben. Nur am ersten Lebenstag dürfen die Welpen leicht an Gewicht verlieren. Außerdem sind die Welpen gleich nach der Geburt noch naß vom Fruchtwasser, so daß hier ungenaue Wiegeergebnisse entstehen.

Auch unsere Hundekinder haben alle leicht an Gewicht verloren. Wenn alles normal verläuft soll das morgen anders sein!  

... winzig klein auf der Waage: Der kleine Rüde Joy ... er trägt eine himmelblaue Marke auf dem Schwanzansatz, so daß wir ihn morgen zweifelsfrei wiedererkennen können. Wir lehnen eine Kennzeichnung der Welpen mit Halbändern in diesem Alter ab. Viel zu gefährlich ist es für die Kleinen, die Hundemutter könnte versuchen, den Fremdkörper zu entfernen. 

Klein-Joy ist wie seine Geschwister noch vollkommen taub und blind. Nur der Wärmesinn und der Geruchssinn sind schon gut ausgeprägt, damit er die Milchquelle finden kann. 

13.01.2022

Unsere liebe Hündin Malin hat in einer leichten  Geburt in der vergangenen Nacht elf kleinen Pudelkindern das Leben geschenkt! Mutter und Kinder sind wohlauf, die Hundebabys haben alle getrunken und Malin hat genügend Milch für ihren zahlreichen Kindersegen.

 

Wir wollen kurz berichten, wie die Geburt verlaufen ist.

Malin hatte morgens ihr Frühstück verweigert und am Abend nur noch eine ganz kleine Menge Fleisch gefressen. Wir wußten, daß die Geburt nun unmittelbar bevorstand. 

Den Nachmittag und Abend lang war Malin doch angespannt, wollte sich auch nicht mehr hinlegen und hat die meiste Zeit neben mir auf dem Sofa in sitzender Haltung hechelnd verbracht. Sie hatte wirklich einen großen Bauch und alles fiel ihr zunehmend schwer! Wir haben uns bemüht, ihr so viel Sicherheit wie möglich zu geben, konnten ihr aber die schweren Stunden auch nicht wirklich erleichtern. Alles war vorbereitet, und eigentlich haben wir nur noch auf den Beginn der Geburt gewartet. Hündinnen können in gewissem Maß den Anfang der Geburt beeinflussen, deshalb kommen die Welpen in der Regel dann, wenn das ganze Haus ruhig ist. Instinktiv sucht sich die werdende Mutter diesen Zeitpunkt für ihre Niederkunft aus, denn dann gibt es die geringsten Störungen. 

Malin wird gegen zwei Uhr unruhig, geht in alle Ecken, auch in die Wurfkiste, aber kommt immer wieder zu mir auf das Sofa. Ich gehe schließlich - nach einer weiteren Stunde geduldigen Wartens - mit ihr in die Wurfkiste, die zum Glück groß genug ist, daß auch ein Mensch drinnen leicht Platz hat. Bevor ich recht weiß was geschieht, hat Malin heftige Wehen, und um 3.10 Uhr kommt der kleine Josha mit einem guten Gewicht von 349g auf die Welt! Malin ist - wie es oft geschieht - leicht überfordert mit ihrem ersten Sohn, und ich öffne die Fruchthülle und nabele den kleinen cremefarbenen nassen Mann ab. Er protestiert und schreit, als ich ihm mit einem weichen Tuch das Mäulchen vom Fruchtwasser säubere und macht seinen ersten tiefen Atemzug! Immer wieder ein ergreifender, schöner Moment! Wir halten inne und freuen uns über den kleinen Mann! Malin muß ein wenig überredet werden, beginnt aber schließlich, Klein-Josha trockenzulecken und duldet seine Nähe. Häufig wird der Brutpflegetrieb der Hündin erst duch mehrere Welpen angeregt, so daß wir uns keine Sorgen machen. In der Tat dauert es auch noch eine ganze Stunde, bis um 04.13 der ebenfalls cremefarbene Jannis mit einem Mordsgewicht von 408g zur Welt kommt - in Steißlage, aber ohne - wie es scheint - große Schmerzen für die Mama! Dann geht es schneller, Malin beginnt nun, sich mehr für ihre Kinder zu interessieren und als um 04.28 die erste kleine, unendlich süße Hündin, der wir den Namen Julchen geben, geboren wird, ist unsere brave Hündin Feuer und Flamme für ihre Babys! Eifrig leckt sie sie trocken, streicht instinktiv dabei die Nabelschnur aus und nabelt auch gekonnt ab. Dabei wird uns immer etwas Angst, aber die Hündinnen wissen anscheinend ganau, was sie tun müssen!

Es folgen um 04.49 der kleine weiße Rüde Joy, und gleich danach um 05.09 eine kleine cremefarbene Hündin: Julie nennen wir sie und auch sie ist vital und sucht wenige Minuten nach der Geburt die Milchdrüsen der Mama! Malin wäscht auch sie und macht sie trocken. Sie hat Zeit, denn der nächste Welpe kommt erst um 06.16 zur Welt. Jale nennen wir die kleine weiße Hündin! Nur drei Minuten später, Jale ist kaum aus der Fruchthülle befreit, erscheint noch ein Hundekind! Beinahe hätten wir das kleine Ding übersehen, denn im gedämpften Licht fällt das kleine schwarze Fellbündel gar nicht weiter auf! Jara nennen wir die wunderschöne kleine schwarze Hündin, und freuen uns, daß es auch ein schwarzes Mädchen gibt! Nach einer halben Stunde - Jara und Jale sind trocken und liegen leise quinselnd neben ihren Brüdern und Schwestern, folgen um 06.48 Uhr ein weißer Rüde, Jove soll er heißen, mit 312g und gleich darauf - um genau eine Minute nach sieben Uhr -eine weiße Hündin, der wir den Namen Jade geben. Eine halbe Stunde hat Malin Zeit, ihre Kinder wieder und wieder mit ihrer großen, warmen Zunge zu massieren, sie regt instinktiv den Blutkreislauf an und die zarten Protestlaute der Hundebabys lösen anscheinend starke Muttergefühle bei Malin aus! Als unser Hütehund Akko in die Wurfkiste schauen will, fährt Malin ihm wütend knurrend entgegen! Sie liebt unseren Akko sehr, aber zu den Babys dürfen in den ersten Tagen nur wir Menschen, denen sie vollkommen vertraut!

 

Um 7.32 wird es wieder unruhig im Wurflager: der schwere Rüde Jivin kommt nach einigen starken Wehen in Steißlage zur Welt. Jeder Züchter hat wohl Angst, daß bei großen Würfen - und es kommt doch auch immer wieder vor - ein kleiner Kerl oder ein kleines Hundemädchen es nicht lebend in die Welt schafft. Als ich den kleinen leblos wirkenden Jivin aus der Fruchthülle befreie, zittern mir die Hände, denn er atmet nicht! Nun muß es schnell gehen, denn nach dem Durchtrennen der Nabelschnur hat man nicht mehr viel Zeit, um einen Welpen ins Leben zu holen! Ich massiere mit einem warmen Handtuch den kleinen Kerl, der schlaff in meiner Hand liegt, mache sein Mäulchen frei vom Fruchtwasser. Mit dem Mund blase ich ihm vorsichtig Luft in die Lungen! Der Moment in dem so ein kleiner Kerl dann plötzlich und - so scheint es - voller Verzweiflung das Mäulchen weit aufreißt und seinen ersten, noch flachen Atemzug tut gehört trotz der Dramatik zu den schönsten im Leben eines Hundezüchters. Kurz: Jivin schafft es und nach wenigen Augenblicken wird sein Schnäuzchen rosa! Ein paar Minuten lang protestiert er noch gegen diesen ungemütlichen Start ins Leben, aber als er den ersten Schluck Milch trinkt scheint auch für ihn die Welt in Ordnung zu sein! Ich seufze tief, und habe Tränen in den Augen, denn ich weiß jetzt schon, daß mir der kleine Kerl besonders nahe sein wird...

Mir ist jetzt wirklich nach einer Tasse Kaffee, meine Knie zittern, denn es sind schon einige Stunden, in denen ich in der Wurfkiste hocke! Aber ich warte noch ab, und das ist auch gut so: Um 8.36 kommt noch der glänzend schwarze Rüde Jarvid mit 386g zur Welt! Dann ist aber endlich Ruhe, Malin legt sich mit einem tiefen Atemzug zur Seite, als wolle Sie sagen: Es reicht! Nicht noch mehr Kinder! Sie trinkt jedoch dankbar die warme Schale Ziegenmilch, die alle unsere Hündinnen nach der Geburt so lieben und legt ihren Kopf kurz auf meine Hände! 

 

Endlich kann ich die erste Waschmaschine anstellen, denn eine Geburt ist eine verdammt blutige Angelegenheit! Wir legen Malin mit einiger Überredung auf frische, angewärmte und saubere Tücher, und bald ruht die kleine, bunte Familie im anbrechenden, frostigen Januarmorgen.

Auch wir brauchen jetzt dringend eine Ruhepause auf dem Sofa neben der Wurfkiste und genießen diese ganz besonderen Stunden...

 

Ein Bild der Welpen darf natürlich nicht fehlen, ich habe es heute abend um 20 Uhr gemacht. Morgen gibt es mehr Neues! 

Mama Malin mit den elf Welpen des J-Wurfes. Schaut ganz genau hin: hinter dem linken Vorderbein von Mama Malin liegt die kleine schwarze Hündin Jara!

10.01.2022

Wenn die bevorstehende Geburt der Welpen unserer Hündin Malin glücklich verläuft wird an dieser Stelle das neue Welpentagebuch entstehen.

 

Wir dokumentieren hier in Text und Bild die Entwicklung unserer Hundekinder von der Geburt bis zum Auszug ins neue Zuhause. 

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