Die Pudelhunde vom Weidenlauf VDH-Großpudelzucht im Hunsrück www.Pudel-vom-Weidenlauf.de
Die Pudelhunde vom WeidenlaufVDH-Großpudelzucht im Hunsrückwww.Pudel-vom-Weidenlauf.de  

Welpentagebuch Daisy 2022

Das Welpentagebuch mußt Du von unten nach oben lesen! Der neueste Eintrag steht also immer ganz oben und beginnt mit dem jeweiligen Datum.

 

02.10.22

Alle Hundekinder sind noch einmal ein ganzes Stück gewachsen, putzmunter und haben sich toll entwickelt. Bis auf drei Welpen haben nun alle ihr neues Zuhause gefunden und wir sind sicher, daß es tolle Menschen sind, mit denen unsere kleinen Wollknäuel in Zukunft leben werden. 

Die letzten Tage waren angefüllt mit Arbeit, denn das Eine könnt Ihr uns glauben, zehn Welpen machen davon eine ganze Menge! Sie sollen ja sauber und gesund aufwachsen und auch immer wieder mit Neuem beschäftigt werden! 

Zum Glück spielt sich langsam eine gewisse Routine im Tag ein, die Welpen schlafen nachts recht gut durch und auch wir können mindestens fünf Stunden Ruhe finden. Morgens geht es als erstes in den Hof, dort wird sofort alles Notwendige erledigt, falls dies nicht schon auf dem Weg dorthin in der Küche passiert ist! Dann heißt es "Aufputzen"! Die Welpen machen zum Glück draußen recht zügig ihre Geschäftchen, so daß bald das Frühstück fertig sein soll, denn alle haben mörderischen Hunger! Wir füttern täglich eine Mischung aus Fleisch, Gemüse und einem guten Aufzuchtfutter; so kann jeder der zukünfigen Besitzer füttern wie er es für richtig findet. Hier gibt es ja viele Meinungen. 

 

...alles wird neugierig beobachtet! Fasziniert sind die Welpen von jeder Aktivität im Hof, hier "bewundern" sie den Besen der sich so merkwürdig schnell und für die Hundekinder scheinbar ohne tieferen Sinn über den Hofplatz bewegt! Kleine Hunde sind immer von Besen, Handfegern und allen Lappen schwer beeindruckt!

Im nächsten Bild sind alle total interessiert an den frisch gesammelten Hühnereiern! Wir haben ihnen lieber keine davon zum Spielen überlassen! Das gäbe ganz sicher leckeren Bruch! Diesen Spaß überlassen wir den neuen Besitzern! Im übrigen sind frische Eidotter von freilaufenden Hühnern ganz wunderbare Vitaminquellen und wir verfüttern zweimal in der Woche an alle Hunde ein quantum rohes Eigelb im Gemüsebrei, den wir zum Fleisch geben.   

 

... der kleine Kuro steht schon fast mit beiden Vorderbeinen im Korb! Wir haben jedesmal viel Spaß in dieser Phase der Aufzucht! Alle Welpen lernen bei uns ganz schnell was die mit freundlicher Stimme gegebene Aufforderung "Schaut mal!" bedeutet, denn alle stürmen uns freudig entgegen!

 

Genauso ist es bei unserem Futterruf zu den Hauptmahlzeiten: Wir rufen dann "Whoopi, whoopi!" -  und alles saust! Wir wissen selbst nicht mehr, warum sich dieser Ruf so entwickelt hat, aber wir können ja nicht jedesmal alle Namen rufen! Kurioserweise bleiben alle unsere Welpen ein Leben lang sensibel für unser liebevolles "Whoopi".....

 

Neben dem Spiel muß natürlich auch Schule sein:  

s.. wir haben nun schon einige Male das Autofahren trainiert - kurze Strecken mit den gewohnten, geliebten Menschen beunruhigen die Welpen in keiner Weise! Wir nehmen dazu immer zwei Welpen zusammen in einer weichen Kiste mit. So haben wir alles gut im Blick und können auch die Reaktionen der lustigen Gesellen gut überwachen! Jeder reagiert anders auf das Autofahren, aber wir sind eigentlich immer schon wieder im Hof, wenn es den Kleinen mulmig wird! In den nächsten Tagen werden wir auch mit Mama Daisy und Malin auf unsere Weiden fahren. Das wird für die Welpen ganz ganz spannend! - Bilder folgen! 

 

Was ist noch passiert? Die Zeit eilt mit Riesenschritten, so kommt es uns vor, und schon hatten wir auch den Termin mit unserem Haustierarzt, der freundlicherweise einen Hausbesuch gemacht hat und den ganzen Wurf mit der ersten Impfung versehen hat. Ganz wichtig ist die Impfung gegen die gefürchtete Staupe, daneben wird noch gegen ansteckende Leberentzündung und Virusdurchfall (Parvovirose) geimpft. Die Tollwutimpfung ist erst in der zwölften Lebenswoche wirksam und hat noch etwas Zeit.  Vor dem wichtigen Termin der Erstimpfung haben alle Welpen noch einmal eine Wurmkur bekommen, so daß jetzt - nach dem Abstillen von der Muttermilch - die Wurmgefahr zunächst gebannt ist. Wir empfehlen im neuen Zuhause eine Wurmkur nur nach vorheriger Kotuntersuchung durch den Tierarzt: Sind keine Würmer vorhanden, brauchen wir so den kleinen Organismus nicht mit dem Wurmmittel zu belasten.

 

Alle Welpen haben eine gute Verdauung, und mit unserer vielseitigen Fütterung  erreichen wir einen Robustheit im  Verdauungstrakt. Das ist ganz wichtig! Wir sind der Meinung, daß viele Futtermittelunverträglichkeiten durch einseitige ausschließliche Verfütterung von sterilisiertem Industriefutter begründet sind. Wir bitten alle neuen Welpenbesitzer, sich doch die kleine Mühe zu machen und dem Hund etwas frisches Fleisch und ebenso frisches Gemüse zu gönnen! Wir erleben hier eigentlich viel zu oft eine unbegründete Unsicherheit bei den neuen Welpenmüttern und -vätern! Traut Euch doch wirklich an diese natürliche, gesunde Art zu Füttern heran! Wir haben ganz hervorragend entwickelte kleine Hundekinder aufgezogen, für die wir wirklich das Beste wollen! Wir helfen natürlich gern mit Tipps, haben auch schon mit einem Teil der neuen Besitzer eine Mahlzeit gemeinsam zubereitet.

Im Übrigen: Auch Katzen würden Mäuse kaufen, wenn sie könnten! lol 

 

 

... Impfung und der eingesetzte Micro-Chip müssen sein! Es ging ganz schnell, unser Tierarzt ist ein Wunder an perfekter Organisation und war gut vorbereitet, sehr pünktlich und ist ein Meister im schmerzlosen Chippen! Keiner der Welpen hat geweint! Wir sind wirklich froh, eine so tolle und kompetente Unterstützung zu haben! 

20.09.2022

Endlich neue Bilder von unserem Nachwuchs! Die vergangenen Tage waren mit viel Besuch für unsere Hundekinder angefüllt und wir haben viele nette Menschen kennengelernt, die sich für die Welpen interessieren! Mittlerweile sind die Kleinen wieder ganz gehörig gewachsen, und die Umstellung auf feste Nahrung ist so gut wie abgeschlossen. Mama Daisy, so denken wir, ist recht froh, daß ihre zehn Welpen nun gelernt haben, auch etwas anderes als Milch zu sich zu nehmen. Sie stillt nur noch ganz kurz und auch ihre Milchmenge ist merklich zurückgegangen.

Die zehn Pudelkinder haben sich wirklich toll entwickelt! Es sind wache, aufmerksame kleine Hunde, die jede Minute mit uns sehnsüchtig erwarten. Nach der Fütterung verbringen wir jetzt regelmäßig eine Zeit im Auslauf vor der Küchentür, so daß der Grundstein für die spätere Stubenreinheit gelegt wird. Meistens haben wir Glück und das "Geschäft" wird nun schon draußen erledigt und kann von uns gleich fortgeräumt werden. 

Voller Neugier erkunden die Welpen ihre "erweiterte" Welt! Sie lernen, daß man Stuhlbeine nicht essen kann, und daß Spinnwegen an der Nase kitzeln! Und wenn man über einen Holzklotz stolpert, kann das ganz schön weh an der Nase tun! Das tut der Neugier aber keinen Abbruch, im nächsten Moment wird wieder um ein Spielzeug gerangelt! 

 

 

... im Auslauf am Haus genießen die Hundekinder Luft Licht und Sonne. Das ist wichtig für das gesunde Heranwachsen! Der Betonboden des Auslaufs  ist abends leicht mit dem Dampfstrahler zu reinigen und damit viel hygienischer als ein Erd- oder gar Grasauslauf. Das Immunsystem muß sich ja erst noch stabilisieren! Die Phase der Abhärtung hat nun begonnen. 

... dieses Tier kommt der kleinen Kaja noch etwas komisch vor! Mit langen Hinterbeinen - sofort zum Rückzug bereit - wird das komische Nilpferd beschnuppert. 

Ordentlich lang ist auch das wunderbar schwarze Fell der Wollknäuel geworden in den letzten Tagen... 

.. Klein-Keejan hat sich eine lustige Ente erobert und sie stolz durch den Auslauf getragen! ...  Wir müssen die Spielzeuge oft austauschen, damit sie immer wieder attraktiv und sauber bleiben.

... "ach, diese Halsbänder sind doch einfach lästig" scheint die kleine Kahri zu denken! ... Wir haben jetzt alle Welpen mit bunten Halsbändern gekennzeichnet. So können auch Besucher und auch wir die Hunde leichter unterscheiden. Es sind Welpenhalsbänder aus Gurt, die sich - sollte ein kleiner Hund irgendwo hängenbleiben - ganz leicht öffnen. Außerdem ist die Gewöhnung an das Halsband in diesem Alter wichtig. 

 

Auch die erste Verweise mußten die Welpen schon einstecken: Mama Daisy ist unglaublich gütig und geduldig; wenn ihr die Kinderschar lästig wird, entzieht sie sich und verläßt den Welpenauslauf. Die anderen Rudelmitglieder dagegen mögen einen Überfall von zehn kleinen Hundeteufelchen dagegen nicht und es kann ganz schnell böse geknurrt werden! Auch diese Lektion ist wichtig für die Welpen: Sie sind schließlich nicht alleine auf der Welt! 

Ganz fasziniert sind die Welpen auch von unseren Hühnern und Tauben, die - Hunde gewöhnt - ganz frech wenige Zentimeter vor dem Welpenauslauf spazieren gehen! Mit großen Augen haben alle Hundekinder hier fremdartige Hofbewohner kennengelernt!  

07.09.2022

Endlich wieder Neues von den Pudelkindern! Wir hatten viel Arbeit mit der Steuererklärung, so daß wenig Zeit zum Schreiben blieb, ich muß um Verständnis bitten. 

 

Unseren Welpen geht es prima, sie wachsen und gedeihen! Schon jetzt zeigt sich, daß wir mit der Verpaarung von Stewey und Daisy goldrichtig lagen, denn die Welpen haben ein ausgeglichenes, ruhiges 

Wesen ohne Übertemperament, vor dem wir uns immer ein wenig fürchten! Der Großpudel ist an sich ein temperamentvoller Hund, aber es gibt eben auch Schläge, in denen das Temperament überschäumt. Solche Hunde möchten wir nicht in der Zucht und so suchen wir die Elerntiere mit großer Sorgfalt aus! 

Die Welpen? Ja was treiben die heranwachsenden Pudelkinder? Alle haben das Flaschenalter hinter sich gelassen und können mittlerweile ganz manierlich aus dem Tellerchen fressen. Beim ersten Mal haben sie sich ordentlich beschmiert! Der kleine Kijan ist gleich mit dem ganzen Gesicht hineingefallen! Als würde es nicht reichen, daß er der einzige weiße Welpe inmitten seiner schwarzen Geschwister ist! Wir haben geschmunzelt und ihn mit einem warmen Waschlappen von dem Brei befreit! 

 

... alle Welpen sind über und über mit Brei bekleckert! Wir freuen uns schon: in einigen Tagen gibt es das erste Fleisch, das ist eine saubere Angelegenheit! 

... und trotzdem wird schon ganz manierlich aus dem Tellerchen gefressen! Die Welpen wiegen jetzt etwa 1600-1900 g, die Tageszunahmen sind sehr gut, und auch Mutter Daisy wird durch die Zufütterung spürbar entlastet. Sie frißt immer noch ganze Futterberge und kümmert sich weiter liebevoll um ihre immer größer werdenden Kinder. 

 

Durch den intensiven Kontakt mit uns sind die Welpen jetzt schon dem Menschen sehr zugewandt. Wir freuen uns, wenn uns die kleinen Geister morgens aufgeregt entgegentapsen! Sie warten dann schon ungeduldig auf das Frühstück! In diesem Alter sind die Welpen ganz besonders empfänglich für liebevolle Zuwendung. Einzelne fordern uns sogar schon zum gemeinsamen Spiel auf! Wir bemühen uns, jetzt schon der kleinen Hundeseele gerecht zu werden und begrüßen die Welpen jeden Morgen und dann mehrmals am Tag mit freundlichen Streicheleinheiten. Ich möchte, daß unsere Hundekinder in dieser frühen Jugend sich angstfrei ein Grundvertrauen zum Menschen erwerben können. Das ist die Voraussetzung für ein harmonisches Zusammenleben!

... der Rand zwischen Wurfkiste und kleinem Auslauf ist schon jetzt kein wirkliches Hindernis mehr! 

30.08.2022

Unsere Pudelwelpen haben sich gut entwickelt und wachsen jetzt stürmisch! Heute sind sie drei Wochen alt und wir können ein wenig aufatmen, denn nun sind sie gar keine hilflosen Säuglinge mehr, und damit "aus dem Allergröbsten" raus!

Alle können sich schon mit einigem Tempo und auch recht sicher durch die Wurfkiste fortbewegen; die Gliedmaßen haben sich gestreckt, und langsam nehmen sie ihre Umwelt bewußt wahr. Alle haben die 1-Kilogramm-Marke auf der Waage schon einige Tage überschritten und - nicht zuletzt dank der Zufütterung - legen nun täglich um die 100g an Gewicht zu! 

Mama Daisy geht es sehr gut, sie hat natürlich immer noch einen großen Nährstoffbedarf, frißt täglich etwa die Futtermenge von zwei ausgewachsenen Hühnern und kümmert sich liebevoll um ihre zahlreiche Kinderschar. Immer noch hat sie es nicht gern, wenn die Rudelmitglieder sich ihrem Wurf nähern! Wir sind gespannt, wie lange das so bleibt! Uns gegenüber ist sie voller Vertrauen und duldet jede Beschäftigung mit den Welpen. Zweimal am Tag füttern wir - immer noch aus der Flasche - die Welpen zu, denn zehn Welpen sind wirklich eine stattliche Zahl! Ziegenmilch wird an sich sehr gut vertragen, ist in der Zusammensetzung allerdings nicht gehaltvoll genug. In Verbindung mit der Muttermilch der Hündin mag es gehen, aber um dem großen Nährstoffbedarf der Welpen gerecht zu werden, bessern wir ein Quantum Ziegenmilch mit der gleichen Menge Quark, einem Eidotter und einem Löffel Öl auf. Dazu geben wir eine Messerspitze Mineralien. Diese dicke, gehaltvolle Milch wird sehr gern angenommen und entlastet Daisy, die in der dritten und vierten Säugewoche die größte Milchmenge produzieren muß. Ab der fünften Woche fressen die Welpen immer mehr feste Nahrung und wir werden Euch natürlich gleich davon berichten. 

 

Die Flasche trinken die Welpen im Sitzen oder auf unserem Schoß, und alle wissen schon ganz genau wo dieser gute Inhalt herkommt! Überhaupt - im Alter von drei Wochen sind die Welpen ganz wunderbare kleine (bayerisch: ) "Hundchen" geworden! Sie schauen uns mit ihren blanken Augen an, wackeln aufgeregt durch ihre kleine Welt und kennen jetzt schon unsere Stimme genau! Für mich haben die Kleinen in diesem Alter ein wunderbares, stilles Leuchten, und der Umgang mit Ihnen ist mit das schönste, was ein Hundehalter überhaupt erleben kann. Die durchwachten Nächte und die Sorgen in den ersten Lebenstagen haben wir eigentlich schon wieder ausgeblendet, denn jetzt kommt die wunderschöne Zeit, in der wir die Welpen "Sozialisieren" und so den Grundstein für eine tiefe, dauerhafte Mensch-Hund-Beziehung legen...

"...sind wir nicht schon gewachsen?" die Vorderbeine haben sich gestreckt, und auch die Hinterbeine können nun den immer noch pummeligen Welpenkörper tragen. Ganz zaghaft beginnen die Welpen mit dem ersten sozialen Spiel: Schaut Euch im nächsten Bild die erhobene, auffordernde Pfote der kleinen Kiko an, die hier freundlich auf ihren Bruder Kingston zugeht:

...Kikos Körperhaltung und Schwanzstellung sagt ihrem Bruder: "Ich habe gute Laune und du kannst mit mir Pferde stehlen, was hältst Du davon?" Das soziale Spiel wird in den nächsten Wochen natürlich stark zunehmen, denn die Welpen lernen dabei viel im Umgang miteinander und auch im Umgang mit den übrigen Rudelmitgliedern. Vor allem unser großer Hütehundrüde Akko wird dabei noch eine wichtige Rolle quasi als "Vaterfigur" spielen und den Welpen auch Grenzen aufzeigen. 

 

Mit fünf Wochen etwa beginnen wir mit den Welpen das Training zum Erreichen einer größtmöglichen Umweltsicherheit. Hier spielt der Aufenthalt mit der Mutterhündin in neuem, unbekannten Gelände und auch die Gewöhnung an Elemente unserer technischen Welt (Auto, laute Maschinen und anderes) eine große Rolle. Wir richten uns dabei niemals nach einem strengen Schema, sondern bemühen uns, die Welpen genau dann in ihrer Entwicklung weiterzubringen, wenn sie reif dafür sind! 

...zum Abschluß grüßen Euch noch die drei kleinen Rüden Kuro, Kingston und Karlo! Gar nicht so einfach, ein scharfes Bild zu schießen, denn in der nächsten Sekunde sind alle schon wieder unter oder hinter oder mittem im Knäuel ihrer kleinen Schwestern verborgen! 

25.08.2022

Wieder sind einige Tage vergangen, und wir wollen Euch berichten, wie es unserem Nachwuchs geht. 

Alle Pudelkinder sind fit und gesund und haben mächtig an Gewicht zugenommen. Die Augen sind jetzt offen, ich habe allerdings den Eindruck, daß das scharfe Erkennen der Umgebung noch einige Tage auf sich warten läßt. Immerhin wackelt der ganze Kindergarten schon eifrig durch die Wurfkiste, nimmt wahr, wenn wir oder Mama Daisy sie besuchen kommen. Daisy verbringt schon jetzt mehr Zeit außerhalb der Wurfkiste als innerhalb, denn ihre zehn Welpen setzten ihr ganz gehörig zu! In diesem Alter - die Kleinen sind jetzt zwei Wochen alt und wachsen stürmisch - haben die Welpen immer Hunger, und reißen schon recht fordernd am Gesäuge der Mutterhündin. 

Man muß sich wirklich wundern, wie schnell aus den unfertigen, unreifen Neugeborenen doch richtige kleine Hunde werden! Hundemilch ist wesentlich reicher an Protein als die Milch z.B. der Kühe. 

Bei den drei kleinsten Welpen waren wir in den letzten drei Tagen mit der Gewichtszunahme nicht ganz zufrieden - zehn Welpen ist schließlich eine ganz gehörige Herausforderung für die Hundemutter- und so haben wir begonnen, dreimal am Tag alle Welpen mit einer kleinen Mahlzeit zuzufüttern. Alle haben die zusätzliche Nahrung gierig angenommen. Warum füttern wir nicht nur die Kleinsten? Ganz einfach: Wenn die größten Welpen satt sind, können die kleineren Geschwister länger bei der Mama saugen. Und nichts geht über Muttermilch! 

 

.. ganz gierig trinkt der kleine Kuro, er hat schnell gelernt, wie das Bäuchlein voll wird! Ebenso macht es sein Bruder Kijan: 

21.08.2022

Schon wieder sind einige Tage vergangen, und die Pudelkinder wachsen und gedeihen! Die Entwicklung junger Hunde geht - mit menschlichen Maßstäben gemessen - rasant schnell! Die Hundemilch ist reich an Energie und Nährstoffen, so daß kleine Hunde wirklich schnell wachsen können. Großpudelmütter haben in der Regel viel Milch. Manchmal sogar zu viel, so daß die Kleinen Durchfall bekommen können. Das stellt dann den Züchter vor die Aufgabe, die Saugzeiten früh zu reduzieren, was der Mutterhündin oft gar nicht gefällt. Auch wenn in einem Wurf nur zwei oder drei Welpen geboren werden, sieht es ähnlich aus.

 

Bei uns läuft alles nach Plan, Daisy hat genug Milch für alle, und auch die etwas kleineren Welpen bekommen genügend Nahrung und wachsen wirklich prima. 

Heute sind die Welpen 12 Tage alt, und wir merken, daß alle schon beweglicher werden. Die Bewegungen sind natürlich noch ungelenk und "wackelig", aber alle Welpen schaffen es, kurze Momente auf allen Vieren zu laufen. Auch das dicke Bäuchlein können sie schon für einige Sekunden vom Boden abheben!

 

Und noch ein ganz besonderer Moment steht unmittelbar bevor: Die ersten Hundekinder haben seit heute Morgen die Augen (zumindest zu drei Vierteln) geöffnet! Ich mag diese erste "Auge-in-Auge-Begegnung" sehr, denn so ein kleiner Kerl bekommt plötzlich viel mehr Persönlichkeit! "Willkommen im Leben" möchte man zu jedem dieser kleinen, schutzbedürftigen Wonneproppen sagen! Wir müssen in den ersten Tagen natürlich mit dem durch das Fenster einfallenden Sonnenlicht aufpassen, denn die Augen sind noch lichtempfindlich! Auch das Blitzlicht an der Kamera bleibt natürlich aus! 

 

... die ersten wackeligen Schritte! Der kleine Rüde Karlo hat sich von seinen Wurfgeschwistern entfernt und sucht nun nach ihnen. Vor einigen Tagen haben wir bei allen Welpen die Krallen der Vorderpfoten ganz leicht gekürzt! Exakt waren das einhundert kleine Hundekrallen! Eine Konzentrationsarbeit bei den zappeligen Welpen, denn wir wollten natürlich keine der kleinen Pfötchen verletzen! Das Krallenschneiden ist aber unbedingt notwendig, denn anders als in der Erdhöhle der Wildhunde und Wölfe schleifen sich auf den sauberen Badetüchern der Haushunde die Krallen nicht von alleine ab. Sie sind nadelspitz und verletzen das Gesäuge der Mutterhündin, die dadurch unter Umständen eine Gesäugeentzündung bekommen kann. Wir sind geübt, und so ging alles doch recht zügig! 

 ...ein kleines, pralles Bäuchlein! Wem es gehört können wir nicht mehr genau sagen, aber es ist gut gefüllt! 

...Großpudelkinder werden sehr klein geboren! Damit ihr einen Größenvergleich habt, haben wir neben den kleinen Rüden Kingston eine Streichholzschachtel gelegt. Bedenkt bitte: Die Welpen haben jetzt schon mehr als das doppelte ihres Geburtsgewicht, der Schwerste von ihnen hat heute morgen fast 800g auf die Waage gebracht! Die Welpen verbringen immer noch die meiste Zeit mit Trinken und Schlafen. Das Gerangel am mütterlichen Gesäuge ist ganz bestimmt kräftezehrend, und wir können nach dem oft stürmischen Saugen verstehen, daß einer nach dem anderen bald danach tief und fest schläft. Oft liegen dabei die Welpen völlig entspannt auf der Seite. Ich bin manchmal versucht sie anzustupsen, um sicher zu sein daß alles in Ordnung ist, und - um ehrlich zu sein - habe das auch schon oft getan! Zu ängstlich brauchen wir aber nicht sein, der morgendliche Gesundheits-Check war ohne Auffälligkeiten. 

 

... hier noch einmal die ganze Welpenschar... mit Streichholzschachtel...

Wir werden weiter berichten und freuen uns, Euch bald die kleinen Gesichter vorzustellen!

17.08.2022

Auch heute gibt es nur Positives von den Pudelkindern zu berichten! Alle haben wieder ein paar Gramm zugenommen und werden von Mama Daisy vorbildlich betreut. Viele Stunden verbringt sie in der Wurfkiste, so daß auch die Kleineren genügend Zeit haben, sich sattzutrinken. Erst wenn alles schläft verläßt Daisy für kurze Zeit die Kinderstube und ruht sich bei uns auf dem Sofa oder unter meinem Schreibtisch aus, nachdem sie sich zuerst ein paar Minuten Streicheleinheiten geholt hat und mit mir den Garten besuchen mußte. Ihr Appetit ist kräftig, die Milchproduktion fordert viele Nährstoffe. Wir füttern viel Fleisch und frisches, roh püriertes Gemüse, daneben ein ausgeglichenes Futter für Mütter und Welpen. Mit dieser Kombination haben wir gute Erfolge in den letzten Würfen gehabt. Die ersten Welpen nähern sich schon der 600g-Marke und morgen werden sie ihr Geburtsgewicht verdoppelt haben. Unmerklich runden sich die kleinen Bäuchlein und auch die Schnäuzchen werden langsam breiter. 

Die Bewegungen sind immer noch zaghaft und unkoordiniert, irgendwie schaffen es die Welpen zwar, die angestrebte Richtung einzuhalten, aber von gezielter Fortbewegung können wir wirklich noch nicht sprechen. Immerhin: Die Ersten heben schon ganz manierlich den Kopf und auch den Brustkorb für ganz ganz kurze Zeit vom Boden ab. 

Natürlich sind alle immer noch blind und taub, und damit haben ihre Gesichter noch etwas unfertiges, unentwickeltes. Das soll sich in einer Woche ändern, und wir freuen uns schon auf den Moment, wenn die kleinen Hundekinder ihre Augen öffnen! 

 

...hier seht Ihr den ganzen Kindergarten friedlich in der Mittagsruhe. Alle sind satt und zufrieden, und das Gesamtvolumen der ganzen Welpengruppe hat sich in etwa versoppelt! Schwer, einzelne Welpen auszumachen, ein Haufen schwarzer frisch ondulierter Wellen! (Ich glaube "ondulieren" sagte man so um 1920 zu dem "in Wellen legen" der Frisuren..., mit gefällt das Wort, denn es ist ähnlich kapriziös wie es der erwachsene Pudelhund sein kann!) 

Ganz vorn im Bild: Das Köpfchen des kleinen weißen Rüden Kijan. 

 

Deutlich erkennen wir die schon etwas in die Breite gewachsenen Schnäuzchen der Hündinnen Kiko und Kaja. Kiko ist die zuletzt in der Nacht zum Mittwoch geborene kleine Hündin, die aber jetzt die zweitschwerste Hündin ist.

 

Oft bleibt die Abstufung in der Reihenfolge der Gewichte gleich, aber manchmal läßt ein Welpe überraschend mehrere bei der Geburt schwerere Geschwister plötzlich hinter sich. Da hat dann die Vererbung mitgesprochen - vielleicht in unserem Fall die Gene der Großmutter Avalie, die einen wirklich kräftigen vom Zuchtamt mit "vorzüglich" bewerteten Brustkorb hatte! 

 

Kiko und Kaja sind sich irgendwie ähnlich, sie sind nacheinander geboren und zwei wirklich schön proportionierte Damen! Aber wir werden sehen was aus ihnen wird. Für den Moment ist nur wichtig, daß sie sich gesund weiterentwickeln. 

Wirklich lustig sind die kleinen Wellen, die das ganze Pudelchen überziehen! Etwas ganz besonderes, so einem wenige Tage altes Pudelkind über das Fell zu streicheln! Leider können wir zu diesem Zeitpunkt noch keinen Besuch bekommen, viel zu nervös würde das Daisy machen und auch die Infektionsgefahr für die Kleinen muß so gering wie mögliche gehalten werden. Sicherlich haben alle Antikörper von der Mutterhündin mit der ersten Milch mitbekommen, so daß man nicht gar zu vorsichtig sein muß. Aber auch wir Menschen waschen uns zumindest gründlich die Hände und wechseln die Schuhe, bevor wir zu den Welpen gehen.

 

Und unser übriges Rudel wird weiterhin von Mama Daisy auf Abstand gehalten. 

Besonders die Hündinnen lehnt Daisy stark ab. Unser großer Hütehund Akko - ein Arbeitshund an den Milchziegen - der allerdings auch mit uns im Haus lebt, durfte schon einmal vorsichtig in die Wurfkiste hineinschauen! Bei der Gelegenheit, hat er gleich Daisys Napf "gründlich" nachgeputzt! Er ist eigentlich immer der Meinung, er würde zu kurz gehalten werden, wir aber wollen keine dicke Rolle sondern einen fleißigen, beweglichen Helfer und Kumpan. Es ist nun einmal das Schicksal eines Hundes, daß er sein Leben lang Appetit hat!   

 

15.08.2022

 

Unsere Hundekinder nehmen langsam an Gewicht zu und wir merken beim täglichen Wiegen, daß alle schon ein wenig gewachsen sind! Natürlich sind weiterhin die Tage mit Milchtrinken und Schlafen angefüllt. Wir haben den Eindruck, daß die Kleinen nicht mehr ganz so auf die ständige Körperwärme der Mutterhündin angewiesen sind, denn Daisy verbringt öfters am Tag eine viertel Stunde außerhalb der Wurfkiste. Die Kleinen schlafen dann im lockeren Pulk einfach weiter. 

Heute habe ich Daisy auch zum ersten Mal wieder mitgenommen auf unsere (etwas verkürzte) Morgenrunde. Man muß versuchen zu ergründen, ob Daisy nur pflichtbewußt an der Haustür steht, wie immer, wenn es morgens losgeht, oder ob sie wirklich ihren Welpen die kurze Abwesenheit zutraut. Ich hatte den Eindruck, Letzteres sei der Fall. Sie hatte im Wald viel Spaß mit ihrer Schwester Malin und der jungen Hündin Belle und die Bewegung tut ihr auf jeden Fall gut, so meine ich. 

Nach dem Spaziergang: Schnell, schnell!!!! Ein Blick zu mir sagt: "Mach die Tür auf, ich muß sehen ob alles okay ist!" Im Galopp durch die Küche und in die Wurfkiste im Eßzimmer! Gleich werden die Kinder begrüßt und kontrolliert - und Mama ist beruhigt.

Langsam werden die Welpen auch beweglicher, sie wissen nun alle genau, wo die gute Milch zu finden ist und nehmen auch den Kontakt mit uns Menschen gelassen hin. Wahrscheinlich findet durch den Geruchssinn schon so etwas wie eine "frühkindliche Prägung" auf uns Menschen statt. Ich glaube, das legt den Grundstein für alles Weitere. Wir kontrollieren ja täglich den Gesundheitszustand der kleinen, hilflosen Hundekinder. Und natürlich können wir es auch nicht lassen, jedes dieser zarten Geschöpfe ganz lieb zu streicheln! Wohlig räkeln sich dann die glänzend schwarzen Fellchen!

 

Beim Wiegen merken wir schon, bevor der Kleine auf der Waage liegt, ob er an Gewicht zugelegt hat. Und auch die Körperspannung gibt uns Aufschluß. Ein vitaler, kräftiger Welpe wird genug Trinken und nimmt täglich etwa 40 Gramm zu - und morgen werden die Kleinen ja schon eine Woche alt! Wir sind froh, wenn wir das zweite Wochen-Wiegeblatt aufschlagen können und hoffen, daß die Aufzucht weiterhin gut verläuft. 

Hier noch ein paar Momente aus der Wurfkiste:

 

 

... die Schwestern Keena und Kora schlafen Schnäuzchen an Schnäuzchen... wir sind immer wieder aufs Neue fasziniert von diesen bezaubernden Geschöpfen und hoffen, daß alle das passende, liebevolle Zuhause finden. 

... und auch der kleine, goldige Rüde Kijan träumt mit vollem Bäuchlein - ja, wovon? Wir wissen es nicht. Aber selbst diese kleinen Welpen können im Schlaf schon Laute, die einmal ein Bellen werden sollen, von sich geben. Vermutlich verarbeiten die Kleinen jetzt schon im Schlaf das zuvor erlebte. Denn auch ein Abdrängen von der Mutterzitze ist eine durchaus aufregende Erfahrung für so einen kleinen Wicht! Die Entwicklung der Hundekinder wird von Tag zu Tag spannender! Neben Kijan sehen wir die kleine Hündin Kiko, die als einzige erst am Mittwoch morgen eine Woche alt wird. Wir erinnern uns, daß sie ja heimlich noch am frühen Mittwochmorgen in die Wurfkiste geschlüpft ist, nachdem wir eigentlich der Ansicht waren, die Geburt sei vorüber! Kiko ist sogar eine der schwersten Hündinnen, sie bringt heute 488g auf die Waage! Ihre Schwester Kahri, die Erstgeborene, rollt sich hier gerade auf den Rücken: Sie wiegt heute schon 513g. Rasant verläuft die Gewichtsentwicklung der Welpen! 

13.08.2022

Ein guter Tag im Hunsrück!Die Hundekinder haben ihre ersten drei Tage soweit gut überstanden.  Daisy wird zwar noch von einigen schwachen  Nachwehen geplagt, es sind immer noch Rückbildungsvorgänge zu beobachten, aber das ist ganz normal! Für uns ist das etwas anstrengend, denn sie  muß oder will alle zwei Stunden hinausgelassen werden, auch in der Nacht. Da ist noch nicht so viel Schlaf für uns drin! 

Alle Hundebabys sind wohl und knuffelig und haben an Gewicht zugelegt! Wir dokumentieren fleissig weiter! Viel tut sich nicht in der Wurfkiste, die kleine Familie ist weiterhin mit dem Trinken und Schlafen beschäftigt! Wir freuen uns, daß es allen gut geht! 

... alles drängelt an Daisys warmem Bauch nach den Milchquellen! Viel kann man nicht erkennen bei all den schwarzen Locken! Energisch arbeiten sich die hungrigen Welpen zu einer freien Milchzitze durch. Es sind mehr Welpen als Daisy Tankstellen hat, und so müssen wir genau aufpassen, daß auch die Kleinsten zu ihrem Recht kommen. Wir legen sie mehrmals täglich an die hinteren, milchreichen Zitzen an, so daß auch sie satt werden!

 

 

12.08.2022

 

Heute war kein schöner Tag für uns. Schon gestern war aufgefallen, daß ein kleiner Rüde an Gewicht verloren hatte. Augenscheinlich konnte er nicht bei Daisy saugen. An sich ein kräftiger Rüde! Wir meinten, sein Saugreflex sei noch nicht vollkommen ausgereift, denn so etwas kann durchaus vorkommen, und haben ihn alle zwei Stunden mit winzigen Portionen künstlicher Hundemilch versorgt. So eine etwas verspätete Reifung behebt sich selbst in ein oder zwei Tagen... Aber:  Trotzdem verlor der Kleine 25 Prozent seines Gewichtes! Höchster Alarm für uns! Schließlich, heute vormittag, hat der Tierarzt unsere letztliche Vermutung bestätigt: Der kleine Kerl litt an einer angeborenen Mißbildung, einer schweren Form der Gaumenspalte, die ihm ein normales Saugen bei der Mutter und ein Abschlucken unmöglich macht. Leichte Formen sind eventuell zu behandeln, aber bei neugeborenen Welpen bedeutet dies viele Operationen. Ein normales Leben kann so ein Hund vielleicht doch niemals führen. Schwere Formen dagegen...

  

Wir haben uns in Abstimmung mit unserem Tierarzt enschieden, den Welpen einzuschläfern. Ein trauriger Moment, so ein winziges Hundekind am Beginn seines Lebens zu verlieren. Aber auch das müssen wir als Züchter ertragen können. 

Wir haben den kleinen Rüden Kiril an einem schattigen Platz unter einem Pflaumenbaum in unserem Obstgarten beerdigt...

 

Unsere Welpen haben heute morgen alle an Gewicht zugenommen und Daisy hat für alle genug Milch, so daß wir (noch) nichts zufüttern müssen. Für den Fall der Fälle sind wir natürlich gerüstet. Daisy erholt sich zusehens von der Geburt und ist heute mit ihrer Schwester gut gelaunt in den Garten gerannt - nur für einige Minuten, dann hat es sie wieder ans Wurflager zu ihren Kindern gezogen. Sie ist heute morgen auch wieder bei ihrer normalen Temperatur angekommen, das leichte nachgeburtliche Fieber ist abgeklungen. Zur Sicherheit messen wir weiter dreimal am Tag die Temperatur und notieren dies in unserem Wurfbuch.

  

Im dichten Knäuel halten sich die Welpen während der Abwesenheit der wärmenden Mutterhündin gegenseitig warm, denn ihre Körpertemperatur können sie in diesem Alter noch nicht allein aufrechthalten. Es ist ja warm genug draußen, frieren muß sicherlich kein kleines schwarzes Schnäuzchen!

Was tun die Welpen den ganzen Tag? Schlafen und Trinken und ein bisschen im Kreis herumrobben! Manchmal verirrt sich ein Kleines in einer Ecke der Wurfkiste, Mama Daisy leitet es dann mit ihrer warmen Zunge zurück an ihren Bauch.

Falls etwas nicht stimmt oder Daisy versehentlich einen Fuß verkehrt platziert sind alle schon zu lautem Protest fähig! Auch wenn die Mama ihre kleinen Bäuchlein mit der Zunge massiert, wird unwirsch Einspruch erhoben! Aber diese Bauchmassage ist überlebenswichtig, denn ein Welpen kann nur dann seine Notdurft verrichten. Der erste sogenannte Milchkot wird vollständig von der Mutterhündin entfernt, sie frisst ihn ganz einfach auf. So bleibt das Wurflager wunderbar sauber. Erst wenn die Kleinen mit etwa drei Wochen die erste Portion Fleisch fressen, hört diese Fürsorge der Mutter auf. Ab diesem Zeitpunkt sind wir als Züchter gefordert, damit der Wurf sauber und gesund aufwächst. Kleine Hunde entwickeln sich rasant, Ihr werdet es miterleben!  

 

Wir hoffen, daß die nächsten Tage gut verlaufen und sind natürlich immer wachsam in der Nähe unserer kleinen Pudelfamilie! 

 

 

 

11.08.2022

Auch die zweite Nacht haben unsere Saugwelpen gut verbracht. Die Ersten beginnen zaghaft an Gewicht zuzunehmen und augenscheinlich haben alle die Geburt einigermaßen gut verarbeitet. Am ersten Lebenstag nehmen alle Welpen leicht an Gewicht ab, denn die Milch muß erst in ausreichender Menge gefunden werden!

Wir haben gestern abend jedes kleine Hundekind mit einer individuellen Farbmarke auf dem Schwänzchen versehen, damit wir beim täglichen Wiegen ganz sicher sind, wen wir vor uns haben. Die Welpen gleichen sich vollkommen, so daß es schwer bis unmöglich ist, den einen vom anderen zu unterscheiden. Wir verwenden keine Halsbändchen oder Wollfäden zur Kennzeichnung, denn viel zu leicht kann die Mutterhündin daran hängenbleiben. Das kann schwere Folgen für den zarten Babyhund haben! 

Daisy geht es auch den Umständen entsprechen gut, sie hatte heute einen guten Appetit. Wir sind immer in ihrer Nähe, so daß wir zur Stelle sind, wenn die Mama hinausgelassen werden möchte oder Nachschub im Napf angesagt ist. Ihre leicht erhöhte Temperatur ist normal nach so einer anstrengenden Geburt. Daisy ist vital und fröhlich, sucht mehrmals am Tag unsere Nähe und freut sich sichtbar, wenn wir neben ihr in der Wurfkiste sitzen. Allerdings erlaubt sie nur uns Menschen den Zugang zu ihren Kindern! Die übrigen Mitglieder des Rudels hält sie auf Abstand! Keiner unserer Hunde darf sich näher als drei Meter der Wurfkiste nähern! Ich liebe dieses tiefe besorgte Grollen der Mutterhündin, das wir nur während der ersten Tage der Aufzucht hören können. Es eine Mischung aus Sorge, Drohung und vielleicht schwingt auch die Bitte um Verständnis mit. Es zeigt mir, daß alle Instinkte wach sind!  Auch für eine Hündin ist das Ausleben ihrer Mutterinstinkte ganz sicher eine erfüllende Erfahrung. Wir haben zu keiner Zeit den Eindruck, daß eine so gesunde und vitale Rasse, wie der Großpudel es ist, unter der Aufzucht eines Wurfes leidet. Im Gegenteil: Die Pudelmütter sind eigentlich immer mit ganzem Herzen Mutter und kümmern sich liebevoll um ihre Welpen! Natürlich erfahren sie durch uns Menschen jede Form von Unterstützung, die wir zu leisten imstande sind. Das fängt schon bei den umfangreichen Untersuchungen an, die dem Belegen der Hündin vorangehen. Nur wer ganz gesund ist, darf in die Zucht! Denn wenn wir schon für das Entstehen der kleinen Familie Verantwortung tragen, wollen wir so sicher wie irgend möglich sein, daß es gesunde, fröhliche Hunde sind, die aufs Beste mit dem Menschen zusammenleben können. Und schon Monate vor dem Decken der Hunde wird noch einmal ganz besonders auf die Vitaminversorgung und das Vorhandensein aller Spurenelemente in der Nahrung geachtet. Dabei setzten wir auf natürliche Vitaminquellen und haben damit die besten Erfahrungen gemacht!

 

Der Großpudel ist seinem Menschen unglaublich nah und wirklich ein ganz toller Partner! Und man kann einigermaßen sicher sein, welche Rasseeigenschaften er mitbringen wird. 

Hier noch einige "Bilder des Tages": 

 

... auf dem Weg zur Waage träumt die kleine Hündin Kora einfach in unserer Hand weiter. Die Augen und Ohren sind noch viele Tage geschlossen, und eine zartes, kleines, schwarzes Pfötchen ist nur so groß wie ein Fingernagel... Unglaublich klein und doch schon vollkommen! Sogar ein paar Wellen können wir im Fell erkennen! Es werden einmal glänzend schwarze Locken werden! 

...das Wiegen ist schnell erledigt und gibt uns die Gewißheit, daß alles in Ordnung ist. Zunächst wiegen wir morgens und abends den ganzen Wurf, aber hoffentlich bald können wir zu einmaligem Wiegen übergehen. Kora trägt die Farbmarke Orange und wird während der gesamten Aufzucht zweifelsfrei an diesem winzigen Farbtupfer zu erkennen sein. Im nächsten Bild sehen wir ihr Hinterteil: 

...und nach dem Wiegen geht es schnell wieder an den warmen, weichen Bauch von Mama Daisy! Zwei Hände voller Glück! 

10.08.2022

Die Geburt unserer Hundekinder ist glücklich verlaufen! Wir möchten Euch berichten, wie es unserer Daisy gegangen ist: 

 

Den ganz genauen Tag der Niederkunft kann man nur ahnen. Wenn alles gut verläuft, trägt die Hündin egal welcher Rasse 63 Tage lang ihre Babys aus.  Aber das ist individuellen Schwankungen unterlegen. Wir hatten schon am Montag abend gemerkt, daß es nicht mehr lange dauern konnte, denn Daisy wollte nichts mehr fressen, hat nur noch Wasser getrunken und war recht ruhelos. Durch alle Zimmer, auf ihr Lager und unter den Schreibtisch und in die seit Tagen vorbereitete Wurfkiste. Dann alles wieder von vorne! Zwischendurch wollte sie hinaus, bald aber wieder ins Haus. Wir hatten dann auch eine unruhige Nacht, an tiefen Schlaf war nicht zu denken. Viel zu leicht kann etwas schiefgehen bei der Geburt, denn manchmal sind die Hündinnen zu langsam bei der Geburtshilfe, und so ein kleiner Welpe kann dann recht schnell an Sauerstoffmangel zu Grunde gehen. Immerhin ging die Nacht vorbei und Daisy hat dann doch noch zwei Stunden Ruhe gefunden. Gegen Morgen war es damit dann auch vorbei, und das unruhige Suchen ging wieder los. Immer wieder suchte Daisy dabei unsere Nähe, wollt minutenlang gestreichelt werden und in engem Kontakt mit uns auf dem Sofa ruhen. Der Bauch war wirklich unförmig! Leider haben die Großpudel oft eine ganz beträchtliche Anzahl Welpen, so daß die Geburten doch lange dauern können. Und so sollte es auch kommen. Jede Geburt ist auch für uns jedesmal eine emotional außergewöhnliche Situation, und meine Nerven waren einigermaßen angespannt. Wir haben den Mittag auf dem Kanapee verbracht, im Fernsehen lief irgendein Soft-Western, in dem - Zufall? - eine Siedlerin ihr Kind allein in der Wildnis zur Welt brachte. Als das Baby geboren war hatte ich auch Tränen in den Augen! Ja so geht es. Man ist, obwohl der Tierarzt verständigt ist, der Situation komplett ausgeliefert, und kann nur eins tun: Ruhe und einen klaren Kopf bewahren! Ein ruhige Herz hilft der werdenden Muttehündin am meisten!

Alles war ja schließlich gut vorbereitet: Viele saubere, frische Handtücher, Desinfektionsmittel, Nabelklemmen und eine Nabelschere, saubere,große frisch gewaschene Badetücher, eine Liste mit Namen für die kleinen Hündinnen, und eine ebensolche mit Namen für die kleinen Rüden (erst einen Tag vorher machen wir diese Liste, ich würde es nicht ertragen, wenn ich schon Namen gesucht gehabt hätte und dem Wurf doch noch etwas passieren sollte). Auch die Waage für das Geburtsgewicht und die erste Wiegetabelle liegen bereit. Und dann ging alles ganz schnell! Die ersten heftigen Wehen überraschen nicht nur mich sondern gleichermaßen auch Daisy, und wir gehen in die Wurfkiste, der Raum ist leicht abgedunkelt, und das Haus liegt in mittäglicher Stille. Meistens suchen sich die Hündinnen ruhige Stunden für die Geburt aus. Der erste Welpe muß den Weg für alle bahnen, und so dauert doch einige heftige Minuten bis um 13.50 die kleine Hündin Kahri naß und unglaublich schwarz auf die Welt kommt. Daisy ist überfordert von ihrer ersten Tochter, und ich übernehmen das öffnen der Fruchtblase und nabele das Würmchen ab. Sofort muß das Mäulchen frei von Fruchtwasser gemacht werden, und die ersten tiefen Atemzüge und ein leiser Protestschrei lassen Daisy hochfahren und auch mir schießt das Adrenalin durch die Adern! Aber alles ist gut, der erste Welpe ist geboren! Wir haben keine Zeit für eine genaue Untersuchung der Kleinen, nur schnell Wiegen, das Gewicht ist 345g und damit absolut passabel, Schnäuzchen ist vorn, Schwänzchen hinten, und ja! eine kleine Hündin liegt in meinen Händen, als nur acht Minuten später ihr Bruder, der kleine schwarze Rüde Kiril auf die Welt kommt! Alles von vorn, Daisy leckt Kahri trocken und ich kümmere mich um Kiril, der stolze 371 Gramm auf die Waage bringt! Beide werden nun liebevoll von Daisy empfangen, die warme Zunge bringt den Kreislauf in Fahrt und auch die Nabelschnur wird instinksicher auf das nötige Maß gekürzt und ausgestrichen! Ein paar Minuten später, es ist 14.19 Uhr, kündigen heftige Wehen das nächste Hundekind an: Kuro, ein schwarzer Rüde kommt ohne Schwierigkeiten zur Welt, trotz Steißlage! Auch er ist schwarz wie die Nacht! Ihm folgt um 14.33 eine ebenfalls schwarze kleine Hündin, wir nennen sie Kenia, und dann haben wir eine halbe Stunde Ruhe. Ich biete Daisy Wasser an, sie lehnt ab, während der Geburt verweigern die Hündinnen in aller Regel die Nahrung. Daisy leckt die Welpen trocken, und scheint nach innen zu horchen, es rumort noch ganz gehörig in ihrem Bauch! Die ersten Welpen haben auch gleich die mütterlichen Zitzen gefunden, viel Milch scheint aber nicht zu kommen, und auch das ist normal, denn erst der Geburtsakt läßt die Milch einschießen, und das erste Saugen der Welpen beschleunigt dies und auch den weiteren Verlauf der Geburt. Wie ging es weiter? 14.58 Kingston,

378g schwer, schwarzer Rüde, danach kommt um 15.30 der ebenfalls schwarze Rüde Karlo und endlich, nach einer weiteren Stunde, um 16.30 der erste und einzige weiße Welpe, ebenfalls ein Rüde. Wir nennen ihn Kijan. Die Abstände zwischen den Welpen werden nun größer; es dauert einige Zeit, bis der jeweils nächste Welpe durch die beiden schlauchförmigen Gebärmutterhörner gewandert ist! 

Daisy macht eine Pause, möchte hinaus. Wir gehen mit und hoffen, daß der nächste Welpe nicht in der Wiese zur Welt kommt! Denn auch das kann leicht passieren. Wir können Daisy überreden, wieder mit uns ins kühlere Haus zu kommen und es dauert auch nicht lange, da kommt um 16.53 die kleine Keena an. Alle Welpen sind bis jetzt vital und gesund, nach wenigen Minuten suchen sie nach der Milchquelle und protestieren gegen die fürsorgliche Zunge ihrer Mutter lautstark! Bis 17.45 warten wir nun auf die kleine Kora, sie ist ebenfalls schwarz, unglaublich niedlich und kommt in Steißlage zur Welt, ist aber kreuzfidel! Wir meinen jetzt reicht es wirklich, neun Welpen ist doch ein schöner Wurf, und auch der Bauch unserer Daisy ist eigentlich nicht mehr vorhanden. Vorsorglich lege ich Daisy ein helles frisches Badetuch unter, damit ich auch im Dämmerlicht inmitten des ganzen Gewusels noch einen eventuellen Neuankömmling bemerke! Und tatsächlich, ohne jeden Laut mit wenigen Wehen kommt um 20.00 noch eine kleine Hündin - wir nennen sie Kaia - zur Welt! Wir furchtbar, wenn wir die Kleine übersehen hätten! 

Es sind nun zehn Welpen! Ich atme tief ein, und denke: Das wird anstrengend für uns alle! Wir sind ja gut vorbereitet, haben genügend Futter in der Gefriertruhe und können - falls es nötig sein sollte -  auch früh unserer Daisy unter die Pfoten greifen! 

Tatsächlich habe ich erst jetzt Hunger, ich habe seit heute früh nichts gegessen, und endlich Zeit, mir einen Rest von gestern aufzuwärmen. Daisy mag nichts, das macht mich eine Sekunde lang unruhig, denn eigentlich sollte sie Hunger haben.. ich denke: Es wird der Appetit schon kommen. Viel Zeit zum Nachdenken ist nicht, ich werfe die Waschmaschine an, denn ein Berg blutiger Handtücher soll wieder sauber werden! 

 

Tatsächlich habe ich kurz Zeit, das Ereignis auf der Homepage zu veröffentlichen, denn viele warten schon auf Nachricht von der Geburt! Und ...es  sollte dann doch noch eine Überraschung geben! Daisy liegt mit ihrem Wurf im Eßzimmer, das sich an das Wohnzimmer anschließt und ich schlafe in den ersten Tagen auch im Wohnzimmer, denn es ist wichtig, zur Stelle zu sein, falls ein Welpe unglücklich unter der Mutter zu liegen kommt. In der Tat ist es eine große Gefahr für die Welpen, von der Mutterhündin versehentlich erdrückt zu werden! Das kann vorkommen und es kommt gar nicht einmal so selten vor. Natürlich tun wir alles, um es zu vermeiden, aber auch wir müssen irgendwann einmal eine Mütze voll Schlaf finden! 

Ich hatte Daisy abgetastet und war der Meinung, die Geburt sei vorbei, und so legen wir uns gegen Mitternacht zur Ruhe. Zwölf anstrenge Stunden liegen hinter uns allen! Daisy ist entspannt, ihre Kinder schlafen frisch trockengelegt auf sauberen Tüchern an ihrem warmen weichen Bauch, und eine friedliche, dankbare Stimmung breitet sich im ganzen Haus aus... Gegen 2.30 werde ich dann von einem anhaltenden feinen quengelnden Winseln wach, ich bin tatsächlich eingenickt. Sofort sehe ich nach der jungen Familie, zähle durch und meine, ich sei noch nicht richtig wach, denn - es sind elf Welpen! Ich zähle noch mindestens dreimal aber es ändert sich nichts! Daisy hat allein ganz unbemerkt einer weiteren kleinen Hündin das Leben gegeben, und sie vorbildlich versorgt! Der Nabel gekürzt, die Nachgeburt verschwunden, nur ein großer Fleck Fruchtwasser verrät die Geburt! Dann ist aber wirklich Schluß mit dem Kindersegen, Daisy verlangt hinausgelassen zu werden und frißt zu meiner Beruhigung endlich mir gutem Appetit ihre Lammschulter mit Kartoffeln und Gemüse... und wir alle können ein paar Stunden Ruhe finden.

 

Wir möchten Euch natürlich noch zwei Bilder der jungen Familie zeigen, für mehr war noch keine Zeit, aber wir werden natürlich weiter berichten!

Daisy und ihre elf Welpen. Sichtlich erschöpft von der langen Geburt...

Neugeborene Pudelkinder... Augen und Ohren noch geschlossen, nur der Wärmesinn und der Geruchssinn sind entwickelt. Morgen nehmen wir die individuelle Kennzeichnung der Hundebabys vor, um die Gewichtsentwicklung eines jeden Hundekindes erfassen zu können. 

09.08.2022

Heute will ich mit dem neuen Welpentagebuch beginnen. Wir möchten an dieser Stelle alle paar Tage jedem Interessierten die Möglichkeit geben, in Wort und Bild an der Entwicklung unserer Großpudelkinder teilzuhaben.

Für alle, die sich schon auf eines der Pudelchen freuen, wird so die Wartezeit vielleicht ein wenig verkürzt und sie erhalten einen ehrlichen Einblick in unsere Kinderstube. 

Für uns ist das Welpentagebuch eine Möglichkeit, den oder die vergangenen Tage in Gedanken noch einmal abzurufen. 

Kontakt: 

Rufen Sie einfach an unter

Telefon: 

0049 6745 1839905

Mobil: 

0160 84 23 606

 

 

 

Druckversion | Sitemap
© Pudelzucht vom Weidenlauf