Die Pudelhunde vom Weidenlauf VDH-Großpudelzucht im Hunsrück www.Pudel-vom-Weidenlauf.de
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Welpentagebuch Daisy 2024

Der neueste Beitrag in diesem Kapitel steht immer ganz oben und beginnt mit dem jeweiligen Datum.

 

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15.04.2024

... der Winter ist zurück im Hunsrück! Kalte Temperaturen lassen uns um die Kirschernte bangen; seit Tagen stehen die Obstbäume in voller Blüte...

 

Auch für unsere Hundekinder ist das Wetter gelinde gesagt "einfach doof". Sie können nur halbstundenweise in den Auslauf, denn nach etwa dieser Zeit stehen sie frierend und lustlos herum und es geht wieder ab in die warme Stube. Es ist gar nicht so einfach, die kleinen Teufelchen hier zu beschäftigen, wir lassen sie für kurze Zeit die Wohnung unsicher machen, aber das geht natürlich nur begrenzt, denn acht Welpen zu beaufsichtigen ist ein Tagesprogramm!

So sind wir froh, daß alle schon großes Interesse an den frischen Ziegenrippenknochen haben, und eifrig daran herumknabbern. Mit den Milchzähnen können sie zwar winzige Fleischreste herunterreissen, den Knochen selber jedoch noch nicht zerkleinern.... alle anderen Spielzeuge sind nur kurzzeitig interessant, sie müssen bald wieder in Richtung "Waschmaschine" wandern, denn die kleinen Hundekinder machen jetzt eines ganz sicher: Jede Menge Arbeit, denn ihre Verdauung funktioniert prima!

Alle Hundekindern haben wieder sehr gut Gewicht zugelegt, sind fröhlich und rundum gesund! Wir freuen uns, denn jetzt können wir im Spiel die ersten Wesenszüge der Welpen ausmachen! Der dicke Nivas ist immer vorn dabei, ein aufgeweckter, schlauer schwarzer Pudelmann! Er wird ins Saarland umziehen! Seine Brüder Nepomuk und Neptun eifern ihm nach, aber Neptun ist doch deutlich vorsichtiger und auch Nepomuk ist nicht so mutig wie sein Bruder. 

Nepomuk - ja, der kleine schwarze Nepomuk... wir hatten den Kleinen ins obere Ruhrgebiet verortet, aber nachdem seine neue Familie aus dem Urlaub zurückkam bekamen wir die Mitteilung, daß es sich wohl auch ohne Hund gut lebt... Auf unserer Interessentenliste haben wir nun vier Familien kontaktiert, aber für alle kam etwas dazwischen, niemand kann sich so schnell auf den neuen  Familienzuwachs einstellen! So suchen wir also wieder eine Familie oder auch eine sportliche Einzelperson, die diesem charmanten, tollen Hundekind ein Zuhause geben möchte und ihm auch gerecht wird. 

Wir freuen uns, wenn sich Interessenten bei uns melden!  

Auch die Hündinnen zeigen jetzt ganz leicht individuelle Eigenschaften: Die beiden dunkleren Hündinnen sind sich recht ähnlich, beide sind sanft und vorsichtig. Wir möchten die kleine Nettie gern nach Mainz geben, und die Schwester Nelli wird nach Stuttart zu einer echten Cousine ziehen (Eine Tochter unserer schwarzen Hündin Malin). Wir freuen uns, daß die schöne schwarze Hündin aus unserer Zucht nun Gesellschaft bekommt! 

Der kleine rote Rüde Niko wird nach Nordhessen auswandern, dort freut sich eine ganze Familie auf ihn! Er ist ein freundlicher, dem Menschen schon jetzt sehr zugewandter kleiner Kerl, der sicherlich für einigen Wirbel sorgen wird! Das gilt natürlich auch für die beiden etwas helleren aprikotfarbenen Hündinnen, so wie wir es sehen wird Naya ins Saarland umziehen, sie ist eine sanfte, liebe Madame! Und auch für Naara glauben wir, daß sie in Luxemburg sehr glücklich werden kann. Vom Wesen ist sie Naya recht ähnlich, aber mehr können wir natürlich in diesem jungen Alter nicht sagen...  Wir freuen uns, daß fast alle neuen Hundebesitzer schon Hundeerfahrung mitbringen...

 

Hier noch einige Impressionen... trotz der kühlen Temperaturen sausen die Welpen durch ihren Auslauf und freuen sich auf das "Abliebeln" durch uns!

"Abliebeln", ein geliebter Begriff aus einem alten Hundebuch... ich finde ihn sehr schön und treffend. Er meint das tägliche Ernstnehmen eines jeden kleinen Hundekindes! Jeden Morgen schauen wir jedem Welpen in die Augen, und es bekommt eins nach dem anderen seine individuellen Streicheleinheiten! Wie dann das kleine Schwänzchen geht! Die Kleinen streben nach unseren Gesichtern, und begrüßen uns voller Erwartung und Zuneigung! Wir massieren (nach dem Frühstück!)  die kleinen Welpenkörper gründlich durch, und auch diese Berührung ist ein wichtiger Baustein in der Prägung der Welpen. Sollen sie sich doch später auch ganz selbstverständlich der Berührung durch ihren Menschen stellen. Sei es bei der Zahn- und Ohrenpflege, sei es bei der Entfernung eines Dorns aus dem Zehenballen oder einer anderen Gelegenheit. Wir finden das Kommando "Laß mal sehen" sehr wichtig! Wir leiten bei unsere erwachsenen Hunden einmal täglich bzw. in regelmäßigen Abständen eine quasi "kleine Inspektion" des ganzen Hundes ein. Wir untersuchen dann Bauch, Beine, Füße, Ohren, Augen, so daß uns hier nichts entgeht. Dabei liegen unsere Hunde der Einfachheit halber (freiwillig und gern!) auf dem Rücken.  Danach gibt es eine Belohnung, einen kleinen selbstgebackenen Knochen aus Kartoffelmehl und Leberwurst etwa...

Auch die Welpen wollen wir auf dieses Vorgehen schon jetzt einstimmen... 

 

... voller Freude genießen die Welpen die Zuneigung nach dem Frühstück um sechs Uhr dreissig! Wir sind vielleicht noch etwas verschlafen, die Hunde sehen (Neid!) immer perfekt aus! Wie praktisch, daß das morgendliche große Geschäft dabei schon im Freien erledigt wird! Der erste Weg in Richtung Stubenreinheit! 

... kleine Inspektion eines jeden Hundekindes.. Ist auch wirklich alles in Ordnung? Kein Äuglein entzündet? Kein Popo verklebt? Alle fröhlich? Fein! Dann steht auch bei kalter Temperatur einer lustigen Stunde im Auslauf nichts im Weg! Das warme Frühstück im Bauch läßt die Hunde nicht gar so leicht frieren, und sie sollen sich langsam auch ein wenig abhärten! Auch Wasser darf den Welpen nur überschlagen angeboten werden. Eiskaltes Wasser führt ebenso wie eiskaltes Futter sofort zu Durchfällen!

...so viel Liebe auf beiden Seiten! 

Die Welpen versuchen - wie sie es auch bei Mama Daisy tun - gegen unseren Mundwinkel zu stoßen. Ein Verhalten aus dem Bereich "Futterbetteln" . Obwohl gerade die Morgenfütterung beendet ist, haben alle Welpen noch Appetit. Welpen dürfen niemals bis zur vollen Sättigung gefüttert werden. Das würde den jungen Organismus überlasten. Also gilt auch im neuen Zuhause: Geht der Welpe vom vollen Napf, ist sofort die Futtermenge um etwa

20% zu reduzieren! Wir bitten inständig darum, die kleinen Hundekinder gerade am Anfang, wenn der Mensch es oft viel zu gut mit ihnen meint, nicht mit zuviel Nahrung zu belasten! 

Wir werden weiter berichten! 

11.04.2024

 

... auch im Hunsrück ist der Frühling nun endlich angekommen... nach einigen wirklich unangenehm kalten Tagen scheint seit gestern die Sonne gerade in den Mittagsstunden schön warm! So können wir endlich einen ersten Ausflug in den Hof wagen. Ich denke, es ist nun der richtige Zeitpunkt, um den Welpen einen Blick in die Welt mit ihren Farben, Düften und den vielen neuen Dingen zu ermöglichen.

Morgen sind die Welpen fünf Wochen alt.

 

Zunächst waren alle noch etwas schüchtern, aber die Sicherheit von Mutter Daisy und Tante Malin haben schnell für Entspannung gesorgt. Bald gingen die Schwänzchen hoch, und die Ersten haben den Hofauslauf langsam erkundet. Auch wir haben die Sonne genossen und unseren Nachmittagskaffee im Hof mit den Welpen getrunken. Eine liebe Nachbarin hatte uns zu allem Überfluß einen Kuchen gebacken, so daß der Tag wirklich perfekt war! (Danke liebe Eva!)

Wir schön: Unsere beiden hundertjährigen Birnbäume stehen in voller Blüte, Bienengesummse und das eifrige Suchen der Hühner im Hof...dabei ein Trupp kleiner Pudelchen zum Streicheln, Beobachten und Gernhaben -- was will man noch mehr? 

... der Weg ins Freie führt durchs Fenster! Das ist schnell und vermeidet Stufen... hier sehen wir Nettie und Nellie... eigentlich sehen sie nicht nur aus wie Zwillinge, nein, sie sind es ja quasi auch...

... zuerst sind alle Welpen noch ein wenig vorsichtig, Tante Belle gibt Nähe und Schutz... die Welpen haben nun alle Hunde unseres Rudels kennengelernt...

...eine viertel Stunde drängt sich alles noch im Schatten zusammen... soviel Luft und neue Düfte!>

...sehr mutig sieht dieses Schwänzchen noch nicht aus! Eher wie ein Fragezeichen an diese große Welt!

Aber bald wagen sich alle Hundekinder ein Stück hinaus! Das soll noch besser werden, denken wir!

Wir berichten bald mehr!  

07.04.2024

 

... und endlich Neues von unserem Pudelnachwuchs! Wir hatten eine turbulente Woche (auch ein Pudelzüchter muß ab und zu mal etwas arbeiten!), aber letztendlich hat alles gut geklappt und die Babys unserer Daisy haben sich wieder ein ganzes Stück nach vorn entwickelt! Sie haben fast alle nun ein Gewicht von zwei Kilogramm erreicht, werden immer munterer, beginnen miteinander zu spielen und wir können nun auch Objektspiele (mit kleinen, hundegeeigneten Spielzeugen) beobachten!

 

Wir vermeiden in diesem Alter schon konsequent rollende Spielzeuge! Es wird keine Bälle während der gesamten Aufzucht geben, um die Welpen nicht jetzt schon auf ein Jagdverhalten vorzuprägen! Dazu später mehr. 

Auch Besuch hatten wir wieder, und wir alle hatten glaube ich viel Freude an den weichen Fellnasen!

 

Alle Welpen haben nun auch schon winzige Zähnchen bekommen, und Mutter Daisy wird das Stillen der Bande zunehmend unangenehm! Wir füttern inzwischen kräftig zu, so daß keines der Kleinen zu kurz kommt.

Zunächst haben wir den Milchbrei mit einem Welpenfutter gestreckt, aber die Zeit dieser ersten Nahrung ist nun schon wieder vorbei! Der Ziegenmilchbrei ist durchaus nicht als vollwertig anzusprechen, und stellt eigentlich nur den Übergang zwischen Muttermilch und der ersten festen Nahrung dar. Auch das Verdauungssystem der Hundewelpen muß sich langsam auf neue Nahrungsquellen einstellen, und ein schneller Wechsel ist nicht angeraten. 

 

Heute Abend war nun der große Tag! Das erste rohe Rindfleisch mit Wurzelgemüse und Kartoffel, letztere püriert und alles leicht auf Körpertemperatur angewärmt, fand zunächst vorsichtige, dann aber reißende Abnahme! 

Wir haben mit der anfängliche Rindfleischfütterung bisher wirklich sehr gute Erfahrungen gemacht.

 

Die ersten Fleischmahlzeiten für unsere Welpen geben wir grundsätzlich aus der Hand. Wir können so sehr sorgfältig die Vitalität und die Kondition der Welpen beobachten und gleichzeitig stärken und entwickeln wir dabei die zarte Bindung, die die Welpen in diesem sensiblen Alter zu uns aufgebaut haben. Bedenken wir bitte, daß alle ja erst vor vierzehn Tagen die Augen geöffnet haben! Sie kennen uns noch gar nicht lange! Wir freuen uns auf den sich in den nächsten Tagen entwickelnden Ansturm, der uns bald mit unserem Futterteller erwarten wird! Leuchtende Augen, fordernde Stimmchen, und die vielen kleinen feuchten Schnäuzchen bringen uns jedesmal wieder das Wunder des entstandenen neuen Lebens auf großartige Weise ins Bewußtsein! 

Seht ein paar schnelle Eindrücke der ersten Fleischfütterung: 

... mit allen Sinnen erfahren die Welpen diese wunderbar frische, natürliche und leicht verdauliche Nahrung... 

... nein, nein, nichts aus dem Teller klauen! Fleisch gibts nur aus der Hand des Chefs!

So vermitteln wir den kleinen Hunden schon jetzt, daß die Resource "Fleisch" zunächst - wie alles andere - uns gehört. Die Erziehung von derart vorgeprägten Welpen ist eine wahre Freude!

Ich bin wirklich felsenfest der Meinung, daß ein kleiner Hund, der einmal ein folgsamer Hausgenosse werden soll, schon jetzt lernen muß, wer der Boss ist!  

... und ein letztes Bild... wir werden weiter berichten....

 

03.04.2024

 

...und wieder eine Aktualisierung in unserem Tagebuch... Mutter Daisy und auch ihren Kindern geht es prima, die Entwicklung schreitet mit großen Schritten voran! Obwohl noch viel geschlafen wird, werden die Wachphasen immer länger und wir können auch erste Spielaktivitäten erkennen. Da wird gern auf dem Ohr der Geschwister herumgekaut, und die Schwänzchen sind ebenfalls beliebtes, wackelndes Ziel! Ein bisschen knurrig sind die Kleinen zu manchen Stunden, und wir sehen, daß die Zähne jetzt durch den Oberkiefer durchbrechen. Wie auch bei kleinen Menschlein ist das bestimmt nicht nur angenehm... hier und da beobachten wir ein tränendes Auge, aber nach zwei Tagen ist alles wieder besser. 

Die Tischsitten haben sich sehr gebessert, der Brei, den wir jetzt schon mit püriertem Rindfleisch anreichern, wird gern gefressen und mit Begeisterung erwartet! Alle Welpen haben auch wieder sehr gut zugenommen, und die Zwei-Kilogramm-Marke auf der Waage ist schon greifbar nah! 

Mutter Daisy freut sich auf die Reste des Welpenbreis, den sie mit Genuß ausschleckt. 

Danach werden eifrig die kleinen Gesichter gewaschen! Und überhaupt hält sie die Welpen - zum eigenen Vergnügen - nach der Breimahlzeit sauber von allen Spritzern und der ganzen Kleckerei! Die Welpen nutzen die Anwesenheit, um mit langgestreckten Hälsen ein wenig Muttermilch zu ergattern, aber das gelingt ihnen kaum. Mutter Daisy legt sich natürlich immer noch gern zum Säugen in die Kinderstube, denn die Zähne kommen erst jetzt langsam durch und tun dem Gesäuge noch nicht weh! 

 

...gedrängel beim Frühstück! Heute haben sich alle Welpen farblich sortiert! 

...bei der Geburt haben vier Babys in einen Teller gepaßt! Seht Ihr, wie groß wir schon geworden sind? Und die dicken Beinchen können mittlerweile leicht den stämmigen Körper tragen! 

... die warme Welpenwaschanlage! Jeder der kleinen Schnäuzchen möchte von Mamas warmer Zunge geputzt werden! 

Mama macht die Teller leer! Und die kleine Naara will schnell einen Schluck Milch stehlen! Letztlich ohne großen Erfolg... Milch gibt es nur nach Zeitplan der Chefin! 

29.03.2024

 

... und die Schlacht am allerersten warmen Buffet war eine Schau! Zwei hineingefallen, zwei haben sich vor Gier verschluckt, zwei dachten sich "merkwürdig, aber lecker!" und der Rest der Bande war ganz manierlich dabei! Es ging viel daneben von dem guten Brei, aber Daisy hat hernach mit ihrer warmen Zunge die kleinen Mäulchen, Vorderpfötchen und überhaupt ihre ganze Kinderschar von Köpfchen bis Bäuchlein ganz fürsorglich gewaschen, so daß für uns nur das Wechseln der Windeln, äh - weichen Badetücher übrigblieb! 

Wir hatten heute den ersten Besuch für die Kleinen, von lieben Menschen die sich auf ein Pudelkind freuen, haben viele Fragen beantwortet, vorher die Küche geputzt und sind nun - nach der abendlichen Wanderung mit den erwachsenen Rudelmitgliedern -  entsprechend müde! 

Hier noch ein Paar Bilder:

... ohne Manieren speisen die kleinen Könige vom guten, geerbten Zwiebelmuster von Tante Gerda! Gott hab sie selig! Aber Ihr seht: Das Ergebnis ist zufriedenstellend! An den Tischsitten müssen wir noch feilen.... 

 

Ein Bad im Brei, was gibt es besseres für ein kleines Hundekind? 

... vor lauter Aufregung ist hier ein Pups nach hinten losgegangen! Auch das passiert hin und wieder in diesem Alter und ist nun wirklich keine Katastrophe! Unsere Waschmaschine ist unser liebstes Hausgerät! 

... mit vollem Bauch ist Klein Naara auf Mamas Rücken eingeschlafen! So schön, daß die Welpen ein liebes Muttertier haben, daß ihnen Sicherheit gibt und Zuneigung entgegenbringt! 

Gleich müssen wir die kleine champagnerfarbene Hündin wecken, denn es muß alles trockengelegt werden! 

Wir werden weiter berichten! 

28.03.2024

 

Heute sind unsere Hundekinder schon drei Wochen alt! Wie die Zeit rennt! Aus den eben noch völlig unfertigen Neugeborenen sind in den vergangenen drei Wochen wunderschöne, dicke Kuschelwelpen geworden! Immer beweglicher werden sie, und Mama Daisy hat jedesmal Schwierigkeiten, einen Platz zum Säugen in diesem wuseligen Haufen zu finden! Sie hält sich nun überwiegend vor dem Welpenlager auf, ein waches Auge hat sie jedoch immer auf ihre Kleinen! Da kann es vorkommen, daß unsere eigentlich brave Hauskatze böse aus der Kinderstube gejagt wird, wenn sie beschließt, den Babys einen Besuch abzustatten! Mama Daisy paßt das gar nicht, obwohl sie gerade mit unserer "Frau Königin" eine gute Freundschaft verbindet. Bei den Hundekindern hört halt der Spaß auf!

 

Immer unzufriedener werden die Welpen auch mit der Milchmenge unserer lieben Daisy! Wir merken auf beiden Seiten, daß eine Veränderung ansteht! Die Welpen sind noch hungrig, wenn Mutter Daisy sich vor ihren stürmischen Zudringlichkeiten mit einem Sprung in Sicherheit bringt.

 

Dabei ist Daisy noch immer duldsam, wir haben noch keinen ab- oder zurechtweisenden Laut und kein einziges Knurren von ihr vernommen! Aber die unglaublich rücksichtslosen Welpen werden ihr zunehmend lästig!

 

An dieser Stelle möchte ich einen kleinen Hinweis für die spätere Erziehung der Welpen geben! Großpudel sind gerade in den ersten achtzehn Monaten ihres Lebens temperamentvoll und oft wirklich rücksichtslos mit ihren Menschen - aber noch mehr mit anderen Hunden. Und meiner Meinung nach ist es ganz unmöglich, völlig unnötig und vor allen Dingen völlig unnatürlich, ein Hundekind ausschließlich mit positiver Verstärkung auszubilden! Wenn wir die Mutterhündin beobachten, die sich auf temperamentvolle Weise ganz leicht, aber für die Welpen durchaus unangenehm Respekt verschafft, sollte uns dies einen Hinweis für die spätere Erziehung geben. Es kann nicht sein, daß ein halbjähriger Rüpel mit Genuß auf unserern Händen herumbeißt! Auch kleine Kinder sind hier durchaus gefährdet! Ein Großpudel ist nicht immer ein lieber Pudel, sondern in erster Linie ein großer Hund mit einem kräftigen Gebiß. Ein Mangel an Durchsetzungsfähigkeit seitens seiner Besitzer kann dazu führen, daß der Hund das Zuhause wieder verlassen muß, weil die Beziehung Hund-Kind oder Hund-Besitzer zu scheitern droht. 

Bitte macht Euch darüber schon jetzt Gedanken, mir wäre es ganz furchtbar, wenn einer unserer Welpen schon als Junghund seine Familie wieder verlassen muß!

Man könnte noch anmerken... Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr... 

 

 

Anders als unsere ruhige, duldsame Daisy ist es  bei den Welpen! Die hungrige Meute knurrt, fiept und bellt, wenn ihnen die Milchquellen allzubald entzogen werden! Wir müssen ob der kleinen hellen Stimmen oft lachen, denn was einmal ein Knurren werden will, ist heute nur ein helles, dünnes Rasseln! Auch bei Hunden verändert sich natürlich die Stimme im Laufe des Wachstums!

 

Und heute gab es dann auch das erste Stirnrunzeln unsererseits bei dem täglichen Blick auf die Gewichtszunahme der Welpen: "Note 5, also mangelhaft" möchten wir sagen! Nein, zufrieden sind wir nicht mehr mit den 25 Grämmchen, die die Hundekinder heute an Gewicht zugelegt haben! Und es wundert nicht: Die Welpen wiegen zusammen über zehn Kilogramm! Und dieses Lebendgewicht ist immer schwerer allein mit Milch zu sättigen.

 

Morgen... ja morgen früh wird es dann vermutlich für unsere Babys den ersten Brei geben!

Traditionell füttern wir unsere Welpen mit einem Brei aus Ziegenmilch, Haferflocken und einer Reihe anderen guter, nahrhaften Zutaten an. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht, es gibt niemals Probleme mit der Verdauung. 

 

Wir verwenden auch hier keine "in die Dose gekochten", fast unbegrenzt haltbaren Grundstoffe, die uns die Industrie mit so gut erdachten Worten ans Herz legt! Wir füttern frische Nahrungsmittel, die ihren natürlichen Vitamin- und Proteingehalt unverändert beibehalten haben. Wohl jeder Züchter hat hier sein eigenes Vorgehen.

Ich bin der Meinung, daß in der Aufzucht kleiner Hunde neben guten, unveränderten Nahrungsbestandteilen frische Luft, Sonne und täglicher Aufenthalt im Freien wirklich wichtige Säulen der Aufzucht sind. 

Freut Euch auf die "Schlacht am warmen Buffet"! Denn bei der ersten Mahlzeit kann es wirklich nicht manierlich zugehen! 

Für heute noch ein paar Portraits:

Der kleine Nepomuk! Ein lieber kleiner Kerl, der uns hier mit noch milchigblauen Augen anschaut.... wir denken, er könnte ein ganz lieber, sanfter großer Pudelhund werden!  

...die pummelige Naara... Babyspeck steht ihr ganz gut meinen wir! 

... und Nettie, über die die Genetik den Aprikot-Farbtopf doppelt ausgeschüttet hat! Nettie ist wirklich auch ein ganz liebes Hundekind, wird natürlich wie alle fawnfarbenen Pudelwelpen ihre Fellfarbe bis zum dritten Lebensjahr noch ein wenig verändern!

Für uns entwickeln die Welpen mit der vollendeten dritten Lebenswoche ein ganz besonderes, stilles Leuchten...

Ganz langsam beginnt sich bei jedem der kleinen Geschöpfe die Persönlichkeit zu formen. Daß wir dabei sein dürfen empfinden wir jedesmal als eins der schönsten Geschenke in der Hundezucht! 

 

Wir können beim besten Willen nicht ein Hundekind dem anderen vorziehen! Das wäre ungerecht! Im Gegenteil: Wir freuen uns, daß alle gesund sind und sich wirklich gut entwickelt haben. 

Wir werden weiter berichten! 

25.03.2024

 

... wieder ein Update von unserem kleinen Pudelrudel! Alle sind munter und fidel, haben natürlich wieder an Gewicht zugenommen und werden immer mobiler! Mit dem Öffnen der Augen und des Gehörs erschließt sich jetzt für die Welpen eine neue Welt, ein neuer Abschnitt in der Entwicklung beginnt. Wir merken, daß die kleinen Hunde nun ihre Geschwister und auch uns wahrnehmen. Damit beginnt für uns nun die schönste Phase der Aufzucht: Wir vermitteln durch unseren freundlichen Umgang mit diesen kleinen Geschöpfen jedem der Hundekinder, daß Menschen ganz einfach große Freunde sind! Das ist für die spätere Kommunikation Hund-Mensch von großer Bedeutung. 

 

... das erste Lernen ist ganz einfach der Aufbau von Nähe und  Körperkontakt zu dem an sich ja artfremden Wesen "Mensch".

Bisher war für die Welpen nur die Wärme und die Nahrungsquelle der Mutter wichtig. Jetzt sind sie zunehmend in der Lage, auch andere Lebewesen zu erkennen. Wir bemühen uns nun, ein tiefes Vertrauen dem Menschen gegenüber in diese völlig formbaren Wesen hineinzulegen.  

...und noch ein paar Bilder a) wie angekündigt vom Schnitt der Krallen an den Vorderpfoten, der heute erfolgte....

...so goldig der kleine Rüde Nepomuk!

 

und b) noch einmal ein paar Schlummerszenen aus der Mittagszeit: 

und zwei Bilder im Zoom: 

...wohlig warm an ihren schwarzen Bruder Neptun  gekuschelt verschläft Klein-Naya die Mittagszeit...sie wiegt heute 1205g... eine ganz beachtliche kleine Dame! 

...und hier - oh weh!... ich weiß beim besten Willen nicht mehr wer es ist! Nelli oder Naara... süße Träume du kleines Hundekind! 

23.03.2024

 

... der Winter ist zurück im Hunsrück, Regen, Kälte und Graupelschauer bestimmen das Wetter an diesem Wochenende! Wir wissen die Welpen warm und sicher in ihrem kleinen Refugium, und ich denke sie haben nichts gegen einen kleinen Aufschub des Frühlings einzuwenden! Wir hoffen, daß die Mandelblüte in der Pfalz nicht zu sehr ins Wasser fällt! 

Alle Hundekinder und auch Mutter Daisy sind wohlauf, haben wieder gut zugenommen, und bei allen sind nun die Augen schön offen! Die Leistung des Gehörs können wir noch nicht einschätzen, geht doch wirklich viel in diesem Alter über den Geruchssinn. Aber unmerklich zunächst, jedoch immer mehr unterstützen nun Augen und Ohren die Orientierung und die Wahrnehmung der Umwelt.

 

Die Welpen können nun recht schön ihren dicken Körper vom Boden abheben, und wackeln hin und wieder ganz ordentlich durch ihr kleines Refugium. Ihre kleine Welt mißt ja nicht mehr als eineinhalb Quadratmeter, und für den Moment ist das völlig ausreichend. Es ermöglicht der Mutterhündin die notwendige Bewegungsfreiheit, um für das Stillen ihrer Kinder den passenden Platz zu finden.  

Auch für uns sind die Tage noch - oder wieder? - recht entspannt, und auch die Nächte sind recht ruhig. Zwar muß Mutter Daisy noch alle drei Stunden in den Hof, denn die große Menge an Nahrung, die für die Milchproduktion nötig ist, soll ja auch verdaut werden. Aber diese nächtlichen Hofgänge absolvieren wir mittlerweile im Halbschlaf! Die Gefahr des Erdrückens eines Welpen ist nun tatsächlich nicht mehr vorhanden, denn alle nähern sich der 1000 g Marke auf der Waage, ja eine Hündin und ein Rüde haben schon mehr wie ein Kilogramm Gewicht! 

Ja, klein sind sie alle noch, und bedürfen natürlich unserer ganz besonderen Aufmerksamkeit!

 

Langsam werden auch die Bewegungen der Welpen koordinierter, und wenn Mutter Daisy zu ihnen geht, herrscht schon kurz einmal ein lustiges Gewusel! Jeder will zuerst an einer der Milchquellen andocken! Seht, wie es dabei zugeht:  

 

... aus den unfertigen Hundebabys haben sich richtige kleine Welpen entwickelt! Alles wartet darauf, daß Mama Daisy sich niederlegt! Wer beim letzten Säugen etwas zu kurz gekommen ist, ist jetzt in heller Aufregung!  

... das Überfallkommando stürmt dann sofort die Milchbar! Noch stillt Daisy im Liegen, aber bald wird sich dies ändern. In der dritten Säugewoche tut uns unsere brave Hundemutter ein wenig leid, denn die Last der vielen Mäulchen ist nun groß. Wir lesen ihr jeden Hunger und auch alle anderen Wünsche von den Augen ab, und sagen ihr viele Male am Tag, wie toll sie sich um ihre Kleinen Teufelchen kümmert!

Daisy ist jetzt auch über den Rücken recht schmal geworden! Das kennen wir, und wenn sie in einigen Tagen mit dem Abstillen der Meute beginnt, wird sich dies schnell wieder ändern! Das Säugen eines so großen Wurfes verlangt der Mutterhündin eine Menge ab! 

... hier haben sich 970g ein wenig verspätet! Netti ist ein wenig später aufgewacht, und soll sich nun eine Milchquelle erstreiten! Auch das Leben eines so kleinen Welpen hat schon seine Aufregung! 

Morgen oder Montag sollen wir wieder eine Pflegeeinheit absolvieren: Die Welpen schleifen sich auf den (nicht natürlichen) Badetüchern die Krallen kaum oder gar nicht ab, so daß sie mittlerweile nadelspitz sind und Mutterhündin Daisy am Gesäuge weh tun. Es könnte sogar sein, daß es durch die zunächst noch wenig tiefen Kratzer zu einem Eintrag von Keimen in die Milchdrüsen kommt. Dies ist zu verhindern, und wir werden den Welpen die Krallen der Vorderpfoten etwas kürzen und stumpf machen.

Wir sind auch darin mittlerweile recht routiniert, und die Welpen bekommen von der Prozedur kaum etwas mit. Aber - ich muß schmunzeln - es sind ja tatsächlich 80 Krallen, die gekürzt werden sollen! 

In der Höhle der Wildhundeartigen liegen die Welpen stets auf dem blanken Erdboden, Wölfe und Füchse tragen niemals Nist- oder Polstermaterial ein. So schleifen sich auf dem Lehmboden die Krallen der Wolfswelpen ganz natürlich ab... da braucht es keine Hilfe. 

Wir werden weiter berichten! 

21.03.2024

 

Und auch heute wollen wir Neues von den Pudelkindern berichten! Ich hoffe daß der Server unserer Hp wieder in Form ist, wir werden sehen ob es heute möglich  ist, Bilder hochzuladen.

 

Heute sind unsere Welpen schon zwei Wochen alt! Alle sind immer noch in der Phase des Augenöffnens, wir sehen noch nicht viel Bewegungsaktivitäten.

Immer noch wird naturgemäß viel geschlafen und natürlich schlagen sich alle bei Mutter Daisy den Bauch in regelmäßigen Abständen voll! Für Daisy beginnt heute die recht anstrengende dritte Säugewoche. In der dritten Lebenswoche der Welpen muß Daisy wirklich viel Milch produzieren, um alle zu sättigen.

Daisy bekommt drei große Mahlzeiten am Tag, die sie mit gutem Hunger verspeist.! Es beruhigt uns jedesmal, wenn die Mutterhündin einen guten Appetit hat, ist doch dies ein Zeichen für ihren Gesundheitszustand. In dieser sensiblen Phase ist eine gute Kondition der stillenden Hündin außerordentlich wichtig!

Wir ergänzen unsere Fleisch- und Gemüsekost jetzt  mit einem Premiumfutter für säugende Hündinnen und Welpen. So stellen wir sichern, das Daisy durch die Milchproduktion nicht zu arg mitgenommen wird und - daß alle Welpen sich gleichmäßig entwickeln.  

 

An ein Zufüttern der Hundekinder ist noch nicht zu denken, wir beginnen erst in der vierten Lebenswoche damit. Ein zu frühes Zufüttern halten wir für nicht sinnvoll, denn wir wollen keine kleinen Mastschweinchen heranziehen! Ein "Zuviel" an Nährstoffen belastet schon jetzt den Bewegungsapparat negativ, denn die noch schwachen Beinchen müssen ja den dicken Welpenkörper bald tragen! Also warten wir, bis uns die Welpen sagen, daß es nun wirklich Zeit für eine richtige Mahlzeit ist. Hier funktioniert mein Gefühl für den Entwicklungszustand der Welpen eigentlich immer ganz wunderbar, es ist tatsächlich so, daß ich ab einem gewissen Alter zusammen mit der Mutterhündin unruhig werde! Und schließlich weiß ich von einem Augenblick zum Anderen: "Jetzt bist Du gefragt!". Und dann ist, so bin ich mir sicher, der richtige Moment, um den quienselnden Welpenhaufen das erste Mal mit fester Nahrung zu füttern. Wir werden es bald sehen! 

 

Was ist weiter passiert? Heute war eine kleine bittere Pille für die Welpen zu schlucken, denn die erst Wurmkur stand an! Wie wir berichteten, können sich Saugwelpen leicht über im Gesäuge der Mutterhündin schlafende Wurmlarven mit Spulwürmern infizieren. Dem ist entgegenzuwirken und so mußten alle Welpen ihren Milliliter eklige Suspension hinunterschlucken! Seht selbst: Geschmeckt hat es wohl Keinem:

... leicht verdrießlich schaut uns stellvertretend für ihre Geschwister die kleine rote Hündin Naara an! So ein ekliges Wurmmittel!  Auch die Augen sind noch nicht ganz offen! Bald gibt es schönere Bilder, ich versprche es! Naara hat sich toll entwickelt, ist jetzt die zweitschwerste Hündin mit fast 900 Gramm. Sie hat ihr Geburtsgewicht schon fast verdreifacht, und ist sehr gut entwickelt!   

...bald nach der Wurmkur und dem täglichen Wiegen döst der ganze Wurf wieder gemütlich in den Morgen hinein!  (leider nicht ganz scharf, sorry!) 

... auch im Ziegenstall ist vor Ostern viel los! Die  ersten Lämmer kommen auf die Welt! Hier zwei fünf Tage alte weiße Edelziegenböckchen! Wir freuen, uns, denn es war eine leichte Geburt! Freundlicherweise sind die beiden zur Frühstückszeit geboren und nicht mitten in der Nacht! 

19.03.2024

 

...langsam kommt der Frühling auch in den Hunsrück! Ostern werden die Birnbäume und auch die Kirschen blühen! Wir freuen uns, daß die dunkle Jahreszeit bald vorüber ist und freuen uns noch viel mehr, daß wir in ein paar Wochen hinter dem Haus einer fröhliche Welpengruppe beim Heranwachsen zusehen können! 

Allen kleinen Weidenläuferlein geht es prima, manchmal erschrecke ich mich schon über die Tageszunahmen! Mama Daisy entwickelt sich zum Super-Milchspender, und die Kleinen nehmen täglich bis zu 70g Körpergewicht zu! Wir befinden uns jetzt in der Hochphase des Augen- und Ohrenöffnens, und einige Welpen blicken uns schon aus schwarzen Augenschlitzen an! - zugegeben, der Blick ist noch etwas verschwommen - aber das wird sich bald geben!

Alle Welpen werden nun auch zusehens reifer, die Bewegungen erscheinen uns koordinierter, und für eine kurze Zeit können sie nun schon ihre schweren Bäuchlein auf wackelige Beinchen stellen! Laufen kann man die Fortbewegung beim besten Willen noch nicht nennen, eher ist es ein "gezieltes Herumrobben", das wir beobachten können. Es wird natürlich immer noch die meiste Zeit des Tages verschlafen, und die Phasen, in denen die Welpen wach sind, sind kurz und meistens mit dem Saugen bei Mutter Daisy ausgefüllt. Noch müssen alle Welpen ganz einfach weiterwachsen. Geben wir ihnen die nötige Zeit!  

 

...auf Bilder müssen wir heute verzichten, der Server meiner Hp hat augenscheinlich ein Problem, ich hoffe, es wird morgen wieder alles funktionieren! Die meisten von uns haben ja heute morgen ein kurzes Video per whatsapp erhalten, so daß die Informationen trotzdem an die richtigen Adressen kommen!  

16.03.2024

 

Nachdem wir alle ein wenig zur Ruhe gekommen sind, möchten wir Euch natürlich weiter teilhaben lassen an der Entwicklung unserer Pudelkinder!

 

Gute Nachrichten! Mama Daisy geht es sehr gut, sie kümmert sich liebevoll und instinktsicher um ihre vielköpfige Kinderschar! Genügend Milch, dieser wunderbare Booster, läßt die Saugwelpen unglaublich wachsen. Hundemilch ist keinesfalls in der Nährstoffdichte mit Kuh- oder Ziegenmilch zu vergleichen. Obwohl Ziegenmilch von Welpen in der Regel gut vertragen wird, hat sie genau wie die Milch der Kühe doch weit weniger Energie. Eher ließe sich die Hundemilch mit der Milch der Seehunde vergleichen, oder der Katzenmilch. 

Wir sind zufrieden und beruhigt, wenn das allabendliche Wiegen der Welpen gute Gewichtszunahmen beweist. Jeder Welpe nimmt nun etwa 50-60 Gramm pro Tag zu, und das ist richtig so. 

Die Fähigkeiten der Welpen kommen uns als Beobachter noch reichlich kümmerlich vor, Sie kennen weder ihre Geschwister noch ihre Mutter in diesem Alter. Die Wissenschaft nennt diese Phase auch "vegetativ". Ein merkwürdiger Begriff, der aber vielleicht treffend ist. Denn die Welpen können ihre Milchquellen nur nach dem Wärmesinn finden, und auch die Geschwister liegen in der Gruppe zusammen, weil die Wärme ihnen Wohlbefinden bringt. Wir merken allerdings, daß sich diese Phase nun langsam dem Ende entgegen neigt! 

Der erste schwarze kleine Hundebub hat heute schon einen ganz winzigen Schlitz im Augenwinkel! Das bedeutet, daß die Phase des Augenöffnens beginnt! Sie erstreckt sich über viele Tage, mit etwa 16 Tagen sollten alle Augen offen sein, und auch das Gehör wird dann entwickelt sein. Bei allen Welpen haben sich in den letzten Tagen die Lidspalten deutlich herangebildet, das unfertige, etwas embryonal anmutende Gesicht der Neugeborenen verändert sich nun deutlich. 

Wir bemerken nun auch deutliche Unlustlaute, wenn nicht alle Welpen schnell genug eine Zitze von Mutter Daisy finden können. Und wir sind auch ein wenig gemein! Wenn Daisy nach einer Pause zu ihren Kindern geht, nehmen wir regelmäßig drei oder vier der stärksten Welpen ab, sie liegen dann in unserem Pullover wie die Känguruhbabys und beruhigen sich schnell. So können auch die kleineren Geschwister die Chance auf eine der ergiebigen hinten liegenden Milchquellen wahrnehmen! Gleiche Voraussetzungen also für alle für eine gute und ausreichende Nahrungsaufnahme. Wir merken schon jetzt, daß die Welpen ihre Mutter recht schnell leer trinken, Daisy geht dann gern zu uns aufs Sofa oder gönnt sich - wie jetzt - unter meinem Schreibtisch eine Pause. Die Welpenbande schläft recht schnell ein, nach der Mahlzeit. Wie schon gesagt verzichten wir auf übermäßige Wärme während der Aufzucht. In den ersten Lebensstunden könnte man über eine Wärmelampe nachdenken, aber wenn die Welpen einige Tage alt sind, können sie sehr gut eine Zeit lang auf die Wärme der Mutter verzichten, solange der Raum normal temperiert ist. Unwohlsein bringt sofort die Mutterhündin ins Wurflager, so daß auch wir nur ein waches Auge auf den Nachwuchs haben müssen. 

Seht Euch aber das Gerangel an , wenn Mutter Daisy vom abendlichen Spaziergang in den Wiesen wieder zu ihren Kindern kommt!

... drunter und drüber geht es da! Wir sehen rechts im Bild den kleinen Rüden Niko, der noch keine Zitze ergattert hat! In der Mitte, quer im Bild, die grau gekennzeichnete cremefarbene Hündin Naara, die sich kopfüber ins Getümmel stürzt und ganz links - schon offensichtilich entspannt und zufrieden - die rote Hündin Nettie, die heute mit 640g die schwerste der Hündinnen ist. Nur der schwarze Rüde Nivas übertrifft sie, er ist mit 670g der Schwerste von allen!

... Schnappschuss mit Schlappohr...

nach der Mahlzeit ist Enspannung angesagt! Die Bäuchlein voll, ruht alles an Mutter Daisys warmem Bauch. Mitten im Bild: Die ockerfarbene Farbmarke des kleinen schwarzen Rüden Nepomuk... wo sein Kopf ist läßt sich nur vermuten...

...und hier die zwei schwarzen Rüden Neptun und Nivas! Neptun ist anscheinend immer noch hungrig, er saugt sich auf dem Weg auf die Waage an unseren Fingern fest! Ob er wohl später auch ein Hund mit gutem Appetit werden wird? Wir wissen es nicht. Viel wahrscheinlicher ist, daß ihm ein Geschwisterchen die Zitze von Mama streitig gemacht hat. 

Beide Welpen zeigen jetzt schon deutlich die Pudellocken, bzw. Wellen im Fell...

Wir werden weiter berichten! Freuen wir uns zusammen auf das Augenöffnen und die ersten Blicke unserer Hundekinder! Dann beginnt die für uns schönste Zeit der Aufzucht! 

14.03.2024

 

Auch in der Aufzucht eines Wurfes kleiner Hundewelpen liegen oft Licht und Schatten nah beieinander... Wir müssen voller Trauer berichten, daß der kleine rote Rüde Newton nicht mehr am Leben ist. 

Vor zwei Tagen, am Mittwoch morgen hatten wir schon eine recht geringe Gewichtszunahme bemerkt, und es fehlte auch die sonst übliche Vitalität. Wir machten uns zunächst keine großen Sorgen, vermuteten, es könne sich um Blähungen handeln, die doch recht oft bei männlichen Saugwelpen vorkommen in den ersten vierzehn Lebenstagen. Am Abend schien es dem kleinen Mann dann auch etwas besser zu gehen, allerdings waren die Symptome auch am Donnerstag morgen nicht verschwunden, sondern verschlimmerten sich. 

Nach Rücksprache mit unsererm Tierarzt in Wiesbaden behandelten wir mit einem Säuglingsmedikament, daß bei Blähungen eingesetzt wird, warmen Tüchern und Bauchmassage. 

Wir hofften bis in den Nachmittag hinein, daß eine Besserung eintreten würde, aber die Krämpfe verschlimmerten sich am späten Abend so stark, daß wir uns große Sorgen machten. Die Nacht ging mit Bauchmassage irgendwie herum, wir haben kaum geschlafen... Wir wunderten uns, daß kein Urin bei der Bauchmassage abgesetzt werden konnte. Der Bauch war hart und der Kleine Welpe hatte nun wirklich große Schmerzen. Unser Tierarzt diagnostizierte dann am Vormittag eine Mißbildung im Bereich der Nieren und Harnleiter, die in den Bauchraum mündeten. Der Urin konnte nicht in die Blase abgehen,sondern wurde in den Bauchraum abgegeben. Diese Fehlentwicklung, die vermutlich in den ersten Tagen der embryonalen Entwicklung ihre Ursache hat, ist bei so einem jungen Saugwelpen nicht zu behandeln. Wir mußten den kleinen Newton von seinen starken Schmerzen erlösen...

 

Ich hatte versprochen, eine ehrliche Darstellung der Aufzucht unserer Hundekinder hier wiederzugeben. Uns hat es sehr weh getan, den kleinen Mann so leiden zu sehen. Wir haben ihn neben seinem totgeborenen Bruder unter dem bald in Blüte stehenden Pflaumenbaum in einem kleinen Leintuch begraben. So kann ihm keine Erde in sein junges Gesicht fallen... 

 

Alle Geschwister des kleinen Newton haben heute gut an Gewicht zugenommen, und wir werden morgen wieder von der weiteren Entwicklung berichten. 

 

13.03.2024

 

Und auch heute ein kurzes Update von unserem Großpudelnachwuchs! Viel gibt es allerdings nicht zu berichten: Alles wächst und nimmt erstaunlich rasch an Gewicht zu! Heute haben die Welpen im Schnitt 35g zugelegt! Das muß auch so sein, denn sie sollen ja mit acht Wochen ein passables Gewicht auf die Waage bringen. 

Natürlich verbringen die Welpen die Tage immer noch mit Schlafen, Trinken und ein wenig Komfortverhalten, d.h. sie wackeln so lange in ihrem kleinen Reich herum, bis sie eine Position innerhalb ihrer Geschwister gefunden haben, die ihnen zusagt. Meistens ist Mutter Daisy anwesend, so daß alle sich eine gehörige Portion Wärme holen können, wenn Ihnen danach ist. Die Wärmeregulation wird von Tag zu Tag besser, aus dem frierenden Neugeborenenhaufen ist mittlerweile eine zufriedene Welpengruppe geworden, die oft sogar im Schlaf schon Geräusche von sich geben, die später vielleicht einmal ein Bellen werden könnten! Wir schmunzeln oft über die lustigen Laute! 

Es gibt kaum Neues, so müssen wir uns heute mit ein paar aktuellen Bildern begnügen... 

...unsere brave Daisy döst ergeben in ihrer Mutterrolle... wir glauben, auch sie hat wenig Schlaf gehabt in den letzten Tagen. Mittags holt sie sich gern ein paar Augenblicke Pause, solange die Welpen ruhig sind, und kommt zu mir aufs Kanapee... Wir stehlen uns dann eine gemeinsame gemütliche Stunde! Ich habe oft das Gefühl, sie suche auch jetzt ganz besonders meine Nähe... die anderen Rudelmitglieder sind ihr dagegen nicht willkommen in der Nähe der Welpen, aber ich ... ich darf alles! Ein ganz besonderer Vertrauensbeweis, der mich immer wieder rührt...

 

Natürlich ist Daisy immer mit einem Ohr bei ihren Kindern, und ein kleiner Wehlaut läßt sie sofort nach dem Rechten sehen!  

 

...einwandfrei funktioniert die Farbkennzeichnung der Welpen. So können wir auf den ersten Blick erkennen, daß hier der kleine Nivas seinen Hunger stillt. Der Kleine Nivas! Ein Mordskerlchen ist er! Nivas peilt schon die 600g-Marke auf der Waage an! Mit seinen krummen Kommodenbeinchen könnte er auch ein schwarzer Langhaardackel werden..

Aber keine Angst: Die Gene unseres

niederländischen Deckrüden können nur "Pudel", und in acht Monaten wird Nivas ein stolzer König sein! 

... und hier seht Ihr den kleinen Rüden Niko! Auch er hat ordentlich Gewicht zugelegt und sieht fast aus wie ein kleiner Labrador! 

Glaubt bitte nicht daß es immer friedlich zugeht bei dem stürmischen Gelage! Und auch ein kleiner Welpen hat so seine Probleme im Leben... "bekomme ich heute eine ergiebige Zitze von Mama Daisy?" Und diese Eindrücke werden später in bewegten Träumen verarbeitet. Auch Hunde träumen intensiv und erleben aufregende Aktion im Traum noch einmal!  

11.03.2024

 

... und wieder Neues aus dem Welpenlager! Den Kleinen geht es gut und alle haben heute etwa 25g Gramm zugelegt! Das beruhigt mich (und wahrscheinlich uns alle) und ich freue mich auf die spannende Entwicklung der nächsten Tage! Die Kleinen wachsen tatsächlich und könne nun viel besser bei Mama Daisy saugen als noch vor zwei Tagen! 

Daisy war heute zum ersten Mal auf einem kleinen Spaziergang rund ums Haus dabei, wir denken, die Bewegung tut ihr gut, und sie möchte zwischendurch gern eine Pause von ihren fordernden Kindern. Die Welpen kriechen dann zu einem dichten Haufen zusammen. Wir sind uns sicher, daß sie nicht frieren, denn sie schlafen ruhig und mit vollen Bäuchlein! Es tut sich gar nicht so viel in der Kinderstube, die Tage sind mit Trinken, Schlafen und der Suche nach einer tollen Milchquelle an Daisys Bauch angefüllt. Pudel haben noch viele wache Urinstinkte, und so legt sich Daisy nach ihrem Gang in den Garten niemals direkt in die Welpen hinein. Das wäre auch recht gefährlich wegen des enormen Größenunterschiedes. Sie sucht sich vielmehr eine Position direkt neben dem schlafenden Welpenknäuel und nimmt dann vorsichtig mit der Schnauze Kontakt auf. Das weckt die Welpen und - ihr Wärmesinn funktioniert wie schon berichtet ganz großartig - sie kriechen dann zur Mama! So organisiert sich die kleine Familie recht gut!

Schaut, wie winzig unsere Hundekinder noch sind! Es ist eine wunderbare Aufgabe, für das sichere, gesunde Heranwachsen der kleinen Welpen zu Sorgen, auch wenn der Schlaf bei uns Menschen immer noch definitiv zu kurz kommt!     

 

...es grüßt die kleine Hündin Nettie, ihr erinnert Euch, sie ist die zuerst geborenen Hündin... sie schläft in der Hand nach dem täglichen Wiegen einfach weiter! Wir haben so viele schöne Momente mit diesen wunderbaren kleinen Geschöpfen! Schaut euch die winzigen Öhrchen, das schön pigmentierte schwarze Näschen  und die Füßchen mit den kleinen Krallen an!

 

Jetzt werden mich alle wieder sentimental schimpfen, aber ich dachte gerade an dieses alte, wunderschöne Lied, daß eigentlich für Menschenkinder geschrieben wurde, aber auch ganz gut auf Hundebabys passt.... Bettina Wegner,

u-tube: "Sind so kleine Hände". Ihr werdet es kennen...

 

 

10.03.2024

 

Der dritte Lebenstag liegt hinter unseren Pudelkinden und stürmisches Wachstum hat eingesetzt. Alle haben die Geburt augenscheinlich gut verkraftet, haben guten Appetit und Daisy spendet ausreichend Milch. Alle Welpen haben an Gewicht zugelegt, wir meinen, sie sind sogar etwas gewachsen! Natürlich besteht der Tag vorwiegend aus Schlafen und Milch trinken. Zwischendurch werden alle Welpen von der Mutterhündin geputzt. Das ist ganz wichtig, denn von allein setzen die Hundekinder weder Kot noch Urin ab. Sie benötigen die Stimulanz durch die Mutter, die ihnen das Bäuchlein massieren muß. So bleibt das Nest wunderbar sauber, wenn man von den Nachblutungen der Hündin absieht. Trotzdem müssen wir natürlich mehrmals täglich nach dem Rechten sehen, und wir sind eigentlich immer in "Hörweite", um die kleine Familie zu überwachen. "Überwachen ohne zu Stören" ist das Motto dieser Tage. Die Instinkte der Hündin sollen durch unsere Anwesenheit nicht gehemmt werden. Es kann vorkommen, daß Hündinnen nur dann ihre Welpen säugen und putzen, wenn Sie alleine sind. Daisy ist es gerade recht, wenn wir in der Nähe sind, aber auch sie braucht Ruhe, um sich um alle neun Kinder kümmern zu können!

 

Hier kommen die Bilder des Tages:

Mutterhündin Daisy mit ihrem Nachwuchs! Eine bunte Gesellschaft! 

...noch passen Nepomuk und Nivas, die beiden rabenschwarzen Rüden, in eine Hand! Das wird nicht mehr lange so sein, denn Nivas hat heute sein Geburtsgewicht wieder erreicht bzw ist schon ein ganz klein wenig schwerer als bei der Geburt. Man soll bedenken, daß beim Wiegen der Neugeborenen ein nasser Welpe gewogen wird, wir wissen nicht, wieviel Gramm wir abziehen müssen für eine wirklich realistische Einschätzung des Gewichts. So sind die ersten Wägungen immer fehlerbehaftet. Das macht nichts, denn für uns ist das Geburtsgewicht ganz einfach ein wichtiger Hinweis zur Identifikation der Welpen, denn wir wollen auch am nächsten Tag noch wissen, wer nun der erstgeborenen Nepomuk ist und wer die zuletzt geborene rote Hündin Nelli!

Das nächste Bild zeigt alle neun Welpen, diesmal ohne die Mama:

 

... um die Einschätzung der Größe zu erleichtern, habe ich in diesem Bild einen Küchenwecker zwischen die Babys gestellt.

Die bunte Gesellschaft hält sich gegenseitig warm, und wir sehen, daß schon jetzt einige Welpen auch viertelstundenweise etwas abseits ihrer Geschwister liegen. Eine zusätzliche Wärmelampe ist entbehrlich, ja sie kann sogar negativ sein, denn zu hohe Temperaturen können die Welpen nicht durch erhöhte Flüssigkeitsaufnahme regeln. Bei intensiver Bestrahlung kann Austrocknung drohen! Wir denken schon in diesem jungen Lebensalter an die Nieren, die ja mit dem Wassergehalt der Milch arbeiten müssen und verlassen uns auf die wärmespendende Daisy und vor allem auf die unglaublich energiereiche Hundemilch. Beides ist notwendig, denn es wird drei Wochen dauern, bis die Welpen einigermaßen in der Lage sind,  ihren Wärmehaushalt allein regeln zu können.  

09.03.2024

 

Der zweite Lebenstag unserer Hundekinder bringt gute Neuigkeiten! Alle haben die mütterliche Milchquelle gefunden und tatsächlich alle schon ein paar Gramm Gewicht zugelegt! Das beruhigt mich ungemein, denn wir können die Gesundheit und Vitalität der kleinen Saugwelpen am besten an der Gewichtszunahme festmachen! 

Mutterhündinnen kommen manchmal etwas später "in die Milch", wie man sagt, und auch Daisy hatte am ersten Lebenstag der Welpen nicht viel Milch. Ich bin sehr froh, daß es ihr erstaunlich gut geht nach dieser langen Geburt:

Heute morgen lief sie mit ihrem alten wunderschön schwingenden Pudelschritt in den Garten und ich war wirklich froh, sie bei so guter Kondition zu sehen! Auch ihr Appetit kommt wieder, so daß sie heute schon zwei gar nicht kleine Mahlzeiten zu sich genommen hat (die Dritte folgt heute Abend!).

 

Daisy hat es bei ihren Gängen in den Garten unerhört eilig, ganz schnell erledigt sie alles Notwendige und dann geht es im Laufschritt zu ihren Kindern zurück. Ein wenig gefährlich ist das "sich-zu-den-Kindern-legen"! Die Welpen sind unerhört zart und ja - ein wenig unfertig, und ein Tritt der 26kg schweren Daisy kann durchaus Verletzungen bedeuten! So müssen wir in diesen ersten sensiblen Tagen rund um die Uhr achtsam sein, daß nicht versehentlich ein kleines Welpchen unter dem großen Brustkorb oder der Schulter unserer Daisy zu liegen kommt. Das kann unter Umständen fatal enden! Allein können wir Mama und Welpen nicht eine einzige Minute lassen und nachts schlafen wir "in Schicht". Und es sind ja auch einmal mehr viele Welpen geworden!

 

Um alle neun Hundekinder einwandfrei identifizieren zu können haben wir sie an der Schwanzwurzel mit einem ganz winzigen Tupfer Farbe gekennzeichnet. So sind wir ganz sicher, wen wir vor uns haben und können beim täglichen Wiegen feststellen, ob es dem kleinen Mann oder der kleinen Pudeldame auch wirklich gut geht. Nimmt ein Welpe in diesem Alter an Gewicht ab ist höchster Alarm angesagt. So schwingt eine Portion Angst immer mit, aber ... die Aufgabe, einen Wurf Hundekinder aufzuziehen ist andererseits auch unglaublich erfüllend und wunderschön! Aus den nassen, kalten Neugeborenen sind heute, nach zwei Tagen, rundliche, weiche, warme Welplein geworden! Blind und taub sind sie zwar noch eine ganze Weile, aber unglaublich weich und mit einem wunderbaren Fellchen ausgestattet! 

Schnell! Zwei,drei Bilder! Und morgen geht es weiter! 

...winzig! Der kleine rote Rüde Niko auf der Babywaage! Er wog bei der Geburt 320g, hatte gestern - anders als seine Geschwister - kein einziges Gramm verloren (320g) und ist auf dem besten Weg, denn heute zeigt die Waage schon 327g! Es sind nur sieben Gramm, aber die Richtung stimmt. Er wird die ganze Zeit, die er bei uns verbringt, seine rote Farbmarke am Schwanzansatz tragen, als "Personalausweis". Wir geben den Welpen in diesem Alter niemals Halsbänder oder gar Wollfäden oder Klettbänder um den Hals, denn ich bin der Meinung, daß die Mutter diese Hindernisse beim Putzen ihrer Welpen zu enfernen sucht. Und in diesem Alter schon ein Halsband - nein, wirklich nicht! Ein kleines Farbtupferlein dagegen stört die Welpen gar nicht, es nutzt sich ab, aber wir erneuern es alle paar Tage! Hier der Popo von unserem süßen Niko:  

...und hier ein Portrait von Klein-Niko! Ihr seht die Augenspalten, noch nahezu undifferenziert, die Ohren erinnern mich immer an so komische Mützenklappen aus England! Nur das Schnäuzchen funktioniert schon ganz wunderbar! Der Wärmesinn ist in diesem Alter schon sehr gut ausgebildet, und auch nach dem Duft finden die Welpen die Milchquellen, die sie schon mit Energie gegen Brüderchen und Schwesterchen verteidigen! Aber keine Angst, wir fördern die kleinsten der Welpen viele Male am Tag, damit keines zurückbleiben muß! 

08.03.2024

 

Es ist alles überstanden! Wir möchten Euch von der Geburt und der Ankunft unserer Hundekinder berichten! Daisy hat in einer im großen und ganzen leichten Geburt ihre neun Welpen bekommen!

 

Wie es ging? Für alle Beteiligten war es dann doch aufregend und ein Tag voller Eindrücke!  Ich möchte vorausschicken, daß alle - Mensch und Hunde- in den zwei Nächten vor der Niederkunft recht wenig Schlaf bekommen haben, denn niemand weiß, wann denn tatsächlich die Geburt beginnt! Und es ist unbedingt notwendig, daß der Mensch bei der Geburt wach und anwesend ist! Viel zu leicht kann ein kleiner, neugeborener Welpe unbemerkt mit leichten Wehen geboren werden, und wenn die Mutterhündin ihn nicht aus der Fruchthülle befreit, was doch oft passiert, ist dieser Welpe verloren! 

Wir hatten Glück, Daisy wollte in den letzten zwei Nächten ganz nah bei mir sein, und so konnte ich noch einige Halbstunden Ruhe finden. Die Hand an Daisys Bauch hätte ich jede Wehe mit ihr gespürt.

 

Die Nacht auf Donnerstag, den 7. März ging dann irgendwie herum, wir waren alle ziemlich müde, aber die frostige Märzluft und ein Kaffee brachten alle Sinne wieder zueinander. Daisy war rund wie ein kleiner Elefant, wir gingen eine gemütliche Morgenrunde ohne das Rudel. Wie am Abend vorher hatte Daisy alle Nahrung verweigert, nur noch ein paar Schluck Wasser getrunken.

Ich spüre, sie braucht bald Ruhe, schicke das Rudel auf eine lange Wanderung mit meinem Freund Uwe und konzentriere mich auf ein paar letzte Handgriffe im Haus. Die Ruhe ist wahrscheinlich letztendlich der Auslöser für den Beginn der Geburt, den die Hündin steuern kann.

 

Daisy hat ab 9.00 Uhr Vorwehen und durchwühlt die Sofadecken und das sorgfältig vorbereitete Wurflager. Immer wieder sucht sie hechelnd meine Nähe, ich soll am liebsten gar nicht aufhören mit dem Streicheln und liebhaben! Ich richte zum letzten Mal das Wurflager mit frischen Tüchern, als heftige Wehen einsetzen und doch ganz schnell, es ist 10.40 Uhr, der kleine schwarze Rüde Nepomuk zur Welt kommt! Daisy ist überfordert, also öffne ich die Fruchtblase, mache den kleinen rabenschwarzen Kerl trocken und entferne alle Flüssigkeit aus seinem Mäulchen. Ein unerwartet lauter Protestschrei lassen mich und Daisy gleichermaßen zusammenzucken! "Babys im Haus!" denke ich und bei Daisy sind die mütterlichen Instinkte geweckt, sie nimmt ihr Kleines an und massiert Leben in den winzigen Körper! Schnell noch das Wiegen und die Vitalität checken, dann darf der kleine 325g schwere Nepomuk wieder zur Mama! 

Viel Zeit haben wir nicht, denn neue Wehen kündigen schon um 10.54 ein neues schwarzes Bündelchen an. Es ist wieder ein Rüde, vital und fit für das Leben, dem ich aus der zähen Fruchthülle helfen muß! Ich nenne ihn Nivas, und Daisy kümmert sich liebevoll auch um dieses nasse kleine Etwas. Auch Nivas ist vital und wiegt stolze 414g!  

Wir haben nun etwas Zeit, Daisy kann Kraft sammeln. Sie ist nicht wirklich belastet durch die Geburt selbst, so denke ich. Allein, der enorme Leibesumfang macht ihr zu schaffen. So bin ich froh, daß um 11.40 eine quicklebendige kleine rote Hündin, wir nennen sie Nettie, ins Leben rutscht und bald nach Milch sucht. Daiy steht auf, weiß nicht wie sie liegen soll, probiert immer wieder neue Positionen, und schließlich bringt sie im Stehen und wirklich in einem großen Schwall Fruchtwasser um 12.30 ihren nächsten Welpen zur Welt! Er rutscht mir direkt in die Hände, und - vielleicht wegen der vielen Geburtsflüssigkeit - ich nenne ihn Neptun! Klein-Neptun hat mit 395g ein ganz ordentliches Geburtsgewicht, und auch seine bisher geborenen Geschwister sind nicht gerade untergewichtig! Auch der kleine Wasserkönig ist rabenschwarz und vital. 

Wieder vergeht eine ganze Weile, aber um 13.17 Uhr können wir voller Freude die kleine rote Hündin Naya begrüßen! Mit 355g ganz ordentlich, und ebenfalls lebendig und vital drängelt sie sich bald zwischen ihre Geschwister an Mamas Bauch! Daisy verlangt, hinausgelassen zu werden, und ab diesem Zeitpunkt will die Geburt nicht mehr so recht vorangehen... Es dauert bis 15.30 Uhr, bis neue Wehen einsetzen... und es versetzt uns einen Stich ins Herz, als Daisy einen kleinen schwarzen toten Rüden zur Welt bringt. Leider passiert dies bei großen Würfen doch nicht so selten...

Wir sind traurig, denn alle Versuche, den kleinen Mann ins Leben zu holen haben keinen Erfolg. Wir müssen aufgeben, machen uns natürlich Sorgen um die Babys, die wir noch in Daisys Bauch wissen.

 

Als es um 17.30 noch immer keine Wehen gibt, rufen wir doch den Tierarzt. Wir haben Glück, er kommt auf dem Rückweg eines anderen Hausbesuchs in unsere Nähe und gibt Daisy ein Wehenmittel. Wir sollen drei Runden um das Haus laufen, rät er uns! Ich denke "auch das noch", folge natürlich seinem Rat, und um 18.30 rutscht dann auch ganz brav der kleine rote Rüde Niko aus seiner Mama in meine Hände! Ich freue mich unendlich über Nikos spitzen Lebensschrei, denke, daß doch nicht alles verloren ist und werde wieder ruhiger. Niko ist fit und vital und wiegt 320g.

Daisy möchte wieder hinaus ich entspreche ihrem Wunsch, aber wir beide sind mittlerweile mit den Nerven doch am Ende! Es dauert zum Glück nicht mehr lange, bis neue, schöne Wehen uns um 19.35 die Geburt eines weiteren kleinen roten Rüden - wir nenen ihn Newton- ankündigen! Newton ist mit 280g etwas leicht, aber vital und fit und wir wissen: Er wird das Gewicht schnell aufholen! Es wird nun immer schwieriger, die bereits trockenen Welpen für kurze Zeit von Daisy abzunehmen, damit sie sich um den jeweiligen Neuankömmling kümmern kann. Ein vorbereitetes Körbchen mit einer Wärmflasche - quasi ein kleines Wärmebettchen - hilft uns hier ungemein...

Zu allem Ungemach geht auch noch das Telefon, ich muß kurz helfen, in meiner Arbeitsstelle im Kloster eine komplizerte Ziegengeburt zu dirigieren, ja - so etwas läßt sich nicht verschieben! Ich bin ein paar Minuten abgelenkt. Noch ist Newton nicht gewogen, aber ich habe plötzlich ein nasses kleines Hundemädchen in der Hand! Ich habe ganz kurz das Gefühl, den Überblick zu verlieren, aber die Situation klärt sich schnell: Daisy hat um etwa 20.05 einer weiteren roten Hündin das Leben geschenkt, und sie perfekt aus den Fruchthüllen befreit und abgenabelt! Ich nenne die kleine, stramme Hündin Naara. Sie wiegt mit 380g eine ganze Menge! So, nun meinen wir dann aber doch, daß die Geburt wohl vorbei sein soll! Daisy legt sich entpannt auf die Seite, wir wechseln zum wiederholten Mal die Laken unter ihr und den Babys, kontrollieren und desinfizieren noch einmal alle Nabelschnürchen, werfen die erste Waschmaschine an und - atmen ein wenig auf! Acht schöne Babys, drei schwarze Jungs und drei rote Mädels! Ach, natürlich! Und die beiden roten Rüden Niko und Newton nicht zu vergessen! Ein toller Wurf denke ich...

 

Daisy frisst auch bald ihre Abendmahlzeit - Huhn mit Reis und Gemüse, sie liebt das, und möchte noch einmal hinaus. Gegen Mitternacht gehen wir schlafen... die kleine Familie ist ruhig, und wir verbringen - fast ein Wunder - eine doch ruhige Nacht. Nur die erste Waschmaschine macht ihre Arbeit...  aber daran sind ja alle gewohnt. Unser Hunderudel ist sehr vorsichtig und scheint die Besonderheit des Tages fast zu verstehen...    

Gegen sechs Uhr möchte Daisy wieder hinaus, ich bemerke etwas, das nach erneuten Wehen aussieht, und denke noch - "für die Nachwehen ist es eigentlich etwas zu früh!"  als auch schon ohne alle Probleme ein kleines rotes Hundemädchen vor uns liegt! Gar nicht ganz so klein mit ihren 341g, wir nehmen auch dieses kleine Wunder hin und freuen uns daß die kleine Nelli - so nennen wir sie - gesund und vital ist.

 

Das soll es dann tatsächlich gewesen sein! Daisy kümmert sich liebevoll um ihre Babys und  im ganzen Haus breitet sich eine gelöste, friedliche Stimmung aus... wieder ein wertvoller Moment, für den wir dankbar sind!

Wir werden Daisy bei der Aufzucht ihres Nachwuchses mit allen Kräften unterstützen! Wir freuen uns über 9 vitale kleine Hundekinder, die nun den Weg ins Leben meistern sollen. Das kleine tote Brüderchen haben wir - nicht ohne eine Träne - unter dem Pflaumenbaum im Obstgarten begraben.... auch das gehört dazu. Wir hätten ihm ein schönes Leben gewünscht.. 

 

Wir werden weiter berichten! Aber halt! Ein erstes Bild der kleinen Familie darf doch nicht fehlen! Bitte entschuldigt die schlechte Qualität, bald folgen Bessere! 

Daisy und ihre neun Kinder...

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