Die Pudelhunde vom Weidenlauf VDH-Großpudelzucht im Hunsrück www.Pudel-vom-Weidenlauf.de
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Welpentagebuch Betty 2025

Auch hier im Welpentagebuch steht der neueste Eintrag immer ganz oben. Für ältere Einträge scrollt bitte mit den Pfeiltasten einfach ans Ende des Textes zum betreffenden Datum.

28.11.2025

Wir möchten wieder Neues von unseren Großpudelkindern berichten... Zunächst: Alle sind wohlauf, haben die Umstellung auf feste Nahrung hervorragend gemeistert und sind nun auch von der Muttermilch nahezu entwöhnt. Gelegentlich gibt es noch einen Schluck aus Bettys Milchbar, aber es ist kaum noch Milch da. Wir begrüßen diese Entwicklung, sind doch alle Welpen prima in der Lage, nun mit ihrem gemüsigen Fleisch auszukommen. Und Betty muß dringend zunehmen, ihr Fell schlottert um ihre Hüften! Acht Welpen sind nicht nur eine Freude, sondern auch ab einem gewissen Alter ganz einfach eine starke Beanspruchung für die Mutter. Betty hat fast immer Hunger... 

 

Die Welpen sind wieder gewachsen und wir sahen in den letzten Tagen, daß ihre kleine Welt im Eßzimmer - trotz täglich frisch gewaschener Spielzeuge - nun nicht mehr ausreicht. Jetzt ist die Zeit, die kleinen Schoko-Buddies mit Neuem zu fördern! Wir waren am vergangenen Mittwoch zum ersten Mal in dem kleinen, gesicherten Welpenauslauf hinter der Küchentüre! Es war zwar kalt hier im Hunsrück, aber aus Zucker sind die kleinen Pudelkinder ja nicht! Alle haben freudig mit aufgeregt aufgerichteten Schwänzchen das neue Terrain erkundet! Da gibt es interesante Bodenritzen im Beton... kann man die auslecken? Ja, man kann, aber zu viel Dreck macht Durchfall! Der kleine Organismus ist nun in der Phase der Stabilisierung, und die Welpen müssen sich jetzt an Umweltkeime gewöhnen. In der Regel geschieht dies ganz problemlos. Wir unterstützen den jungen Organismus, indem wir alle Nahrung  anwärmen und auch das Wasser überschlagen anbieten. Viele, viele Male muß der Wassernapf geleert und frisch gefüllt werden, denn garantiert fällt nach wenigen Augenblicken einer der Kleinen hinein! Schmutziges Wasser und zu kaltes Futter sind immer ungünstig in der Aufzucht. Ich bitte alle, die sich schon jetzt auf ein Hundekind freuen, den Garten, die Wohnung und die Terrasse zu untersuchen: Blumentopfuntersetzer mit überschüssigem Gießwasser? Nein! Gießkannen, deren Inhalt morgens eine Temperatur knapp über dem Gefrierpunkt hat? Nein! Gebt dann bitte nicht dem Futter die Schuld für die Magenerkältung Eures kleinen neuen Lieblings oder den heftigen Durchfall. 

 

 

 

... so interessant der Auslauf auch ist: Lebensmittelpunkt der Kleinen ist und bleibt der Mensch, der mit so viel liebevollen Streicheleinheiten und duftenden Mahlzeiten sofort aufgeregt begrüßt wird! Alle Welpen kennen uns ganz genau, und auch wir können alle nun gut unterscheiden. Natürlich helfen uns immer noch die Farben des Schwänzchen, mit denen wir die Welpen gekennzeichnet.

Wir erinnern noch einmal an die Farben unserer acht Hundekinder: 

Queenie: pink

Quita: hellrotorange

Quani: dunkelgrün (vorher grau, der Lack war leer)

Quendoline: altrosa

Quinn: ocker

Quintus: weiß

Quiana: hellgrün

Quirin: himmelblau

 

Wir haben außerdem in den letzten Tagen nachgedacht, wer wohl am  besten in welche Familie passen könnte, und ... Die Würfel sind gefallen! Wie wir schon sagten möchten wir nicht den stärksten Rüden bei den noch unsicheren Hundeneulingen wissen! Und auch eine kräftige, ihren Geschwistern schon jetzt überlegene kleine Hundedame soll vielleicht doch lieber in eine Hand, die schon einmal einen großen Hund geführt hat... 

Wir würden uns folgende Verpaarungen Welpe- Mensch vorstellen können (Diskret formuliert, es weiß schon jeder wer gemeint ist)... Vorausgesetzt, der oder diejenige(n) sind einverstanden: 

 

Die kleine Queenie sehe ich bei M. und ihrer Familie, 

Quita würde ich meinen paßt toll zu C. und D. aus H. und ihren Vorstellungen von ihrem neuen Begleiter...  

die Hündin Quani meine ich ist glücklich bei C.W. aus L., und

am liebsten würde ich Quendoline zu V.F. aus dem S. gehen lassen... 

und der kleine Rüde Quinn, ja da schwanke ich noch, genau wie bei seinem Bruder Quintus... in den nächsten Tagen weiß ich hier vermutlich mehr. 

Die starke Hündin Quiana, so denke ich, wäre sehr gut aufgehoben bei E.H., die schon viele Jahre Erfahrung mit einer verwandten Rasse machen konnte...

und last but not least, könnte der etwas schüchterne Hundebub Quirin meiner Meinung nach sehr glücklich werden bei Familie R., die ich allerdings erst morgen kennenlerne... 

 

Na, im Einzelfall kann man noch überlegen, und es ist ja auch nur ein Gefühl. Ich möchte aber deutlich sagen, daß ich nichts davon halte, daß der erste Besucher sich einen Welpen aussucht, der vielleicht meiner Meinung nach gar nicht so gut paßt, und der letzte Besucher dann den nehmen muß, den keiner wollte - auch wenn dies vermutlich unbegründet war!

Ich weise noch einmal darauf hin, daß jeder Welpe natürlich auch mit einem externen Gesundheitszeugnis aus unserem Hause geht.  

 

Welcher Welpe geht in welches Zuhause? Diese Frage ist mir zwar wichtig, aber ich bin ganz sicher: Alle Welpen haben den gleichen Vater und die gleiche Mutter. Wie sich ein Welpe entwickelt, hängt in allerhöchstem (!) Maß von den geschickten und hoffentlich liebevoll-konsequenten Händen der neuen Besitzer ab! Ich bitte deshalb Euch alle ganz inständig: erspart mir den Streit um einen bestimmten Welpen, denn nur einer kann die kleine Queenie oder den kleinen goldigen Quirin bekommen!

 

Noch ein paar Szenen aus dem Auslauf der Welpen: 

 

 

... in Bayern, meiner Herzensheimat, sagt man ganz treffend "Abliebeln". Dieses Abliebeln meint die sanften einfühlsamen Streicheleinheiten, die jedem einzelnen Welpen viele Male am Tag und ganz besonders in der Kuschelstunde vor dem Schlafengehen zuteil werden. Die kleinen Körperchen drängen voller Leben in unsere Arme, jedes Hundekind sucht unsere körperliche Nähe und den klang unserer lobenden Stimme... wir nehmen jedes der kleinen Köpfchen in unsere Hände und schauen genau, ob die Augen uns freudig und wach entgegenleuchten... und diese Momente sind mit das Schönste der ganzen Aufzucht! 

... nach Minuten beginnen die ersten Welpen, den Auslauf zu erkunden, genießen den freien Platz zum Toben und Spielen. Wir erlauben ihnen gern dies Vergnügen, müssen aber ein waches Auge auf die Temperatur haben. Wenn das erste Hundekind die Lust verliert und sich frierend auf seinen kleinen Popo hockt, ist es Zeit, wieder ins Warme zu gehen!

 

In den nächsten Tagen kommt wieder Besuch, aber Anfang kommender Woche, eventuell schon Sonntag beginnen wir, die Welpen an das Autofahren zu gewöhnen. Und, sollte es trocken sein, planen wir den ersten Ausflug in die Hunsrückwiesen!  

20.11.2025

Acht Tage sind vergangen. Die Welpen unserer Betty sind nun viereinhalb Wochen alt! Für uns ist dieser Lebensabschnitt mit Sicherheit einer der Schönsten der gesamten Aufzucht: Die Kleinen sind nun quasi "aus dem gröbsten heraus", denn die ersten Wochen liegen nun hinter uns. In den ersten vier Lebenswochen sind die Welpen total abhängig von der Muttermilch, und wir haben stets ein besorgtes Augenmerk auf den Gesundheitszustand und die Vitalität eines jeden Hundekindes. 

Jetzt, mit viereinhalb Wochen, haben alle Welpen mit der Aufnahme fester Nahrung begonnen und alle haben ihre ersten Mahlzeiten gut vertragen. Mutter Betty findet die bei den Welpen durchbrechenden Milchzähne nicht so lustig, machen ihr die ungestüm saugenden Welpen doch jetzt Schmerzen am Gesäuge. Betty begrenzt die Milchmahlzeiten, säugt nur noch im Stehen,  leidet wohl auch in manchen Stunden unter der immer noch eifrig gebildeten Milch, die sie ihren Kindern nur wenige Augenblicke anbietet. 

Wir kommen der beginnenden Entwöhnung entgegen, indem wir Bettys Mahlzeiten kürzen, und hoffen, daß sich das Gesäuge ganz langsam zurückbildet. Nicht ganz einfach, denn Betty hat ohnehin stark abgenommen, die Aufzucht von acht Welpen zehrt natürlich an der Mutterhündin! Die Welpen nehmen nun von Tag zu Tag etwas weniger Milch auf, fressen dafür schon ganz ansehnliche Portionen Fleisch mit Gemüse, und sind auch mit dieser neuen Kost sehr zufrieden.

 

Wir steuern nun, da durch die reduzierte Milchmenge auch immer weniger mütterliche Antikörper aufgenommen werden, auf die erste Immunitätslücke der Welpen zu. Der Schutz der Welpen durch die mütterlichen Antikörper nimmt ab, bis er sich nach der ersten Impfung in drei Wochen wieder schlagartig aufbaut. Wir bitten deshalb eindringlich jede Familie, die uns am kommenden Wochenende besucht, um saubere Schuhe und eine alte, aber saubere Hose sowie gewaschene Hände. Sollten in der Familie bereits Hunde leben, reduzieren Sie bitte am Besuchstag den Kontakt zu ihnen,  bzw. lassen sie Ihren Hund zuhause. Staupe- und Parvoviroseerreger sind verbreitet, alle erwachsenen Hunde sind dagegen geimpft, aber die Welpen haben nun zunehmend keinen ausreichenden Schutz. Und wir brauchen wirklich keine Keimflut in der Wurfkiste.

 

Was können wir von den kleinen Hundekindern berichten? Alle haben sehr gut Gewicht zugelegt, steuern die Drei-Kg-Marke der Waage an. Wir freuen uns, denn der Wurf stellt sich insgesamt als mäßig temperamentvoll dar, so daß wir sagen können, daß die Wahl des niederländischen Rüden Jace eine gute Wahl war. 

Alle Welpen haben von Tag zu Tag mehr Interesse an ihrer kleinen Welt, und nutzen nun den erweiterten Spielbereich ihres Wurflagers voll aus. Auch das Interesse an Spielobjekten ist gewachsen, da wird schon einmal stolz eine kleine Beute herumgetragen, und Neues wir sofort untersucht und wohl auch einmal gegen ein vorwitziges Geschwisterchen verteidigt!

 

Uns begegnen die Welpen in diesem Alter freudig und angstfrei, und genießen dreimal täglich nach den Mahlzeiten ausgiebige Kuschelmomente! Sie reagieren kaum auf die üblichen Alltagsgeräusche, Staubsauger, Küchenmaschine von 1950, Musik und der Lärm der erwachsenen Pudel, für die der Briefträger täglich wieder eine Herausforderung darstellt (seufz)! Allerdings kennen die Welpen schon jetzt den Topf, und das Geräusch, wenn er auf die Gasflamme zum Erwärmen des Fleisches gestellt wird. Da kommt Leben in die Bude! Alles fängt aufgeregt an zu Singen, wir lachen: Musik im Haus! Acht Stimmen fordern laut ihre Mahlzeit und geben erst Ruhe, wenn jeder der Kleinen eine Portion ergattert hat! Wir füttern in diesem Alter grundsätzlich aus der Hand, denn das stärkt die Bindung der Welpen an uns Menschen ungemein. Wir haben außerdem eine tägliche Kontrolle der Vitalität eines jeden Welpen.  Auch die Mutterhündin gibt nur Nahrung in körperlicher Anwesenheit, und so wollen wir es auch halten. Die Welpen kennen schon jetzt genau unseren Futterruf, und werden ihn ein Leben lang nicht vergessen. Ich erinnere mich an ein Hundekind, daß uns mit eineinhalb Jahren besuchte... zunächst überfordert und gleichgültig, denn der kleine schwarze Hundemann war ja mit acht Wochen ausgezogen, und hatte uns seither nicht mehr gesehen. Vor uns stand ein ausgewachsener Großpudel, stolz, gut erzogen und schon durch die Pubertät hindurch... 

Auf unseren leisen Futterruf lief eine Welle der Erregung durch den ganzen Hund, er erkannte uns und war plötzlich wieder das kleine, freudige  Hundekind...die Begrüßung hätte nicht stürmischer sein können...

 

Ein paar Bilder der letzten Tage dürfen nicht fehlen: 

 

... langsam beginnt das Spielen... 

Besuch wird freudig begrüßt... auch wenn er kein Futter mitbringt. Wir geben den Welpen in diesem Alter unseren Grundsätzen entsprechend keine Leckerchen der Futtermittelindustrie... 

... auch unsere junge schwarze Hündin Pippa hat Spaß an den Welpen. Die Kleinen haben oft Besuch von unseren anderen Hunden, wenngleich diese mehr an Resten der letzten Mahlzeit interessiert sind...

... die immer hungrigen Hundekinder untersuchen schnell mal, ob Tante Pippa nicht vielleicht doch Milch im Gesäuge hat... Pippa (eigentlich nach der dänischen Königin Philippa benannt) wird es schnell zu turbulent und sie zieht sich auf ihren warmen Sofaplatz zurück...

 

Sehr Ihre, wie die Kleinen gewachsen sind?

 

Ich hoffe, ich werde in den nächsten Tagen etwas mehr Zeit für schöne Bilder haben. Bei uns ist das herbstliche Schlachten in vollem Gange, und auch die Welpen werden in den kommenden Wochen einen kleinen Gefrierschrank leer fressen. Hunde sind nun einmal Fleischfresser...   

12.11.2025

 

Mit großen Schritten ins Leben!

Unsere Pudelkinder sind in den letzten zwei Tagen wieder ein ganzes Stück gewachsen, alle haben sehr gut an Gewicht zugenommen, und trotzdem konnten wir nach den letzten Milchmahlzeiten von Mutter Belle eine zunehmende Unruhe im Wurf sehen. Gerade die kleineren der Welpen bekommen nun nicht mehr die sättigende Milchmenge, während die Größeren ihre Geschwister gern einmal beiseite drängen. 

Wir sind sicher: Heute, an Tag zweiundzwanzig ist der richtige Moment gekommen, den Welpen die erste feste Nahrung anzubieten. 

Wie schon berichtet, füttern wir kein sterilisiertes, "totgekochtes" Welpen-Erstlingsfutter der Industrie, sondern verfahren hier nach einem über viele Jahre erprobten Rezept, das ganz wunderbar den Übergang von der Muttermilch zur ersten Fleischmahlzeit bildet: 

Hundemilch ist ja niemals durch reine Milch der Wiederkäuer zu ersetzen, sei es nun Schaf, Ziege oder Kuh, obwohl diese  Mär immer wieder auch durch Züchterkreise und Tierarztpraxen geistert. 

Hundemilch ist viel fetter, viel eiweißreicher, und insgesamt in der Nährstoffzusammensetzung gehaltvoller.

Wir verwenden ultrafrische Vorzugsmilch von der Kuh und veredeln mit einem Quantum Öl für den Fettgehalt, einem Quantum Quark für den Eiweißgehalt und rohem Eigelb für die frischen, naturbelassenen Vitamine. In die Milch kommt eine Gabe zarte Haferflocken, die wir mit der Hälfte der Rohmilch aufkochen. So bleiben die Vitalstoffe der Milch unangetastet.  

Dieser Brei ist bei den Welpen der Hit! Er wird sofort gern aufgenommen und immer gut vertragen, ist der kleine Magen doch nun endlich leicht zu füllen und die vielen Stunden des unleidigen Quengelns haben ein Ende!

 

Für uns ist dies erste Füttern immer ein ganz besonderer Moment, verlassen doch unsere Hundekinder nun den Altersabschnitt der Neugeborenen. Wie schön, wenn die erste Mahlzeit gierig angenommen wird! 

Manierlich - nein, manierlich geht es nicht zu, denn welches Hundekind weiß in dem Alter schon, was ein Teller ist? Kann man da hineinbeißen? Nein, hart und kalt ist er! Aber der Inhalt: Himmlisch! So stürzen sich die Welpen dann auch kopfüber und mit beiden Vorderpfoten in den Teller mit dem Brei hinein!

Nach der Schlacht am Buffet müssten wir eigentlich mit dem warmen Waschlappen kommen, um die Hundekinder vom Brei zu befreien. Das ist allerdings tatsächlich völlig unnötig, denn Mutter Betty wartet nur auf unser Kommando:

"Betty, komm!" Sie ist sofort bei ihren Kindern, denn auch sie liebt den Brei, und hat den Waschlappen schon eingebaut! Zärtlich reinigt sie Gesicht, Ohren, Schnäuzchen und auch den ganzen Körper, wenn es denn sein muß. Und es muß sein! Seht selbst: 

... wir müssen immer wieder etwas Ordnung in den aufgeregten Haufen bringen. Es gelingt uns allerdings nur mit mäßigem Erfolg! 

 

Der Brei wird nun für einige Tage zweimal täglich die Muttermilch ergänzen. Wir sehen in den Oberkiefern schon ganz winzige weiße Punkte! In wenigen Tagen brechen die ersten spitzen Milchzähnchen durch. Nach dem Stand des Zahnens legen wir dann fest, wann wir die erste Fleischmahlzeit anbieten. 

Auch die kognitiven Fähigkeiten der Welpen sind jetzt deutlich gereift: Wir werden tatsächlich schon mit wedelnden Schwänzchen begrüßt, wenn wir zu den kleinen braunen Kobolden gehen. Natürlich ist in diesem Alter ganz wichtig, daß jedes Hundekind nun täglich liebevolle Streicheleinheiten und viele, viele sanfte Worte bekommt! Jetzt wird der Grundstein für eine wirklich tiefe Verbundenheit dieser kleinen Geschöpfe mit uns Menschen gelegt.

 

Das unschuldige,  von Grund auf freundliche Wesen der Welpen in diesem Lebensabschnitt rührt mich jedesmal zutiefst...

Jetzt gehören die Hundekinder noch zu mir, und ich kann dafür sorgen, daß sie so gut wie irgend möglich voller Liebe vorbereitet werden: Auf ihr späteres Leben als Partner eines lieben Menschen oder einer lieben Familie...

 

Bei der Prägung und Gewöhnung an Neues verfahren wir niemals nach einem bestimmten Schema, sondern versuchen an den Hundekindern abzulesen, für welche neue Erfahrung die Welpen bereit sind. So vermeiden wir Überforderung und  Ängste, die die ganze spätere Entwicklung negativ beeinflussen können.

 

... wir werden weiter berichten. 

 

10.11.2025

 

Einige Tage sind vergangen. Die Welpen haben einen schönen Entwicklungsschub gemacht. Bei allen haben sich nun Augen und Ohren geöffnet. Gute Bilder zu machen war nicht ganz einfach, denn wir wollten in dieser sensiblen Phase der sich öffnenden Augen keinesfalls mit dem Blitzlicht der Kamera arbeiten.

Alle Welpen können nun schon ganz passabel laufen, die Koordination wird von Tag zu Tag besser. Nach dem Trinken erkunden sie ihre kleine Welt, verschlafen aber natürlich immer noch den überwiegenden Teil des Tages. Oft an Mutter Bettys warmem Bauch... 

Morgen, am Dienstag, d. 11.November sind die Welpen drei Wochen alt. Mama Betty hält sich nun nicht mehr ständig bei den Kleinen auf, sondern nimmt sich viele Auszeiten neben dem Wurflager. Natürlich, sie läßt dabei ihre Kinder niemals aus den Augen! 

Inzwischen durfte das übrige Pudelrudel einen Besuch bei den Kleinen machen. Betty ist viel entspannter als in den ersten Tagen nach der Niederkunft und hat zu ihrer alten Ruhe zurückgefunden. 

Bisher sind die Hundekinder auch noch ganz zufrieden mit der enormen Milchmenge, die Betty für sie produziert. Fünf große Mahlzeiten am Tag, die erste morgens etwa gegen 4.30,  machen dies möglich! Wir freuen uns über die wunderbare Konstitution der Mutterhündin und die zügige Entwicklung der Welpen. Ich halte nichts von einem zu frühen Zufüttern der Welpen, sondern richte mich hier nach der Natur. Ich denke, zu frühes Zufüttern führt zu dicklichen Welpen, deren fragiles Skelettsystem dann schon in diesem frühen Alter belastet ist. Ein Sattfüttern mit Kunstmilch kann zudem bei der Mutterhündin zu einem gefährlichen Milchstau führen. 

Wir füttern erst dann zu, wenn die Milch der Mutterhündin nicht mehr ausreicht. Wann dieser Zeitpunkt gekommen ist, muß sehr gut abgewägt werden. Wir richten uns hier nach der Zufriedenheit der Hundekinder! 

Sehr wichtig in den letzten Tagen war der erste Krallenschnitt und damit das Stumpfmachen der winzigen nadelspitzen Krallen an den Vorderbeinen eines jeden Welpen. Die Welpen liegen ja nicht wie Wildhunde auf lehmigem Boden, in einer Erdhöhle,  sondern auf weichen Badetüchern bei uns im Eßzimmer!  Die kleinen Krallen können sich so nicht abschleifen, und das Gesäuge der Mutterhündin wird - greifen wir nicht korrigierend ein - stark zerkratzt. Dies birgt nicht zuletzt die Gefahr eingetragener Keime und einer Gesäugeentzündung. Dem Krallenschnitt (es waren tatsächlich 80 kleine Krallen!) haben alle Welpen keine große Beachtung geschenkt! Und auch die erste Entwurmung, mit der wir einem eventuellen Spulwurmbefall, leicht möglich durch eine Übertragung von Wurmlarven aus dem Gesäuge der Mutterhündin -  entgegenwirken, haben alle Welpen kommentarlos hingenommen. 

Soviel zur Hardware! Viel wichtiger ist nun die "Software", denn jetzt lernen uns die Welpen endlich endlich kennen! "Willkommen im Leben" sagen wir zu jedem der kleinen Kerlchen! Denn endlich blicken uns die Augen - vielleicht schon erwartungsvoll? - entgegen! Wir freuen uns auf die herrlichen Wochen , die nun vor uns liegen und bitten den Wettergott um ein paar sonnige Nachmittage, denn bald können die Pudelchen ihren ersten Ausflug in den kleinen Auslauf hinter der Küchentür machen. 

Zu ängstlich sind wir nicht, denn eigentlich bei jedem Wetter sind kurze Ausflüge in Begleitung von Mama Betty möglich. Werden die Hundekinder müde,  müssen wir natürlich sofort wieder für einen warmen Schlafplatz im Haus sorgen!   

 

... endlich haben die Kleinen die Augen geöffnet und damit ihren unfertigen Saugwelpenausdruck verloren! 

... gar nicht so leicht, schöne Bilder zu machen, denn alles rennt und klettert übereinander! Herrlich die schokoladenbraune Farbe! Wir hoffen, Papa Jace aus Amsterdam hat seine guten Gene erfolgreich auf seine Kinder übertragen! 

 

...auch wenn die Welpen sich schon für Minuten Bewegung machen, suchen sie doch bald wieder die Nähe ihrer Geschwister... wir müssen in diesem Alter viele Male am Tage die Unterlage frisch machen, sollen unsere Welpen doch sauber aufwachsen! Ich bin sicher, daß sich eine saubere Aufzucht positiv auf die spätere Stubenreinheit auswirkt. Welpen, die in ihrem eigenen Schmutz sitzen müssen, sind zu bedauern, und kennen oft lange nicht den Unterschied zwischen sauber und verdreckt. 

Jetzt zeigt sich, daß das Wurflager ausreichend groß sein muß, denn für die ersten Schritte der Welpen soll ja genug Platz sein! Unsere Wurfkiste ist zweigeteilt, jeder Teil etwa 130cm x 160cm groß. So hat Betty genug Platz um lang ausgestreckt alle Welpen zu stillen und bald können wir den zweiten Teil freigeben, so daß für die ersten Wochen ein ausreichend großer und doch geschützter Bereich von den kleinen Strolchen genutzt werden kann. 

 

Objektspiele können wir in diesem Alter noch nicht beobachten; Spielzeug wird in diesem Alter noch vollständig ignoriert. Und auch charakterliche Unterschiede können wir beim besten Willen noch nicht feststellen. 

03.11.2025

 

Die ersten Interessenten für unsere Pudelkinder haben schon nachgefragt, wie es mit der Ernährung der Pudelkinder aussieht. Wir haben uns in den letzten Jahren zunehmend von der industriellen Fertignahrung entfernt und bemühen uns, unsere Welpen mit frischer Nahrung zu versorgen. Durch unsere kleine Nutztierhaltung sind wir in der glücklichen Lage, selber viel frisches Fleisch zu produzieren. Wir bemühen uns dabei - und es gelingt uns auch - unseren Nutztieren die gleiche Achtung entgegenzubringen, die auch unsere Hunde und Katzen erfahren. Natürlich ist unsere Milchkuh Franziska (Fanny) zahm und vertraut, hat beinah "Hundestatus" und bekommt täglich liebevolle Streicheleinheiten. Ich danke ihr jeden einzelnen Morgen für die wunderbare Milch, aus der wir zweimal in der Woche Butter und Frischkäse herstellen! Und die frisch aufgerahmte Milch vom Abend am nächsten Morgen im ersten Kaffee... exzellent! 

 

Die Grundpfeiler bzw. Bestandteile unserer Hundeernährung im Folgenden kurz skizziert:

  

a. Fleisch (roh), bildet die Hauptkomponente der Ration

b. Gemüsepüree (roh)

c. Nährmitteln wie Nudeln, Reis, Kartoffeln, (gekocht)

d. übliche Zusätze: Knochen (niemals gekocht oder gebraten Ausrufezeichen)  oder Knochenmehl, Öle (im Wechsel) und für die seltenen Spurenelemente ein Seealgenmehl.

Wir sind sicher, daß diese Art der Ernährung den Hund hervorragend versorgt und vor allem - und dies ist von unschätzbarem Wert -  sein Immunsystem stimuliert und ständig am Arbeiten hält. Wir kennen in zwei Jahrzehnten der Großpudelzucht keine Futtermittelallergien und keine Unverträglichkeiten. Wir füttern Welpen niemals mit trockener industrieller Fertignahrung, und bitten jeden, der einen Hund von uns bekommt, zumindest dreimal wöchentlich dem heranwachsenden Welpen die Aufnahme frischer Nahrung zu ermöglichen und den Wasserhaushalt des heranwachsenden Tieres immer im Auge zu behalten.

 

Vor der Abgabe der Welpen gewöhnen wir die Hunde trotzdem auch an ein Welpenaufzuchtfutter und ein hochwertiges Dosenfutter. In Verbindung mit der frischen Nahrung kann dann jeder entscheiden, wie er verfahren möchte.

Liebe und Streicheleinheiten genügen nicht, um einen Hund gesund aufzuziehen. Etwas Arbeit darf man sich ruhig machen!

  

Außerdem - ich muß es gestehen - habe ich eine wirkliche Freude an der Frischfütterung: 

Drei Walnüsse im Gemüsepüree - was für eine tolle Ergänzung im Herbst!  

Ich könnte das Thema noch mehr vertiefen, stehe aber vielleicht doch besser für die speziellen Fragen eines jeden Einzelnen zur Verfügung...

 

 

...28kg frisches Rindfleisch... yeah! Wir werden sehen,  was unsere Schnäuzelchen in vierzehn Tagen dazu sagen! Auch das Gemüsepüree kann man ja prima vorbereiten und portionsweise einfrieren.

 

Lernen Welpen in der frühesten Jugend frische Nahrung kennen behalten sie ihr Leben lang eine Akzeptanz bzw Vorliebe für diese Art der Ernährung.  

01.11.2025

 

Ich möchte heute wieder berichten, wie es unseren Hundekindern geht. Alle sind wohlauf, ebenso Mama Betty, die treue Seele. 

Die Welpen haben alle - sie sind heute 11 Tage alt - ihr Geburtsgewicht mehr als verdoppelt und nehmen weiter gut zu. Die stärkste Hündin im Wurf, Quiana, bringt schon über 900 g auf die Waage! Ich erinnere - ihr Geburtsgewicht lag bei 395g...

 

Mama Betty frißt vier Mahlzeiten am Tag, am liebsten natürlich Ihr Rindfleisch mit Gemüse! Sie ist in guter Kondition und freut sich jeden Morgen auf ihren Spaziergang in die Felder. Wir haben keine Angst, die Welpen während dieser Stunde alleine zu lassen, denn alle Hunde sind mit uns draußen, und die Kleinen liegen unter der leichten Wärmelampe, so daß sie nicht auskühlen können. 

 

Die Entwicklung der motorischen Fähigkeiten schreitet auch langsam voran: Die Welpen können in diesem Alter schon ganz prima das Köpfchen anheben und sich sogar für einen ganz kurzen Moment auf alle Viere stellen, bzw. den kleinen Brustkorb anheben. 

Gehen oder gar Laufen können wir es aber wirklich noch nicht nennen, was wir da sehen! Es ist mehr ein ungelenkes, fast kraftloses Umherwackeln, die unfertigen Bewegungen werden immer rechtsherum im Kreis ausgeführt, so daß die Welpen - mehr durch Zufall - irgendwann ihre Geschwister wieder finden. In engem Körperkontakt mit ihnen fallen sie alsbald wieder in den Schlaf...

 

Hören und Sehen? Nach wie vor: Fehlanzeige! Aber wir erkennen in den kleinen, goldigen Gesichtchen, daß sich die Lidspalten der Augen nun differenzieren. Das Auge reift also heran und in wenigen Tagen werden sich die Augen vollständig öffnen. Dies ist ein Prozess, der sich etwa über eine knappe Woche hinzieht. Wirklich scharf sehen können die Welpen noch viele Tage nicht.

 

Wir überprüfen täglich das Gewicht der Welpen und haben ja damit einen Maßstab für den Gesundheitszustand. Ganz wichtig ist in diesem Alter auch, täglich die kleinen Popos zu kontrollieren. Bei acht Welpen kann es durchaus vorkommen - und es kommt immer einmal vor - daß Betty nicht mit dem Putzen hinterherkommt. Trocknet am Popo etwas Kot ein, kann dieser den After verschließen. Dann kann das Hündchen sein Geschäft nicht mehr machen, und das kann zu einem ganz schnell lebensbedrohlichen Darmverschluß führen. Mit etwas warmem Wasser und einem Tropfen seifenfreier Waschlotion (D rogerie M arkt) , die die Haut nicht reizt, ist alles schnell behoben. 

 

Auch wenn die Welpen mit neun Wochen in ihre neuen Familien gehen, heißt es, hier immer gut aufzupassen. Jeder kleine Hund gehört einmal am Tag auf den Tisch gestellt. Am besten machen wir das auf einem alten Handtuch, und wir inspizieren dann Augen, Ohren, Zähne, und eben auch den Popo. So lernt der Welpe schon von Anfang an: "Pflege muß sein!" und erwartet schon am zweiten Tag mit wedelndem Schwänzchen seine kleine Belohnung! Ganz prima kann man die Welpen übrigens mit einem halben Teelöffel Quark belohnen! Wir lehnen alle trockenen Leckerli eher ab, denn jedes Trockenfutter beeinflusst den Wasserhaushalt eines wachsenden Hundes ungünstig. Die Futtermittelindustrie ist hier ganz anderer Meinung, lassen sich doch mit den Leckerchen Kilogrammpreise erziehlen, von denen jeder Frischfleischverkäufer nur träumen kann... ich finde es manchmal nachgerade befremdlich mit welcher Selbstverständlichkeit viele Hundehalter Berge von Leckerchen nach Hause tragen... Wir gehören nicht dazu! 

... Geburtsgewicht verdoppelt, kleine Quiana! Und auch der Pelz auf den Öhrchen beginnt zu wachsen! 

... immer schön rechtsherum im Kreis! Geradeaus kriechen bedeutet, die Geschwister  und das geschützte Wurflager zu verlassen! Entfernt sich ein Welpe doch einmal versehentlich zu weit aus dem Lager, beginnt er lautstark zu weinen und Mama Betty leitet es durch Schnauzenkontakt dann zurück. 

... ein wenig unfertig schauen die Welpen in diesem Alter noch aus... das wird sich ändern, wenn sich in wenigen Tagen die Äuglein öffnen! Aber seht, wie toll schon der kleine Brustkorb angehoben werden kann! 

 ...deutlich erkennen wir hier das Differenzieren der Lidspalten... kleine Quiana, dein Fototermin ist beendet, jetzt aber schnell wieder an den warmen, weichen Bauch von Mama Betty! Betty ist in diesem Alter der unbedingte Lebensmittelpunkt für diese kleinen Geschöpfe, die noch vollkommen abhängig von der Fürsorge ihrer Mutter (und uns) sind!

 

Wir werden weiter berichten!  

 27.10.2025

... und auch heute nicht viel Neues von unseren Hundekindern. Alle haben an Gewicht zugelegt, wachsen stetig und auch Betty hat die Nachwehen und die Anstrengung der Geburt recht zufriedenstellend hinter sich gebracht. Stundenweise reduzieren wir den Einsatz der Wärmelampe, die Welpen liegen bei normaler 
Raumtemperatur und wir möchten Betty nicht durch zu große Wärme im Wurflager stressen.

 

Alle Nabelschnüre sind abgefallen und soweit wir sehen, heilen die kleinen Bauchnabelchen gut ab. Durch täglich saubere Tücher bemühen wir uns, diesen Heilungsprozess positiv zu unterstützen. Eine völlig sterile Aufzucht ist dagegen nicht wünschenswert, das Immunsystem ist durch die Muttermilch gestärkt und angekurbelt, und Betty bringt täglich an den Pfoten natürlich auch Keime mit. Die Welpen halten das gut aus. 

Zwei Bilder von heute sollen nicht fehlen: 

 

... "Hunger!" scheint der kleine Mann hier zu rufen. Unmut oder auch fehlende Wärme können die Welpen schon jetzt lautstark äußern. Keine Angst, kleiner Mann, die Mama ist nicht weit und gleich nach dem Trockenlegen wieder bei Euch!

... das Geburtsgewicht der Babys ist nun beinahe verdoppelt... morgen, am Dienstag, werden die kleinen Wutzelchen schon eine Woche alt! Die erste, immer etwas kritische Zeit nähert sich dem Ende. Wir freuen uns schon, denn mit etwa 14 Tagen öffnen die Hundekinder ihre Augen und können dann auch hören.

Vorn links im Bild sehen wir Klein-Quendolinchen... Vorn rechts im Bild die größte Hündin im Wurf: Die kleine Quani bringt schon 544 Gramm auf die Waage! Betty hat inzwischen so viel Milch, daß alle Welpen gut satt werden. 

25.10.2025

 

Ruhige Tage im Hunsrück? Der Oktober scheint sich mit Sturm und Regen zu verabschieden... beinahe können wir auch in Bezug auf unsere Welplein von stürmischem Wachstum reden, aber... na ja... 50 Gramm sind eben nur 50 Gramm! Dabei ist diese Zunahme für das Alter der Welpen - sie sind heute 4 Tage alt - sehr gut und vollkommen normal. Wir sind zufrieden mit unseren glänzendbraunen kleinen Fellbündelchen! Alle sind wohlauf, und machen das, was Welpen in diesem Alter tun: Schlafen, Trinken, Schlafen. 

Zwischendurch lassen sie sich mehr oder weniger gern von Mama Betty putzen, es gibt schon mal einen lauten Protestschrei, wenn Betty das Hinterteil zu stürmisch in den Himmel dreht! 

Alle befinden sich in der sogenannten "vegetativen Phase", das bedeutet, Augen und Ohren sind noch fest verschlossen. Die Welpen sehen und hören in diesem Alter nichts, nur der Wärmesinn und der Geruchssinn sind schon ausgeprägt. Alle Sinne, die jetzt schon funktionieren, sind darauf ausgerichtet, einen möglichst guten Platz an einer ergiebigen Zitze der Mutter zu ergattern. Die kleinen Hinterfüße können das Körperchen zwar noch lange nicht anheben, aber es in die richtige Richtung schieben können sie schon ganz gewaltig!

Wir sind nicht sicher, ob die Welpen in diesem Alter unseren menschlichen Geruch bereits wahrnehmen können. Wir lassen trotzdem jedem dieser kleinen Geschöpfe schon in diesem Alter täglich ein paar sanfte Streicheleinheiten zukommen. Der Mensch wird lebenslang der Mittelpunkt im Leben der Hunde sein... wir meinen, die Freundschaft zwischen  Hund und Mensch beginnt genau jetzt!

 

 

In den ersten beiden Tagen ist wohl oft ein Welpe vor lauter Anstrengung erschöpft eingeschlafen, ohne genug Milch bekommen zu haben. Hier einzugreifen und zuzufüttern wäre grundfalsch. Kunstmilch wird in aller Regel niemals so gut vertragen wie die Muttermilch, die ja Immunstoffe die richtige Menge Eiweiß, Fette und alle Vitamine enthält. Nach einigen Tagen spielt sich die Versorgung der Kleinen prima ein. Das sehen wir heute!

Hundemilch ist wohl am ehesten mit Seehundmilch oder Katzenmilch zu vergleichen, niemals jedoch mit Kuh- oder Ziegenmilch. Fett- und Eiweißgehalte der arteigenen Milch sind um ein Vielfaches höher als in der Milch der Wiederkäuer.   

 

Betty geht es sehr gut, sie hat großen Appetit und frißt dreimal am Tag eine große Portion. Auch typisch für die erste Säugewoche hat Betty mit einigen Nachwehen zu kämpfen, und nimmt sich für diese wohl doch schmerzhaften Rückbildungswehen - die beiden Uterushörner müssen schrumpfen und verheilen -  des öfteren eine kurze Pause, in denen der Wurf zufrieden unter der Wärmelampe schläft. Gegen Abend hat sich Bettys Unruhe wieder gelegt, so daß jetzt die ganze kleine Familie satt und zufrieden in die Nacht gehen kann.

 

...frisch trockengelegt...

die kleinen Saugwelpen kriechen meistens im Kreis; so finden sie sich alle wieder und bilden bald eine "Wärmepyramide", in der jeder Welpe durch die Nähe zu den Geschwistern einigermaßen warm bleibt, bis Mama Betty wieder zu ihren Kindern kommt. Denn - aus eigener Kraft können die Welpen in diesem Alter die Körpertemperatur von 38 Grad Celsius noch viele Tage nicht halten. Sie sind auf das stark durchblutete Gesäuge und die durch die Hauptschlagader ebenfalls schön mollig warmen Innenschenkel der Mutterhündin angewiesen.  

... viel zu sehen gibt es noch nicht an Tag 4... wir können kaum die Lage der einzelnen Köpfchen ausmachen...

...wen haben wir hier? in der Mitte : "Woaß net" ... ganz links auf jeden Fall der orange gezeichnete Popo von Quita, und an dritter Stelle das himmelblaue Pünktchen von dem kleinen Quirin, der als letzer zur Welt kam... beide haben in den vergangenen Tagen über 100g zugenommen... schaut Euch doch mal ganz bewußt diese goldigen Öhrchen an! So klein sehen wir sie nicht wieder, denn täglich - im Schlaf - wachsen unsere Pudelchen ein ganz klein wenig ins Leben hinein...

 

Wir werden weiter berichten... 

24.10.2025

 

Heute können wir eine gute Zunahme der Milchproduktion verzeichnen. Alle Welpen sind gewachsen und haben zwischen 30g und 50g (!) an Gewicht zugelegt. Sicherlich besteht immer noch die Gefahr, daß sich Betty ungewollt unglücklich auf ihre Kinder legt und dabei ein Welpe zu Schaden kommt, oder sogar erdrückt wird. Wir sind deshalb Tag und Nacht in aufmerksamer Hab-Acht-Stellung, bemühen uns aber auch, Betty die nötige Ruhe für das in diesem Entwicklungsabschnitt permanente Stillen und die Pflege ihrer Kinder zu geben. Und "Stillen" ist hier wirklich wörtlich gemeint, denn wenn die Welpen ruhig - und eben "still" sind, ist alles in Ordnung. Hungrige Welpen, deren Mutterhündin zu wenig Milch hat, und die dann auch frieren, sind unruhig und laut. 

Viele Male müssen wir sicherlich auch einem kleinen verirrten Hundekind den Weg zurück zum Gesäuge und dem wohlig warmen Bauch der Mama zeigen, wenn es sich unter den Ellenbogen oder am Rücken der Hündin "verkrabbelt" hat.   

Und - viele werden es wissen - in diesem Alter können Welpen nur Kot und Urin abgeben, wenn sie von der Mutter dazu aufgefordert werden. Alle Ausscheidungen werden von der Mutterhündin gefressen, so daß das Nest immer recht sauber bleibt. Wir überwachen trotzdem täglich, ob die kleinen Bäuchlein weich und warm sind, denn eine Verstopfung kann in diesem Alter fatale Folgen haben. Vor allem bei großen Würfen kann es passieren, daß eine nachlässige Hündin einzelne Welpen übersieht. Betty nimmt jedoch ihre mütterlichen Pflichten sehr ernst, verläßt nur für Minuten das Nest und nach kurzen Runden im Garten fordert sie sofort wieder den Zuganz zu ihren Kindern.

 

Bisher sind wir sehr glücklich mit der Entwicklung dieser schönen Welpen! 

 

Bilder?  Morgen! 

23.10.2025

 

Ein ruhiger Tag in der Kinderstube! Mutterhündin Betty erholt sich zusehens von der Geburt und umsorgt ihre acht Welpen vorzüglich. Wir konnten beim nachmittäglichen Wiegen bei allen Welpen eine wunderbare Gewichtszunahme feststellen! Das beruhigt uns, denn wir wissen nun, daß Bettys Milchproduktion in Gang gekommen ist. 

Wir hatten schon gestern alle Welpen mit winzigen Farbtupferchen auf dem Schwanzansatz gekennzeichnet, um jede Verwechslung auszuschließen. In diesem Alter sind sich die Neugeborenen sehr ähnlich. Durch die individuelle Kennzeichnung können wir ganz sicher sein, daß wir auch tatsächlich die kleine Queenie oder den kleinen Quinn in den Händen halten.

Seht selbst, hier haben wir die kleine Quiana, die heute 17g zugenommen hat und in unseren Händen einfach weiterschläft!  

Wunderschön, so ein neugeborenes Hundekind! Die kleine Quiana paßt leicht in zwei Hände! Die kleinen Wellen im Fell sagen uns: Ein Pudelkind! 

 

Quiana wird während der gesamten Aufzucht den kleinen grünen Punkt auf dem Schwanzansatz tragen. Diese Art der Kennzeichnung gefällt uns besser als ein Halsband, das viele Züchter ja schon gleich nach der Geburt den Neugeborenen anlegen. Mir ist dieser Fremdkörper nicht angenehm bei so einem jungen Lebewesen. Die Mutterhündin kann beim täglichen Putzen der Welpen an den Bändchen hängenbleiben; dagegen kann mit einem kleinen Pünktchen auf dem Fell nichts passieren.  

 ...und noch ein winziges Hündchen!

Auf den beiden Bildern sehen wir hier die kleine Hündin Quita. Quita hat heute stolze 23g zugenommen. Sie trägt einen orangenen Punkt auf dem Schwänzchen. Das tägliche Wiegen beruhigt uns ungemein. Die tägliche Gewichtszunahme ist ein Zeichen für die gesunde Entwicklung der Welpen.

 

22.10.2025

 

Wir möchten von der glücklichen Geburt unserer Pudelkinder berichten, die heute einen Tag alt sind! 

Schon am Montag Abend hatte Betty kein Interesse mehr an ihrer Mahlzeit. Sie ging trotzdem noch gern mit auf unser Abendrunde, war aber insgesamt unruhig. Schuld waren sicherlich die Senkwehen, die die Geburt schon ein bis zwei Tage vor dem eigentlichen Termin einleiten. Betty wollte oft in den Hof hinaus, wir haben sie dabei nicht mehr aus den Augen gelassen, um zu verhindern, daß sie sich dort einen ruhigen Plstz für ihre Kinder sucht. Denn auch das ist leicht möglich! Die Nacht ging dann irgendwie herum, viel geschlafen hat keiner, auch wir waren in doch aufgeregter Erwartung. Gegen fünf wollte Betty wieder hinaus, war aber dann zufrieden, noch ein wenig Ruhe auf dem Sofa zu bekommen. Wirklich zur Ruhe kam sie nicht mehr, ich denke sie suchte nach dem besten Platz für die Geburt ihrer Welpen. Es ist ja ihre erste Geburt, und auch wir können Betty nicht erklären was mit ihr passierte! In manchen Momenten, wenn sie still den Kopf hebt, scheint sie in sich hinein zu horchen... Wir können ihr nur unsere Nähe geben und eine ruhige Atmosphäre. Die Vorbereitungen sind schon seit Tagen beendet, ein Stapel frischer Handtücher, die Nabelschere und Desinfektionsmittel liegen bereit. Ebenso die kleine alte Waage und eine Namensliste, die wir erst in der Nacht zum Dienstag zusammengestellt hatten.   

Ja, die Namen... es war diesmal eine wirkliche Herausforderung, denn wir sind in unserer über

20-jährigen Pudelzucht inzwischen bei dem Buchstaben Q angekommen. Und wir halten uns an die Tradition, daß jeder Wurf der in der Zucht fällt,  im Alphabet um einen Buchstaben weiterrückt. Es ist also der Q-Wurf, und alle Welpen sollen einen Babynamen tragen, der mit dem Buchstaben Q beginnt. Letzlich bestimmt ja jeder Hundebesitzer den Rufnamen seines Hundes selbst. Aber auch wir möchten jeden Welpen mit einem Namen ansprechen, sind es doch schon bald kleine, individuelle Persönlichkeiten, und eine bloße Nummer oder gar eine Farbe genügen mir nicht als erste Identifikation. 

So also: Namensliste ist zusammengestellt und wir warten auf die Dinge die da kommen sollen...

Betty wird zunehmend unruhig, hechelt viel, hat ihr Frühstück mit Abneigung zurückgewiesen und nur ein paar Schluck Wasser getrunken...

Ich mache es mir in der Wurfkiste auf der warmen Decke, die mit mehreren Lagen alter Badetücher abgedeckt ist, einigermaßen bequem. Betty kommt zu mir und scheint etwas Ruhe zu finden, genießt liebevolle Streicheleinheiten,  als ich die erste leichte Wehe beobachten kann. Mit den Jahren wird man erfahren, und  mein Bauchgefühl hat mich nicht getäuscht: Es geht los! Obwohl Hunde durch die Vielzahl der recht kleinen Früchte meistens keine großen Schmerzen haben, ist es Bettys erste Niederkunft...

Nach etwa dreissig Wehen - der Geburtskanal muß erst geweitet werden - kommt - auch noch in Steißlage - ein glänzendes Etwas zur Welt! Betty hatte nun doch Schmerzen, möchte nur noch weg, überläßt mir das nasse Bündel, ein Hundekind samt Nachgeburt in seiner nassen ledrigen Fruchthülle... Betty flieht aufs Sofa und schaut mich vorwurfsvoll an... ich kann ihr nun auch nicht wirklich helfen, sondern kümmere mich um das nasse Bündelchen, dem ich aus den Fruchthüllen helfe, und dessen kleines Gesicht erst einmal von allem Wasser befreit werden will. Mit spitzem Protestschrei ist um 11.03 Uhr eine kleine Hündin geboren! "Queenie" soll sie heißen! Eine kleine Königin! Queenie wiegt 300 Gramm, was ein passables Gewicht ist, ist vital und strampelt beim Trockenrubbeln, ich übernehme die erste Massage, denn Betty hat jetzt schon genug vom Kinderkriegen! Ich möchte allerdings nun doch gern, daß Betty ihren Kindersegen in der schönen Wurfkiste zur Welt bringt, deren Boden wir sogar mit einem Heizkissen erwärmt haben... Es soll anders kommen, wie es bei jeder Geburt in den vergangenen Jahren immer anders kam! Betty ist durch nichts zu überreden, mit mir in die Wurfkiste zu gehen, nein, ihre Sofaecke ist ihr das Liebste in diesen schweren Stunden. Ich laufe nach mehr Tüchern, um das Ärgste zu verhindern, zum Glück liegt ein Stapel Badetücher bereit! Viel Zeit haben wir nicht, denn schon um 11.28 Uhr kommt nach nur wenigen starken Wehen und nicht mehr so viel Weh eine zweite kleine Hündin - ich nenne sie "Quita" zur Welt! Unendlich süß, das kleine unfertige Gesichtchen und die Pfötchen, die nicht größer als ein Fingernagel sind! Auch Quita ist vital, wiegt 325 Gramm und sucht bald nach dem Trockenrubbeln - wieder bin ich gefragt - nach Wärme. 

Ich versuche erneut einen Umzug in die Wurfkiste, jetzt mit zwei Neugeborenen in den Händen, aber Betty hat ihren eigenen Kopf! "Niemals!" scheint sie zu sagen, und - ich gebe auf! Dann wird es eben eine Geburt auf dem Sofa! Ich glaube, zu viele Vorschriften zu machen steht mir ganz einfach in diesem Moment nicht zu... Nachdem um 11.47 das nächste nasse Bündelchen - die kleine Hündin "Quani" ins Leben rutscht, ändert Betty plötzlich ihre Meinung. Der erste Schrei der kleinen Quani lösen nun doch den Brutpflegeinstinkt der jungen Hündin aus, und Betty leckt ihre Tochter nun selbst trocken und - als hätte sie nie etwas anderes getan - nabelt sie sogar selbst ab! Ich bin froh und dankbar, scheint doch nun alles eine gute Richtung zu nehmen. Und so soll es auch bleiben! Ohne große Anstrengung bringt Betty um 12.20 eine weitere schöne Tochter zur Welt, schokoladenbraun, ich nenne sie "Quendoline"... Mit 316g etwas schwerer als der erste kleine Rüde, der wenige Minuten nach ihr um 12.24 Uhr ins Leben drängt! Der kleine "Quinn" bleibt nicht lange alleine, schon um 12.39 kommt ein weiterer Rüde zur Welt: Auch - und jetzt haben meine Nerven mich kurz verlassen - der kleine "Quintus" wird perfekt von Mutter Betty empfangen. Der Name "Quintus" wird bleiben, obwohl ich diesen Namen eigentlich für den fünften Welpen - wenn es denn ein Rüde sein sollte - reservieren wollte! Also, umbenannt wird bei uns kein Welpe, wer seinen Babynamen erhalten hat, der behält ihn - auch im Stammbaum - ein Leben lang. 

"Gestatten - "Qintus - ich war der sechste im Wurf!" könnte der kleine Hundemannn sich dann ja später einmal vorstellen! (Quintus ist lateinisch und heißt tatsächlich: "der Fünfte"!) 

Okay, genug davon, es dauert bis 13.16 Uhr bis neue Wehen eine weitere Geburt ankündigen: Eine ebenfalls wunderschöne Hündin, ich nenne sie "Quiana" rutscht mir in die Hände, Betty wirkt fast professionell, nabel perfekt ab und leckt eifrig Gesicht und den kleinen Körper trocken... und dann soll es noch den achten Welpen geben, wieder ein kleiner Bub, der um 13.36 Uhr den Abschluß macht... Ich nenne ihn "Quirin", und auch er hat ein passables Gewicht. Betty legt sich auf die Seite und meint: "Es ist nun wirklich genug!"

 

Unsere liebe Hündin hat uns in einer fast schon rasenten Geburt acht wunderschöne Welpen geschenkt - alle herrlich dunkelbraun wie Papa Jace!  

Immer noch liegt alles auf dem Sofa! Bei aller Liebe, das ist kein guter Zustand, denn es soll doch kein Welpe zu Boden fallen! Ich lasse Betty, die nun recht zufrieden scheint mit ihrem Kindersegen, noch eine Stunde Zeit, beschließe aber dann doch noch einen Versuch zu wagen... 

Ich nehmen alle Neugeborenen, zu denen Betty ja nun doch mütterliche Gefühle entwickelt hat, und lege sie auf die weiche warme Unterlage in der Wurfkiste...

Betty sucht auf dem Sofa, schaut mich fragend an... sucht wieder, dreht ein Handtuch nach dem anderen um... ich rufe sie leise: "Komm, komm doch her, Mädchen! Und schließlich ist ihr das Wurflager, in dem sie bei der kleinen Queenie so eine starken Schmerz ertragen mußte, gar nicht mehr so unangenehm! Denn das war vermutlich der Auslöser für den Ortswechsel. Betty kommt langsam zu mir, gezogen von den leisen, zarten Lauten der Neugeborenen... und läßt sich schließlich mit einem tiefen Atemzug im Wurflager vorsichtig mitten in ihren Kindersegen gleiten! Sie beginnt  mit der Körperpflege ihrer Welpen, die sofort die Milchquellen suchen. 

Auch von mir fällt die Anspannung ab: "Die Geburt ist geschafft!", denke ich! Ich brauche einen Kaffee, werfe die erste Waschmaschine an, denn eine Geburt ist wirklich keine saubere Angelegenheit.

Plötzlich ist nichts mehr zu tun - und ganz langsam breitet sich einmal mehr eine gelöste, friedliche Stimmung im ganzen Haus aus. Was für ein schöner Moment! Und was für schöne Hundekinder! Dankbar und zufrieden lobe ich unsere tapfere, brave Hundemutter! 

 

Morgen berichten wir weiter, und es wird neue Bilder geben! Die ersten Tage im Leben eines Hundewelpen sind spannend, und niemals ohne Risiko. Oft nehmen die Hundekinder am ersten Lebenstag an Gewicht ab, denn der Milcheinschuß der Hündin kommt meistens etwas verspätet. So haben uns dann auch die Sorgen gleich wieder fest im Griff, das erste Wiegen nach der individuellen Kennzeichnung der Hundekinder zeigt heute nur bei zwei der Hundekinder eine Gewichtszunahme. Allerdings ist dieses erste Wiegen immer mit einigen Fehlern behaftet, wiegt man doch gleich nach der Geburt ein nasses Welplein, daß in den nächsten Stunden erst vollkommen mit Hilfe der Hundemutter trocknen muß! 

Wir hoffen daß es morgen anders ist! 

 

 

 

21.10.2025

Wir möchten morgen das Welpentagebuch unserer Betty öffnen! Acht schokoladenbraune Großpudelwelpen wollen wir bei ihren ersten Schritten ins Leben begleiten. Lest gern mit!

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